Einträge mit dem Tag ‘Mac’

Es ist eine stürmische Nacht, der Regen peitscht dir ins Gesicht, der Wind zaust die Alleebäume. Aus dem großen, alte Haus gellt ein Schrei, die Tür fliegt auf, und ein Mann stolpert blutüberströmt ins Freie. Du erhaschst einen Blick in die Diele, in der es aussieht, als habe eine Horde wilder Affen gewütet. Ein paar finster aussehende Gesellen bahnen sich einen Weg durch zertrümmerte Möbelstücke. Nichts wie weg hier!

Als du eine halbe Stunde später mit zwei Polizeibeamten wiederkommst, ist von dem blutigen Menschen nichts mehr zu sehen. Auf euer Klingeln antworten auch keine finsteren Gesellen, sondern ein distinguierter älterer Herr. Die Diele ist sehr sauber und mit sehr teuer aussehenden antiqarischen Möbeln eingerichtet.

Nein, Handgreiflichkeiten habe es hier nicht gegeben. Dies sei auch nicht Haus Nummer 13, sondern die 16. Die ungeraden seien auf der anderen Straßenseite. Da müssen Sie sich geirrt haben, mein Herr.

Kennt ihr das?

Ups. Meine Fantasie...

Aber mal im Ernst: als vor knapp zwei Wochen mein Twitter-Client anfing, etwas von Authentication zu faseln, habe ich noch an ein vorübergehendes Problem auf Serverseite gedacht. Ein paar Tage später gab es immer noch keine neuen Tweets, und ich habe mein Paßwort neu eingegeben -- kein Erfolg. Ein kurzer Gegentest: Auf twitter.com funktioniert es noch.

Vielleicht ist jetzt der Zeitpunkt, den Menüpunkt Check for new version auszuprobieren? Nein, meine Version ist die neueste. Noch ein paar Tage später probiere ich es dann auf der Homepage meines Clients. Die Domain ist durchaus noch registriert, nur zeigt sie jetzt auf ein Projekt zur Softwarequalitätskontrolle. Ich probiere noch die Suchfunktion, aber auch die verleugnet den armen Twitter-Client.

Nun ja, lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe mich nach einem Nachfolger umgesehen. Ich mag keine Adware, kein AIR, und in diesem Falle auch keine kommerzielle Software.

Für's erste bin ich bei Nambu gelandet.

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Dumme Gedanken

Immer, wenn ich in den letzten Tagen auf unser Betriebsgelände gekommen bin, mußte ich an Eis denken[1]: die festgefahrene Schneedecke sieht mit dem dunklen Splitt wie Stracciatella aus, und die dünne Schicht leicht dreckigen Schnees darüber hat fast genau die Farbe von Nußeis.

Musikalisch

Aber eigentlich wollte ich ja etwas ganz anderes erzählen, etwas über iTunes nämlich. Ich benutze dieses Programm zum Musikhören und zum Verwalten meiner Sammlung, außerdem für den einen oder anderen Podcast. Den Store habe ich bislang noch gar nicht benutzt, und meinen iPod verwende ich auch nur noch sehr selten -- im Grunde könnte ich also auch auf andere Software ausweichen. Allerdings funktioniert iTunes klaglos, ist gut ins System integriert (jedenfalls auf dem Mac), und eine echte Alternative kenne ich auch nicht[2]

Mißtöne

Trotzdem gibt es gelegentlich Punkte, die mich stören. Da ist zum einen einiges an Kleinkram, über den man aber ganz gut hinwegsehen kann. So läßt sich beispielsweise bei jedem futzeligen kleinen Tool die, äh, Toolbar[3] nach Lust und Laune den eigenen Vorstellungen anpassen; diese Funktion bringt das System mit, so daß der Anwendungsprogrammierer nur noch wenig Arbeit damit hat. Trotzdem geht es by iTunes nicht. Oder die Smart Playlists[4]: Mehrere Kriterien lassen sich logisch per und oder oder verknüpfen, aber nicht mit beiden[5]. Allerdings läßt sich dieses Problem (das ganz ähnlich auch bei Apple Mail besteht) durch Verschachteln von Smart Playlists ganz gut umgehen.

Bewertet

Zwei Sachen sind aber sozusagen etwas größer: der Umgang mit Alben, und das Bewertungssystem.
Letzteres ist sehr einfach -- und genau deshalb macht es auf mich den Eindruck, etwas lieblos an das Programm angeklatscht zu sein: man kann jeden Titel mit einem bis fünf Sternen bewerten. Die Sterne erscheinen dann in den Titellisten, und man kann sie von Smart Playlists auswerten lassen[6]. Das war es auch schon. Halt, eine Kleinigkeit gibt es doch noch: wenn man komplette Alben bewertet, dann wird diese Bewertung auf alle enthaltenen (unbewerteten) Titel übertragen, aber bei diesen erscheinen die Sterne nur als Umrisse. Umgekehrt wird die Bewertung eines Albums aus den Bewertungen der Einzeltitel berechnet[7].

So weit, so gut (oder auch nicht). Solch eine simple Bewertungsfunktion ist irgendwie auf dem Stand der neunziger Jahre[8] stehengeblieben. Meine Durchschnittsbewertung liegt knapp über vier[9] -- Noteninflation halt. Hier wäre Platz für ein grundlegend neues Konzept. Wie das genau aussehen soll, weiß ich auch nicht; aber die Grundidee ist, daß der Hörer keine absoluten Bewertungen mehr vergeben muß; stattdessen könnte man zum Beispiel verschiedene Titel gegeneinander bewerten, und das Programm berechnet daraus eine Gesamtbewertung. Oder die Titelbewertung baut sich langsam auf, und man gibt nach jedem Hören nur an, ob man den Titel gerade besser oder schlechter als seine Bewertung findet; diese wird dann in kleinen Schritten angepaßt[10]. Oder noch eine ganz andere Idee -- irgendeinem Programmdesigner wird schon etwas Schlaues einfallen.[11]

Albus, -a, -um

Jetzt muß ich mich, glaube ich, mal wieder als furchtbar altmodisch outen. Mit dem Durchbruch von mp3 und ähnlichen Formaten hat sich der Musikkonsum[12] wohl ziemlich auf Einzeltitel konzentriert. Das Album hat sich einigermaßen überlebt.

Naja, bei mir halt nicht. Ich bevorzuge es immer noch, ganze Alben zu hören -- für mich sind das Gesamtkunstwerke, da gibt es einen Spannungsbogen ganz ähnlich wie bei einem guten Buch, und manchmal wird sogar eine richtige Geschichte erzählt[13].

Nun ja, so ganz tot ist es auch wieder nicht: iTunes gruppiert Titel zusammen, die dem gleichen Album entstammen, und stellt das Coverbild neben der Titelliste dar. Außerdem kann man den Zufallsgenerator ("Shuffle") so einstellen, daß statt einzelner Stücke ganze Alben abgespielt werden. Schließlich gibt es noch die Bewertungsübertragung, von der ich oben schon geschrieben habe.

Trotzdem finde ich, daß man da noch einiges tun könnte: so benutze ich gerne Smart Playlists, um gut bewertete Titel zu suchen, oder solche, die ich länger nicht gehört habe. Oft finden sich dann aber wirklich nur einzelne Titel statt ganzer Alben: vielleicht habe ich letzte Woche mitten in einem Album aufgehört, und die letzten Titel sind jetzt zwei Wochen älter als die ersten; oder ich habe nicht alle Titel gleich bewertet, so daß ich jetzt nur einen Teil in der Fünf-Sterne-Liste wiederfinde.

Schön wäre es, wenn Smart Playlists besser mit Alben umgehen könnten; ich fände es zum Beispiel praktisch, eine Liste länger nicht gehörter Alben zu haben statt immer nur einzelne Titel.

[Edit: English]

  1. Will sagen, an Speiseeis; von der anderen Sorte gibt's derzeit eh genug.
  2. Wieder: auf dem Mac. Unter anderen Systemen mag das anders aussehen.
  3. Also der obere Bereich des Fensters, in dem gerne diverse Icons erscheinen, um häufige Befehle schnell ausführen zu können.
  4. Das sind automatische Zusammenstellungen von Musiktiteln anhand von Regeln.
  5. Also: ich kann nicht alle Titel auswählen, die ich besonders gut bewertet habe und die entweder aus den 70ern stammen oder Folk sind.
  6. Man könnte etwa eine Liste mit allen Titeln, die mindestens vier Sterne haben, erstellen.
  7. Wieder vorausgesetzt, daß man das Album nicht explizit selbst bewertet hat.
  8. Man könnte auch sagen: des vorigen Jahrhunderts.
  9. Bei Lovelybooks liege ich sogar bei 4,3 ...
  10. Falls das unklar war: ein neuer Titel hat meinetwegen eine Bewertung von 3. Nach dem ersten Hören sage ich der ist aber besser, und das Programm erhöht die Bewertung meinetwegen auf 3,5. Beim zweiten Mal finde ich ihn immer noch besser, und er rutscht auf 3,8 -- und so weiter in immer kleineren Schritten.
  11. Ich habe mich gleich mal in die Wunschliste eingetragen:

    What I would like to see in a future iTunes version is a truly innovative rating system. Instead of assigning a fixed number of stars per title, something that evolves as I build up my library and listen to music would be great.

    For example, once I have assigned preliminary stars to a new title, iTunes might allow me to compare it to other titles with a similar rating (say, while listening to the track). iTunes could then adjust its rating accordingly. Globally adjusting ratings in order to use the full spectrum of one to five stars might also be useful. Currently, the average rating in my library is slightly above four stars, however it is hard to correct this manually.

  12. Von Konzerten mal abgesehen.
  13. Und Vinyl finde ich toll. Nur das Laufwerk paßt nicht in meinen Rechner. Schnüff.
Kein Kommentarenglish

Unter Macintoshjüngern-Anwendern gibt es seit Wochen nur ein Thema: die neue Version des Betriebssystems, 10.6, offizieller Codename Snow Leopard, sollte diesen Herbst erscheinen.

Es ist dann doch etwas schneller gegangen als gedacht (ja, das kommt auch in der EDV manchmal vor) -- seit dem 28. August kann man das System käuflich erwerben.

Spätestens jetzt können Nichtmacianer aufhören zu lesen; alle anderen mag vielleicht interessieren, daß Apple die neue Version ganz freimütig mit 0 new features vorgestellt hat -- um dann einzuschränken, eines gebe es doch: die Unterstützung von Microsoft Exchange nämlich. Wer in einem größeren Unternehmen arbeitet, mag sich darob dankbar gen Cupertino verneigen; den Privatanwender dürfte das aber weniger interessieren.

Was ist also neu am neuen System? Alles soll irgendwie etwas schneller, schlanker, flüssiger geworden sein, liest man allerorten. Wer etwas fundierterer Informationen bedarf, dem sei der sehr ausführliche Artikel von Ars Technica ans Herz gelegt. Zugegeben, das war jetzt sehr viel Vorrede, nur um einen Link unterzubringen. Darum bringe ich jetzt noch den letzten Tip an, sich von den ersten zweieinhalb Seiten des Artikels (im ganzen sind es dreiundzwanzig!) nicht täuschen zu lassen -- sie sind bei weitem der Teil mit dem wenigsten Inhalt.

Und nun bin ich still, damit ihr in Ruhe lesen könnt.

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Mit iTunes kann man Musik hören. Ob das Programm nun gut oder schlecht ist, darüber kann man sicher streiten; ich finde es jedenfalls ganz praktisch.

Weil heute alles irgendwie vernetzt sein muß, erlaubt auch iTunes es, auf die Musiksammlungen anderer Rechner zuzugreifen. Dummerweise kann man Titel nur hören, aber nicht herunterladen -- technisch ist das ziemlicher Quark, aber da haben wohl die Rechteinhaber gedrängelt. Und noch etwas geht nicht: wenn andere Leute auf meine Bibliothek zugreifen, kann ich zwar sehen, wie viele; aber nicht, wer.

Ein kurzer Besuch bei der Suchmaschine meines Vertrauens[1] läßt mich jedoch wissen: wo die Applikation sich sperrt, hilft das Betriebssystem weiter. Bei Juretta finde ich einen netten Aufruf des Tools lsof, der meine Neugier befriedigt:

lsof -r 2 -n -P -F n -c iTunes -a -i TCP@`hostname`:3689

Leider bin ich noch nicht zum Testen gekommen, und der Eintrag von Stefan ist immerhin fast vier Jahre alt. Außerdem geht das so natürlich nur auf dem Mac, weil Windows lsof nicht kennt. Wer mag, kann sich ja eines der Windows-Tools daraufhin ansehen. Ein mögliches Problem: unter Unix ist fast alles eine Datei, auch Netzwerkverbindungen. Unter Windows mag das anders aussehen.

[1] Aus Prinzip ist das nicht Google -- die haben mir ein bißchen zu viel Marktmacht.

[Edit: Artikel vergessen]

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Mit Computern, so sagt man, kann man die seltsamsten Dinge erleben.

Ich finde es zum Beispiel seltsam, daß sich manche Programme nicht auf Festplatten, die zwischen Groß- und Kleinschreibung unterscheiden können, installieren lassen. Seltsam vor allem dann, wenn es sich nicht um Produkte irgendeines Sharewareprogrammierers handelt, sondern um eine Weltfirma (jedenfalls für Softwareverhältnisse) mit 3 Milliarden Dollar Jahresumsatz.

Deshalb habe ich den halben Sonntag mit dem vergeblichen Versuch verbracht, meiner Festplatte die groß-kleine Intelligenz abzugewöhnen, ohne danach alle Programme und sämtliche Daten von Hand wieder aufspielen zu müssen. Ein guter Teil des Montags ging dann dafür drauf, auf einer zweiten Partition ein zweites Betriebssystem zu installieren. Jedesmal neu booten zu müssen, nur um Photoshop zu starten, ist allerdings auch nicht so toll. Also werde ich mich wohl über die Feiertage mal mit Aryas Beitrag auseinandersetzen: durch Umbenennen von gut 60 Dateien kriegt man zumindest CS3 ans Laufen. Vielleicht klappt das ja auch mit CS4.

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Zur Abwechslung gibt es jetzt mal eine kurze Notiz eher technischer Natur: Der eine oder andere mag daran interessiert sein, Fotos mit Informationen über den Aufnahmeort zu versehen -- also Geotagging zu betreiben. Das mag der Wiederauffindbarkeit der eigenen Aufnahmen dienen, oder aber der Erhöhung der Informationsdichte im Web 2.0 (Flickr z.B. unterstützt Geotags).

Das Prinzip ist recht einfach: die Koordinaten, die man sich aus einer Karte (Papier oder online), oder aber mittels eines Navigationsgerätes besorgt, werden in Exif-Tags in der Bilddatei gespeichert. Im Prinzip benötigt man also nur ein beliebiges Programm, das Exif-Tags bearbeiten kann. Alternativ kann man die Bilder auch bei Flickr auf der Landkarte plazieren.

Allerdings ist diese Vorgehensweise (oder Workflow, wie das heutzutage heißt) auf die Dauer ziemlich arbeitsaufwendig. Viel einfacher wird die Sache, wenn man während der Fotoaufnahmen einen GPS-Empfänger mitlaufen läßt. Dann braucht man nur noch ein Programm, das anhand der Aufnahmezeitpunkte den Bildern Positionen zuordnet und die Geotags setzt.

Die Suche nach einen solchen Programm gestaltet sich natürlich etwas schwieriger, wenn man einerseits ein Nischenbetriebssystem verwendet und andererseits kommerzielle Software weitgehend meidet. Nachdem mich die Internetrecherche zu etlichen Programmen geführt hat, die für das falsche Betriebssystem geschrieben wurden, instabil liefen oder Geld kosteten, bin ich letztlich doch noch fündig geworden: mytracks von Dirk Stichling tut ziemlich genau das, was ich will; außerdem ist es unter der GPL veröffentlicht: man bekommt zu dem Programm auch den Quelltext und kann, falls nötig, selber schrauben.

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Notiz konnte nicht gesendet werden, sagte mein Telefon heute zu mir. Das ist nicht nett, denn ich benutze es oft als elektronisches Notizbuch; und diese Notizen (in diesem Falle eine längere Vokabelliste) möchte ich dann auch gern auf meinen Rechner übertragen. Nach Abtippen steht mir der Sinn in der Regel nicht, sonst würde ich ja Bleistift und Notizblock verwenden.

Nach einigem fruchtlosen Herumprobieren bin ich dann beim Macaholiq gelandet, und siehe da: kaum hat man die etwas versteckte Einstellung Bluetooth Sharing im Sharing-Kontrollfeld vorgenommen, klappt es auch.

[aina sekoitan toukokuu- ja lokakuu-sanoja...]

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Das wird jetzt vermutlich niemanden interessieren, aber irgendwo muß ich diesen wichtigen Tatbestand festhalten:

Wenn die Installation von gtk fehlschlägt, weil die libXrandr nicht gefunden wird, dann hilft möglicherweise dieser Befehl:

sudo ln -s /Developer/SDKs/MacOSX10.5.sdk/usr/X11/lib/libXrandr.2.0.0.dylib /usr/X11/lib

[via Goldenrod]

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Eine Kernel-Panic

Das regt mich auf. Sogar ziemlich.
Bliebe noch die Frage zu klären, warum das immer nur passiert, wenn ich online bin: Ist der ISDN-Treiber einfach beschissen mangelhaft programmiert, oder liegt es schlicht daran, daß ich fast immer online bin?

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