Einträge mit dem Tag ‘Hinnen’

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Nach einer Woche Abwesenheit hätte ich mit überquellenden Feeds gerechnet; aber das, was sich auf der Blogroll getan hat, ist doch sehr übersichtlich. Offenbar bin ich nicht der einzige, der über die Weihnachtstage Urlaub vom Blog macht.

Morgen wird dann noch das alte Jahr verabschiedet und das neue begrüßt, bevor (nach einer angemessenen Pause) die Dinge ihren gewohnten Lauf wieder aufnehmen.

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Die Woche ist schon wieder um — wie schnell das doch manchmal geht. Neben diversen Präsenten habe ich auch einen schönen Schnupfen mitgebracht. Mal sehen, ob ich den irgendwo unauffällig entsorgen kann.

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Ich melde mich jetzt ab.
Schöne Feiertage euch allen.

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Ich bin eigentlich kein großer Familienmensch, aber von Zeit zu Zeit habe ich trotzdem Lust auf einen Besuch bei der Verwandtschaft. Ein Geburtstag, der auf ein Wochenende fällt, ist eine ideale Gelegenheit dafür. Deshalb habe ich mich Freitag nachmittag in den Zug gesetzt und bin auf's Land gefahren.
Keine größeren Verspätungen, aber es ist doch schon dunkel, als ich am Zielbahnhof ankomme. Grauer Himmel, ein bißchen Regen. Seltsam — alles so klein hier. Gut, es ist schon ein paar Jahre her, aber so lange war ich auch wieder nicht weg.
Man freut sich sehr, mich zu sehen. Abendessen, ein bißchen Smalltalk, dann erstmal schlafen.

Am anderen Tag gibt es viel zu tun, aktuelle Projekte ansehen, ein Rundgang durch den Garten, Geschenke überreichen. Ein bißchen Zeit zum Lesen findet sich auch noch, und abends wird im Kreise der Freunde gefeiert. Das ist nicht weiter aufwendig, man ißt, trinkt und redet. Ich sitze zwischen all den Menschen, die weit mehr als doppelt so alt sind wie ich, und lausche den Erzählungen. Viele davon sind lustig — jedenfalls, wenn man sie aus dem Abstand eines halben Jahrhunderts oder mehr betrachtet. Zwischen den Begebenheiten fallen immer wieder Namen; Namen, die ich noch nie gehört habe, und mehr, als ich mir jemals merken könnte, und die Runde erinnert mich an irgendetwas.
Schließlich fällt es mir ein:
In dealing with Hobbits it is important to remember who is related to whom, and in what degree.
Irgendwann, irgendwo ist der Zug über eine unsichtbare Grenze gefahren, und ich habe meine eigene kleine Welt verlassen, um hier zu landen. Ich fühle mich, als wäre ich schon seit Wochen im Urlaub, der Alltag ist weit entfernt.

Am Sonntag will noch mehr Verwandtschaft besucht werden, und als ich mir deren — durchaus bescheidene — Häuser ansehe, fühlt sich meine — durchaus geräumige — Mietwohnung plötzlich nicht mehr ganz so erstrebenswert an. Nachmittags ist dann der Geburtstagsfeier zweiter Teil angesagt. Ich bin eigentlich kein großer Familienmensch, aber als dann vier Generationen gemeinsam den Kuchen verspeisen, da keimt doch eine gewisse Sehnsucht in mir auf.
Dann ist die Zeit auch schon wieder um, ich muß mich auf den Weg zum Bahnhof machen. Eine kurze Abschiedsrunde, ich verspreche, bis zum nächsten Besuch nicht mehr so lange zu warten; dann bringt mich der Zug über jene seltsame Grenze hinaus aus dem Zauberland.

Nach dem Umsteigen steht der Schaffner hinter mir und pfeift Guantanamera, worüber ich nicht besonders glücklich bin, weil Carole King in meinem Kopf gerade Tapestry singt. Es ist schon sehr dunkel, und als ich schließlich ankomme und auf den Bus warte, ist es stockfinstere Nacht. Daß es noch nicht einmal neun Uhr ist, weiß nur mein Kopf; der Rest ist immer noch auf Sommer eingestellt.

Jetzt sitze ich hier, höre Carole King und ernähre mich von Joghurt, weil das Brot alle ist und ich keine Lust zum Kochen habe.
Morgen ist Montag.

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Tja, ich werde mich wohl für's erste abmelden; in der neuen Wohnung gibt es weder DSL noch ISDN, weil mein toller Provider meinen Auftrag verschlumpft hat. Für den zweiten Versuch habe ich eine Eingangs-, aber keine Auftragsbestätigung.
Wenn also gleich mein Rechner (natürlich als letztes) im Karton verschwindet, wird hier außer dem einen oder anderen Moblog-Eintrag nicht mehr viel passieren. Weiter geht's, wenn der neue Anschluß dann geschaltet ist.

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Heute ist mal wieder einer der spaßigeren Abende: unter einer halben Stunde Verspätung scheint gar nicht zu laufen. Immerhin: wenn alle Züge verspätet sind, erreicht man seinen Anschluß auch dann, wenn er nicht extra wartet. Mal sehen, ob es noch für den Bus reicht.

Edit: Das mit dem Moblogging ist doch noch recht rudimentär. Und was den Bus anbelangt: es hat gereicht.

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So schnell kann das gehen...

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Der Vorteil der Wochenend-Fahrerei liegt - sieht man mal davon ab, daß ich ziemlich gerne Zug fahre - in der vielen Zeit zum Lesen.
Leider sickert diese Zeit nicht durch irgendwelche Ritzen im Raum-Zeit-Kontinuum in unser Universum ein, sondern fehlt ganz real am Wochenende. Letzten Sonntag konnte ich mich aber nicht beklagen - es war ziemlich schwül, da hätte man eh nicht viel anfangen können.
Als ich dann abends auf dem kleinstädtischen Bahnhof stehe, bricht ein heftiges Gewitter los. Einige Blitze schlagen ziemlich in der Nähe ein, und eine der beiden Bahnhofsuhren rafft es dahin. Im Mittelalter wäre das wohl ein Omen gewesen.
Ich mache mir ein bißchen Sorgen wegen meines Anschlusses, aber ein Trost bleibt: der ICE kommt über die gleiche Strecke wie der Nahverkehrszug, und hier gibt es nur ein Gleis pro Richtung. Falls der ICE also nicht zuerst durchrauscht, muß er hinter uns herschleichen, bis ich umsteigen kann.
Der Zug kommt auch tatsächlich ein paar Minuten zu spät; der ICE fährt dann mit 5 Minuten Verspätung hinterher.
Einmal umgestiegen packe ich meinen Stephenson aus; der ist — abgesehen von seiner unhandlichen Größe - ideal für lange Bahnfahrten. Ich habe zwar regelmäßig Schwierigkeiten, mich in den dramatis personæ zurechtzufinden, aber Stephensons Fähigkeit, mit Sprache umzugehen und im besten britischen Understatement[1] einen witzigen Kommentar an den anderen zu hängen, entschädigt reichlich dafür.
Inzwischen sind wir an dem Bahnhof, an dem der zweite Zugteil — gleichsam der Kurswagen des 21. Jahrhunderts - angehängt werden soll.
Das Gewitter überschüttet uns immer noch kübelweise mit Regen, und der andere Zug hat 10 Minuten Verspätung. Kein Problem, ich muß noch einmal umsteigen und habe dafür eine halbe Stunde Zeit. Auf den Bus, der mich dann nach Hause bringt, darf ich sogar nochmal eine dreiviertel Stunde warten.
Als es dann weitergeht, hängen wir eine Viertelstunde hinter dem Fahrplan, und ich lese etwas über falsche Goldmünzen: reicht es, sie zu wiegen oder draufzubeißen, oder ist beides nötig?
Unterwegs gibt es eine Durchsage: der zweite Triebkopf hat wegen des Gewitters keine Spannung mehr, und wir halten auf irgendeinem Bahnhof an, damit der Lokführer nachsehen kann.
Jetzt ist mein IC-Anschluß schon etwas fraglicher; so genau kann man das aber nicht sagen, weil ich nicht weiß, wie weit es von unserem unplanmäßigen Halt zu meinem Umsteigebahnhof ist.
Wenn es Gold gibt, das schwerer als 24 Karat (also gewöhnliches reines Gold) ist, muß man tatsächlich wiegen und beißen.
Ergebnis der Prüfung: der Schaden läßt sich nicht beheben, der hintere Zugteil muß hierbleiben. Die Fahrgäste kommen zu uns nach vorne, es wird etwas voll. Inzwischen ist der Abfahrtszeitpunkt für den IC auch vorbei. Als es dann weitergeht, haben wir 70 Minuten Verspätung — Gutscheinverteilstunde.
Von den Freigetränken habe ich nichts mehr, weil ich aussteigen muß. Ein IC fährt heute nicht mehr - jedenfalls nicht in meine Richtung - also ist Nahverkehr angesagt. Der startet eineinhalb Stunden später als der IC und braucht für die Strecke 40 Minuten länger. Daß der letzte Bus längst weg ist, als ich meinen Zielbahnhof erreiche, versteht sich von selbst. Nach Hause komme ich dann per hackney carriage.

[1] Daß er eigentlich Amerikaner ist, stört dabei gar nicht.

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Technik, die begeistert: Beim Zug sind die Bremslichter auf der Seite. Das ist natürlich ungeschickt, weil der nachfolgende Lokführer sie da ja gar nicht sehen kann.
Deswegen treibt die Bahn dann einen ziemlichen Aufwand mit Signalen an der Strecke und Abstand zwischen den Zügen.

Außerdem sind die Lichter gar keine richtigen Lichter, sondern einfach nur Anzeigen, die beim Bremsen rot werden und sonst grün sind. Als Ausgleich gibt's da aber noch ein Manometer, und das habt ihr am Auto nicht!

jarru

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Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie sehr bei der Bahn die Arbeitseinstellung von Mitarbeiter zu Mitarbeiter differiert. Während die einen nach jedem Halt durch den Zug gehen‚ selbst dann, wenn die Bahnhöfe im Zehnminutentakt vorbeirauschen‚ Fahrkarten kontrollieren und dabei auch noch freundlich und kompetent sind, sieht es bei manch anderen eher düster aus: sie lassen sich eine geschlagene Stunde gar nicht blicken, und wenn sie dann im Wortsinne vorbeikommen und ihr Noch jemand zugestiegen in den Raum werfen, dann muß man schon laut schreien oder wild mit den Händen fuchteln, um überhaupt wahrgenommen zu werden. Wer die Fahrkarte erst hervorkramen muß, hat jedenfalls keine Chance. Dafür verbringen sie dann schon mal eine halbe Stunde im letzten halben Wagen des Zuges: im Raucherabteil.

Während ich diese Zeilen schreibe (nein, nicht gerade jetzt, sondern letzten Sonntag beim Zugfahren), darf ich Bekanntschaft mit einem Exemplar der angenehmen Sorte machen: er klopft an die Abteiltür, bevor er eintritt, heißt mich (mit unüberhörbar hanseatischem Akzent) herzlich willkommen und bittet dann um meine Fahrkarte. Anschließend wünscht er mir noch gute Reise, und zwar so, als ob er das auch meint und nicht nur auswendiggelernt hat.

Davon dürfte es ruhig ein paar mehr geben!

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