JUL
2010
Ist es sehr unnormal, das hier toll zu finden?
2 KommentareIst es sehr unnormal, das hier toll zu finden?
2 KommentareLexika sind gefährlich: es gibt lauter Querverweise, und wenn man ihnen folgt, kann man sich schnell verirren. Vor allem, wenn es sich um ein so riesiges Lexikon wie die Wikipedia handelt.
Heute bin ich auf bei Pratchett gestartet — eigentlich wollte ich nur wissen, wie Rincewind auf deutsch heißt — und über die Sprache Ook! bei den esoterischen Programmiersprachen gelandet. Einige davon kannte ich bereits: zum Beispiel Whitespace, bei der das gesamte Programm nur aus Leerzeichen, Tabulatoren und Zeilenumbrüchen besteht; oder die extrem spartanische Sprache Brainfuck.
Neu war mir dagegen Malbolge: diese Sprache ist sozusagen die achte Hölle für Programmierer, denn sie ist darauf ausgelegt, möglichst schwer beherrschbar zu sein. So hat es zum Beispiel zwei Jahre gedauert, bis das erste Malbolge-Programm entwickelt war. Wohlgemerkt: es geht hier nicht um irgendetwas Praxistaugliches, sondern um ein Mini-Programm, das nichts weiter tut als Hello World auszugeben.
Irgendwie bin ich außerdem bei eher unhandlichen mathematischen Konzepten gelandet, zum Beispiel bei der Ackermannfunktion: die Idee ist hier, eine möglichst schnell wachsende Funktion zu konstruieren. In der Praxis gelten exp(x) und die Fakultät (n!) schon als schnell wachsend, aber de Ackermannfunktion stellt diese noch in den Schatten, indem sie die Reihe a+b, a·b, ab, … sinnvoll fortsetzt.
Ja, und von dort war es auch nicht mehr weit bis zu den aberwitzig großen Zahlen. Ich rede hier nicht von so Winzigkeiten wie etwa der Zahl der Atome im Universum — im Netz findet man unter anderem die Schätzung 1078. Das ist zwar eine Eins mit 78 Nullen, aber die läßt sich ja mithilfe der in der Physik üblichen Exponentialschreibweise noch ganz kompakt darstellen. Zur Not paßt 1000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000 sogar ausgeschrieben noch in eine Zeile.
Grahams Zahl — laut Guinness’ Buch der Rekorde die größte in einem mathematischen Beweis verwandte Zahl — ist von anderem Kaliber. Man schreibt sie kurz als G64, wobei natürlich G noch definiert werden muß. Lange Erklärungen spare ich mir hier, nur soviel sei gesagt: G0=4, aber G1 ist bereits so groß, daß es sich auch in der Exponentialdarstellung nicht mehr aufschreiben läßt. G2 ist dann entsprechend viel gigantischer, und so weiter.
Gute Nacht!
[Edit: 1054<1078]
Kein KommentarHeute habe ich gelernt: auch Mathematiker kennen die Lange Gerade. Außerdem: die Sorgenfrey-Ebene ist total unzusammenhängend. Das habe ich mir nicht ausgedacht.
Kein KommentarHeute morgen semi-ausgeschlafen, dann die Eule von der Arbeit abgeholt. Auf dem Rückweg haben wir festgestellt, daß Runewars noch nicht verfügbar ist; dafür haben wir aber ein bißchen im Teeladen gestöbert. Und im Buchladen, aber das ist ja selbstverständlich
Wieder zu Hause stand der Besuch auch schon vor der Tür. Also erstmal Brunch, und dann –
eigentlich hatten wir uns ja auf Runewars gefreut, aber das hat die hither shore ja noch nicht erreicht; also war nach längerer Zeit wieder ein Ausflug zu den Old Ones angesagt.
Das hat Spaß gemacht, obwohl wir (und ganz Arkham) am Schluß leider einem Erdbeben zum Opfer gefallen sind. Eine Lawine erschiene mir gerade allerdings realistischer…
Hinterher haben wir Ally noch einen kurzen Besuch abgestattet.
So, und bevor ich hier über der Tastatur einschlafen, werde ich mich mal ins Bett begeben.
Kein KommentarDas Wort des Tages: Unbill. Außerhalb alter Texte (oder der Fantasy-Literatur) hört man es äußerst selten. Heute aber bat unser IT-Dienstleister, diese zu entschuldigen: ein zentraler Dienst ist vor Weihnachten ausgefallen, der Hersteller arbeitet immer noch an der Behebung des Problems.
Außerdem: Ich habe mich in einem Irrgarten aus Wenn-Dann-Abfragen verlaufen und ein Softwarepaket an zwei Stellen repariert, aber gleichzeitig an drei anderen kaputtgemacht. Bis die Reparatur dann getestet war, ging es schon stark auf acht zu. Naja, wer früh nach Hause will, sollte im Fenster mit den Build-Resultaten vielleicht ganz bis nach rechts scrollen. Dann sähe man nämlich die roten Balken.
Und: Während ich auf den Buildservice warte, bereite ich diesen Blogeintrag in einem TextEdit-Fenster vor. Das Programm mag aber den Satzanfang Naja nicht und ersetzt ihn automatisch durch Anja. Zum Glück kann man das abschalten.
Und zu guter Letzt: Der neue Mandelbulb-Film ist fertig. Es hat ein paar Wochen gedauert, ihn zu berechnen; aber für glatte Kanten und eine höhere Framerate hat ich der Aufwand gelohnt.
So, jetzt gibt erstmal Kaffee mit der tollsten Eule der Welt
Heute muß ich mich mal unbeliebt machen — aber mir spukt schon seit Mittag ein Physikerwitz im Hirn herum; und damit ich Ruhe habe, muß er jetzt hinaus. Nun haben ja gewöhnliche Physikerwitze schon die Eigenschaft, daß sie niemand versteht (außer den Physikern, aber von denen gibt es nicht so viele). Alle anderen schauen dann etwas verwirrt oder aber auch eher mitleidig drein. Dieser hier ist dazu auch noch — wenn man ihn versteht — fürchterlich flach. So, genug der Vorrede:
Frage: Wie lautet der zwölfte Hauptsatz der Thermodynamik?
Antwort: Es gibt kein Perpetuum Mobile zwölfter Art.
Was ist sonst heute passiert? Nicht viel. Aber der Herr Karlsson sagt, daß es zwei einfache Regeln zur Bildung des Partitiv Plural im Finnischen gibt: Wenn der Flexionsstamm im Singular auf einen (kurzen) Vokal endet, lautet die Partitivendung -a/-ä. Außerdem braucht man natürlich das -i- bzw. -j- für den Plural. Wenn der Flexionsstamm dagegen auf zwei Vokale endet (oder einen langen), verwendet man -ta/-tä, wieder mit dem Pluralkennzeichen.
Dazu kommen noch eine Feinheiten, aber das war es im wesentlichen.
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In Wirklichkeit war es ein Pfirsich…
Kein Kommentar • suomi