Einträge mit dem Tag ‘Nacht’

Auf den Bergen ist es kühler als im Tal -- das weiß eigentlich jeder. Der Physikus mag sich zunächst fragen, wieso eigentlich: immerhin steigt warme Luft ja nach oben. Dann aber fällt ihm die adiabatische Expansion ein, und schon passen Theorie und Empirie wieder zusammen.

Hierzulande -- das heißt, ziemlich genau in der Mitte Deutschlands -- hält sich das mit den Bergen allerdings sehr in Grenzen. Der Brocken ist zwei Tagesmärsche weg und würde mit seinen gut 1100 Metern in den Alpen doch eher untergehen. Die stadtnahen Wälder liegen deutlich niedriger. Heute war ich doch sehr überrascht, daß bloße zweihundert Meter Höhendifferenz den entscheidenden Unterschied zwischen nassen Straßen und Eisglätte ausmachen können.

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Als vor gut einer Woche der Abendhimmel einigermaßen klar war, beschloß ich, meine neue Kamera (und das Stativ) einmal etwas ausführlicher zu testen, als das beim ersten Mal möglich war.

Als Schwachpunkt erwies sich dabei wieder die Nachführung: bei der Ausrichtung auf den Nordpol mußte ich grob peilen, weil der Polsucher[1] noch nicht geliefert ist. Außerdem habe ich auf die Nachführmotoren noch verzichtet; stattdessen habe ich von Hand gedreht, was natürlich nicht sonderlich exakt ist. Ich werde mich demnächst wohl nochmal in Kosten stürzen und die Motoren nachrüsten.

Nach ein paar Versuchen klappte es aber schon besser, und bei dieser Aufnahme in Richtung Schwan und Cepheus sieht man auf den ersten Blick schon recht schön punktförmige Sterne. Das liegt natürlich auch an der etwas geringeren Belichtungszeit von zwei Minuten.

Zugegeben, an der ästhetischen Qualität mangelt es noch: für den visuellen Eindruck wäre der eine oder andere Nebel ganz nett. Aber mit die Detailtreue auf der Aufnahme bis ich sehr zufrieden: schaut man sich die Ausschnittsvergrößerung links an und vergleicht mit der Sternkarte, so stellt sich heraus, daß Sterne bis etwa zur achten oder neunten Ordnung noch sichtbar sind. Das sollte auch für viele Neben ausreichen, zumal man die Belichtungszeit durchaus noch verlängern könnte.

Als nächstes Projekt möchte ich die Milchstraße in Angriff nehmen. Dazu müßte allerdings der Himmel noch etwas dunkler sein; am besten nehme ich eine etwas längere Anfahrt in Kauf und begebe mich in einer der umliegenden Täler, in denen das Licht der Stadt nicht so stört. Dann muß ich nur noch auf eine wolkenfreie Nacht warten...

[1] Das ist ein Fernrohr mit Fadenkreuz, mit dem der Polarstern anvisiert wird.

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Gestern abend habe ich die erste richtige Nachtaufnahme mit der neuen Kamera gemacht. Die Qualität ist -- verglichen mit der alten Kompaktkamera -- wirklich beeindruckend. Um echte Astrophotos machen zu können, fehlt noch ein bißchen Ausrüstung und auch etwas Übung: selbst bei einer Belichtungszeit von nur zweieinhalb Minuten hat sich der Große Wagen in eine Ansammlung von Strichen verwandelt.

Abhilfe schafft eine nachgeführte Kamera, die allerdings ein sauber ausgerichtetes Stativ voraussetzt. Mal sehen, was die nächsten Wochen ergeben.

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Nachtaufnahmen mit langen Belichtungszeiten interessieren mich ja schon länger. Ein Hindernis war immer das recht starke Rauschen der kleinen Sensoren, die in Kompaktkameras zum Einsatz kommen: selbst nach aufwendiger Nachbearbeitung, in der mehrere Bilder übereinandergelegt werden, läßt die Qualität zu wünschen übrig.

Deswegen suche ich schon länger nach einer digitalen Spiegelreflexkamera -- die werden nämlich mit größeren Sensoren hergestellt, die dann auch wenger rauschen. Bislang hat mich der Preis immer abgehalten. Vor ein paar Tagen habe ich dann doch eine Gebrauchte ersteigert. Das witzige ist nämlich: Profikameras für Preise jenseits von tausend Euro sind sehr gut; will man aber nur eine einfache Spiegelrefex haben, so sind die älteren Modelle rauschärmer als die aktuellen, die mit Gewalt zehn Megapixel oder mehr auf dem CCD unterbringen wollen.

Normale, bei Tage aufgenommene Bilder sehen schon ziemlich gut aus. Heute habe ich die ersten Nachtaufnahmen gemacht -- und die sind wirklich recht vielversprechend. Das Exemplar oben ist zwar furchtbar unscharf, aber auch ohne Nachbearbeitung[1] kaum verrauscht, obwohl die Belichtungszeit mit gut 100 Sekunden um ein Vielfaches über den fünfzehn Sekunden liegt, die meine alte Kompaktkamera maximal zugelassen hat.

Mal sehen, was die nächste Zeit noch an Motiven bringt; und wenn es mal wieder eine klare Nacht gibt, sind vielleicht auch ein paar Sterne dabei.

[1]Ausgenommen das übliche Rotieren und Beschnitt; außerdem habe ich die Helligkeit etwas angehoben.

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Kolme tornia (1)

Eigentlich ist das natürlich dreimal derselbe Turm — oder das, was die letzten paar hundert Jahr von ihm übriggelassen haben.

Kolme tornia (2)

Er steht hier jedenfalls ein bißchen verloren vor dem Wald herum, und da habe ich ihm mal einen nächtlichen Besuch abgestattet.

Kolme tornia (3)

Für das letzte Bild habe ich statt dreier elf Einzelbilder verwendet. Das Rauschen läßt dann schon deutlich nach, die Farbe allerdings auch. Jetzt sieht das ganze wie eine Postkarte aus den 50ern aus — was ja nicht unbedingt negativ sein muß.

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Kylää kohti

So sieht's ein Dorf weiter aus, nachdem die Sonne untergegangen ist.

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Heute war es endlich so weit: der Mond schien helle, und keine Wolken trübten den Himmel.
Eigentlich wollte ich nur zwei oder drei Aufnahmen machen, aber dann sind es doch ein paar mehr geworden. Verrauscht sind sie leider alle: ich glaube nicht, daß man bei einer Kompaktkamera viel dagegen tun kann, der Sensor ist einfach zu klein.
Mehr als 15 Sekunden kann ich auch nicht belichten, was doch zu knapp gewesen wäre — also habe ich drei Bilder übereinandergelegt.

Itään

Im ganzen bin ich recht zufrieden, obwohl die Farben ruhig etwas kräftiger sein dürften.

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kaupunki

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Unbekanntes Flugobjekt — auf dem Radar. Na gut, es ist dann doch bloß der Mond. Ich finde es aber immer wieder erstaunlich, wie gut unser Auge mit so einem großen Kontrastumfang klarkommt. Eine Kamera — zumal eine elektronische — kann da nicht annähernd mithalten.

UFO

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Regen

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