Archive vom August, 2007

Für die Meteorologen fängt morgen der Herbst an; vor dem Fenster zieht die feuchte Landschaft unter einer grauen Wolkendecke vorbei. Es ist ein bißchen neblig und schon recht dunkel.
Zum Zugfahren ist das wunderbares Wetter.Draußen wechseln Wälder und Felder, Hügel und Häuser; drinnen Budapest und die Wallachei.

Wochenende.

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Banananas

Ist es eigentlich sehr verquer, nachts um halb drei noch Bananen in den Backofen zu schieben? Morgen hätte ich's nicht geschafft, und viel länger hätten sie sich wohl nicht gehalten.

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  • Blogscout.de macht, kaum daß ich ihn entdeckt habe, zu;
  • In der unendlichen Geschichte kommt mir mal wieder alles so hoffnungslos vor;
  • Langsam und vorsichtig deutet sich der Herbst an — meine Lieblingsjahrszeit;
  • Am Wochenende werde ich C. wiedersehen;
  • Heute könnte ich semifrüh ins Bett gehen.
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Aus irgendeinem Grund, der mir selbst nicht klar ist, führt das Wochenende schon ab Freitag dazu, daß ich mir (ich muß ja nicht früh aufstehen) abends reichlich Zeit für dies und das nehme; Zeit zum Bloggen, zum Teetrinken, um Musik zu hören.
Wie wäre es mit Zeit zum Ausschlafen? Unter der Woche wird es oft genug zwei Uhr, und da sammle ich einfach ein gewisses Schlafdefizit. Am Wochenende wäre theoretisch die Möglichkeit, das wieder abzubauen. Da ich aber den Schlaf bis zum Nachmittag nicht beherrsche, wäre es durchaus nützlich, dem Bett rechtzeitig einen Besuch abzustatten.
Tja, wäre da nicht der perverse Hang, bis in die Nacht wach zu bleiben.

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Gerade einen lustigen Bug in iTunes gefunden: Das Programm weigert sich beharrlich, die Titel von The Concert in Central Park zu einem Album zusammenzufassen. Ich habe dreimal überprüft, ob alle MP3-Dateien auch wirklich den gleichen Albumtitel und Interpreten haben, und sich nirgendwo ein überflüssiges Leerzeichen eingeschlichen hat. Als ich probehalber das Album als Compilation markiere, klappt es doch — normalerweise braucht man das nur für Platten, deren Titel von verschiedenen Interpreten stammen. Nach ein paar weiteren Versuchen ist es dann klar: iTunes stört sich an Simon and Garfunkel; wenn ich den Interpreten auf Simon Garfunkel setze, funktioniert es.

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Kerze

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Ich weiß auch nicht warum, aber letzte Woche habe ich plötzlich einen Grünpflanzenrappel bekommen — jetzt ich bin ich öfter im Gartencenter als im Supermarkt. Ärgerlich ist es nur, wenn die armen Dinger dann an meiner Unfähigkeit eingehen.

Damit der Ärger nicht ganz so groß wird, kann man sich seine Zimmerbegrünung natürlich auch aus Küchenabfällen selbst züchten:

Ananas

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Passend zur späten Stunde ein Exponat zum Spruch traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast: Sex und IQ – da kann man wirklich alles reinlesen. Der Originalbeitrag ist dann aber doch fundierter, als es beim Lesen des Telepolis-Artikels den Anschein hat.

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Heute ist einer von diesen Tagen, an denen eigentlich nichts passiert. Draußen herrscht diffus-graues Licht, ich habe lange geschlafen und erst gegen Mittag gefrühstückt (mit frischer Butter — lecker!), Adium optisch etwas aufgepeppt und Musik gehört. Langsam wird es Zeit, ans Kochen zu denken.
Später könnte man vielleicht noch die Nase aus der Tür stecken.

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Wenn Peer Steinbrück — damals noch Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen — einen ansonsten recht moderaten Beitrag für die Zeit mit den Worten schließt:

Soziale Gerechtigkeit muss künftig heißen, eine Politik für jene zu machen, die etwas für die Zukunft unseres Landes tun: die lernen und sich qualifizieren, die arbeiten, die Kinder bekommen und erziehen, die etwas unternehmen und Arbeitsplätze schaffen, kurzum, die Leistung für sich und unsere Gesellschaft erbringen. Um die – und nur um sie – muss sich Politik kümmern,

dann wird mir ganz anders. Wie bitteschön soll soziale Gerechtigkeit funktionieren, die nicht für alle da ist? Das erinnert mich an das alte Lied von Georg Danzer, in dem die Freiheit in dem Moment verschwindet, in dem man sie einsperrt.

Die neoliberale Hegemonie [...] ist deshalb eine Gefahr für die Demokratie, weil Politik durch ökonomische Mechanismen ersetzt wird,

sagt der Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge in einem Interview mit Telepolis. Er stellt darin fest, daß sich Politik und Gesellschaft in Deutschland verändern, daß immer mehr für Leistungsträger getan wird und weniger für die Schwachen. Das so eingesparte Geld werde dann für den Sicherheitsapparat ausgegeben.

In der Tat leben wir in einer Zeit, in der das Bedürfnis des Staates nach immer neuen Überwachungsmöglichkeiten keine Grenzen mehr kennt. Auch über neue Repressionsmöglichkeiten wird laut nachgedacht, und das durchaus in der Mitte der Parteienlandschaft: Einsatz der Bundeswehr im Innern, der Abschuß von Verkehrsflugzeugen oder auch die menschenrechtswidrige vorsätzliche Tötung Verdächtiger sind keine Tabuthemen mehr.

Ich weiß nicht, ob diese beiden Tendenzen — der Umbau des Rechts- in einen Überwachungsstaat und der der sozialen in eine "nackte" Marktwirtschaft — wirklich so viel miteinander zu tun haben, wie ich es aus dem Interview herauslese. Klar ist aber, daß beide Entwicklungen sehr ungut sind, und daß wir ihnen entgegensetzen müssen, was wir können.

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