Einträge mit dem Tag ‘Ungezogen’

Wer verhindern will, daß nach einem Umzug Post an die alte Adresse als unzustellbar an den Absender zurückgeht, kann einen Nachsendeauftrag stellen. Der kostet neuerdings Geld, immerhin ist man (mehr oder weniger) Wirtschaftsunternehmen und keine hoheitliche Einrichtung mehr.
Dann trudeln also — je nach Umzugsbenachrichtigungsfleiß — die Briefe mit Umleitungsaufklebern, aber an der richtigen Adresse ein. Außerdem trudelt da noch ein Heftchen, das in schickem Gelb gehalten ist und Anregungen sowie Gutscheine verspricht. Letztere berechtigen in der Regel zum kostenlosen Bezug eines Katalogs.
Außerdem finden sich dort noch ein paar Postkarten mit semilustigen Motiven, die dabei helfen sollen, die Verwandtschaft über die neue Adresse aufzuklären. Bitte freimachen. Irgendwie komme ich mir ein bißchen veralbert vor.

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Bitte richten Sie deshalb jetzt Ihr persönliches Kundenkennwort ein. Sehr witzig — wo denn? So einen unübersichtlichen Kundenzugang habe ich ja noch nie gesehen. Ich dachte, sowas wird von Profis gemacht.
Naja, nach den vergangenen Wochen des Wartens auf den Provider wundert mich nichts mehr.

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Na, wäre doch gelacht, wenn das einfach so geklappt hätte. Telefon habe ich jetzt, aber kein DSL -- der DSL-Auftrag wartet nämlich auf den ISDN-Auftrag. Bevor der Hotliner mir das verraten hat, murmelte er noch ein halbes Dutzend Daten und so komische Wörter wie storniert vor sich hin. Hinter den Kulissen war man wohl doch nicht so untätig, wie es nach außen schien.
Das eigentlich witzige ist aber, das mein DSL-Modem durchaus mit der Gegenstelle kommuniziert; mir fehlen bloß die Zugangsdaten, um den Anschluß auch nutzen zu können. Und die warten eben noch auf's Telefon.

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Mein Provider hat mich wieder mit einem Paket bedacht. Was kann da wohl drin sein? Oh, welch Freude: ein Splitter. Nein, kein kleines, spitzes Holzstück, sondern ein kleines Kästchen, ohne das der DSL-Anschluß nicht funktioniert.
Was mögen sie mir wohl sonst noch eingepackt haben? Ah, welche Überraschung: ein DSL-Modem. Diesen Monat habe ich ja noch gar keines bekommen, und DSL-Modems kann man immer gebrauchen.

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Vor ein paar Tagen lag ein Brief von meinem Provider im Briefkasten - an der alten Adresse. Wofür habe ich auf dem Formular eigentlich "sofort" angekreuzt?
Es ist natürlich auch kein Anschalttermin drin, sondern die Rechnung. Zur Feier des Tages überlappt sich der Zeitraum mit dem der letzten Rechnung - samt doppelter Grundgebühr. Außerdem gibt's Versandkosten für den nicht bestellten NTBA. Super. Ein Anruf bei der Hotline fördert erstaunliches zutage: die doppelte Grundgebühr wird erstattet, wenn ich die alte Rechnung faxe. Nanu? Solltet Ihr nicht eine Kopie haben?
Noch spaßiger ist der andere Punkt: die Versandkosten werden immer berechnet und mit der folgenden Rechnung erstattet. Das spricht ja für eine tolle Organisation. Ich glaube, ich sollte Zinsen nehmen.
Zu guter letzt gibt es jetzt sogar einen Umschalttermin - noch schlappe zwei Wochen, dann ist es soweit.

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Sagt die Hotline. Ich bin da anderer Meinung: ich finde es völlig natürlich, daß mein Umzugsauftrag drei Wochen, nachdem er beim Provider im Rechner gelandet ist, immer noch ohne Ausführungstermin ist. Ich finde es genauso natürlich, daß das niemand merkt, solange ich mich nicht darum kümmere.
Es sieht also so aus, als ob ich noch eine Weile länger mobloggen dürfte. Das ist leider ein bißchen einseitig, und die Altbeiträge vom Nuf sind inzwischen auch alle.
Dabei bin ich ja zu den wirklich wichtigen Fragen des Lebens noch gar nicht vorgedrungen, zum Beispiel: was wird aus dem DSL-Anschluß, den ich bislang noch nicht hatte, aber zusammen mit dem Umzug beauftragt habe? Wird er auf die neue Adresse geschaltet? Auf die alte? Oder auf den Mond?
Und: wann passiert das? Dieses Jahr? Nächstes? Vor oder nach meinem nächsten Umzug?
Doch, die Hotline hatte schon Recht: komisch.

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Was genau dauert eigentlich bei der Einrichtung eines Telefonanschlusses so lange, daß der Anbieter sich eine Vorlaufzeit von vier Wochen ausbedingen muß? Diese Frage ist mir heute über meinen leeren Briefkasten eingefallen. Ich meine das durchaus nicht rhetorisch -- es interessiert mich wirklich. Man könnte doch annehmen, daß ein vorhandener Anschluß durch einen einfachen Softwarebefehl jederzeit wieder in Betrieb genommen werden kann. Das dauert aber keine vier Wochen, nichtmal dann, wenn man die Handbücher verlegt hat. Ein Bagger muß in der Regel ja nicht mehr ausrücken. Was also dann? Was ist das große Geheimnis des Telefonanschließens?

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Der Kartonstapel hat schon sehr übersichtliche Ausmaße angenommen; eigentlich muß nur noch die Küche eingeräumt werden, dann sind sie alle leer.
Die Bilder stehen allerdings immer noch auf dem Boden herum: ich konnte die Nägel, die ich gerade erst gekauft hatte, beim besten Willen nicht mehr finden. Sie waren wie vom Erdboden verschluckt. Heute abend hat sich die Sache dann aufgeklärt. Ich hatte sie in einen der Kartons gepackt. Keine Ahnung, was mich dazu getrieben hat -- eigentlich bin ich ja beim Aus- und nicht beim Einpacken.

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So langsam wird es hier etwas wohnlicher. Die Küche ist noch Baustelle, in der Diele stapeln sich die Kartons (ein paar volle für die Küche und ein Haufen leere); was an die Wände oder Decken gehängt werden soll, harrt auch noch seiner Bestimmung, aber ansonsten könnte man schon fast von "fertig" sprechen.
Daß sich meine Laune da auch gleich stark bessert, brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen.
Das Programm für morgen: Bilder aufhängen, drei Kartons mit Kram in den Keller und einen Karton mit ausgewickeltem Einwickelpapier zum Altpapiercontainer bringen.

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Es gibt kaum etwas tristeres und einsameres als den ersten Tag in einer neuen Wohnung: mit den ganzen Kartons und ohne Lampen und Bilder ist von Wohnlichkeit nicht viel zu spüren. Der ehemals sichere Hafen, die alte Wohnung, ist auch nicht mehr - da sieht es noch schlimmer aus.
Nachdem ich anderthalb Zimmer wenigstens einigermaßen hergerichtet habe, fahre ich erstmal in die Stadt, um etwas zu essen. Danach geht's mir besser. Der Rechner steht auch wieder, und ohne Netz kann ich immerhin den Haufen ungelesener Nuf- und Buchhändleralltagsartikel aus dem Cache meines RSS-Readers lesen.

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