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Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie sehr bei der Bahn die Arbeitseinstellung von Mitarbeiter zu Mitarbeiter differiert. Während die einen nach jedem Halt durch den Zug gehen‚ selbst dann, wenn die Bahnhöfe im Zehnminutentakt vorbeirauschen‚ Fahrkarten kontrollieren und dabei auch noch freundlich und kompetent sind, sieht es bei manch anderen eher düster aus: sie lassen sich eine geschlagene Stunde gar nicht blicken, und wenn sie dann im Wortsinne vorbeikommen und ihr Noch jemand zugestiegen in den Raum werfen, dann muß man schon laut schreien oder wild mit den Händen fuchteln, um überhaupt wahrgenommen zu werden. Wer die Fahrkarte erst hervorkramen muß, hat jedenfalls keine Chance. Dafür verbringen sie dann schon mal eine halbe Stunde im letzten halben Wagen des Zuges: im Raucherabteil.

Während ich diese Zeilen schreibe (nein, nicht gerade jetzt, sondern letzten Sonntag beim Zugfahren), darf ich Bekanntschaft mit einem Exemplar der angenehmen Sorte machen: er klopft an die Abteiltür, bevor er eintritt, heißt mich (mit unüberhörbar hanseatischem Akzent) herzlich willkommen und bittet dann um meine Fahrkarte. Anschließend wünscht er mir noch gute Reise, und zwar so, als ob er das auch meint und nicht nur auswendiggelernt hat.

Davon dürfte es ruhig ein paar mehr geben!

23:22 Kein Kommentar

von kirjoittaessani

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