Kategorie ‘Kram’

Gut sieben Jahre ist es jetzt her, daß ich dieses Blog begonnen habe. Damals war es heißer als heute, das weiß ich noch. Seither ist viel passiert, nicht nur bei mir; auch die Blogs der alten Weggefährten (wenn man das so sagen kann) haben sich verändert oder sind verschwunden. Ich bin gespannt, was die nächsten sieben Jahre bringen.
Ansonsten: heute habe ich ein bißchen gelesen, meine Vokabeln beackert -- das halbe Jahr Pause ist noch deutlich zu spüren -- und einen Spaziergang gemacht. Ab Mittag haben wir (der Kleine und ich) uns dann zu Hause verschanzt.
Eben haben wir (die Eule und ich) noch ein Video gedreht, und jetzt ist Feierabend.
Erkenntnis der Woche: jetzt, da die Umstände mich nicht immer an den Rechner lassen, ist das Smartphone richtig wichtig geworden. Und: wußtet ihr, das Spaghetti brennen?

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So einen Erlebniszusammenwürfelpost hatten wir länger schon nicht mehr.

Beim Bodenwischen habe ich wieder mal festgestellt, daß der Geruch von Schmierseife ein starkes Zuhause-Gefühl bei mir auslöst. Keine Ahnung, warum.

Außerdem ist mir aufgefallen, daß mich Werbungswortwitz in den letzten Jahren mehr und mehr nervt. Keine Ahnung, ob das Zeug zunehmend verflacht, oder ob ich einfach alt werde. Aber Mobilität erfahren (auf einem Bus) finde ich einfach nicht lustig, (und das andere Beispiel habe ich glücklicherweise schon wieder vergessen).

Seit ein paar Tagen geistern mir Wohlordnungssatz, Auswahlaxiom und Zorn'sches Lemma[1] im Kopf herum. Die sind nämlich alle ein bißchen seltsam. Auslöser war übrigens ein Buch, das gar nichts mit Mathematik zu tun hat.

So, jetzt sind die Muffins alle, und ich geh ins Bett.

  1. alle drei äquivalent
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Der Winter ist da! Nachdem das Wochenende mit um die Null Grad unangenehm feucht war, ist es heute frostig und trockener. Außerdem erwartete mich neben der Haustür ein Päckchen: über's Wochenende ist der zweite Band von Pepys eingetrudelt! Ich hab's im Bus gleich ausgepackt ... Jetzt muß ich nur noch einen Monat aufholen, dann kann die Echtzeit-Lesung losgehen. Der Verkäufer hat übrigens nicht übertrieben, indem er den Zustand als sehr gut beschrieb -- das Buch sieht aus wie neu.

Im Institut angekommen, überrascht mich das Thermometer an der Pförtnerloge dann doch: --6°.

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(ohne Worte)

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Was ist denn heute los? Da standen doch tatsächlich kurz nacheinander zwei Leute mit Daten auf Disketten in der Tür.

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Weil ich spontan keine Lust auf Twitter habe, muß ich meine 160-zeichigen Belanglosigkeiten hier kundtun:

Es schneit. Dabei war doch gestern noch Herbst.

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Es ist eine stürmische Nacht, der Regen peitscht dir ins Gesicht, der Wind zaust die Alleebäume. Aus dem großen, alte Haus gellt ein Schrei, die Tür fliegt auf, und ein Mann stolpert blutüberströmt ins Freie. Du erhaschst einen Blick in die Diele, in der es aussieht, als habe eine Horde wilder Affen gewütet. Ein paar finster aussehende Gesellen bahnen sich einen Weg durch zertrümmerte Möbelstücke. Nichts wie weg hier!

Als du eine halbe Stunde später mit zwei Polizeibeamten wiederkommst, ist von dem blutigen Menschen nichts mehr zu sehen. Auf euer Klingeln antworten auch keine finsteren Gesellen, sondern ein distinguierter älterer Herr. Die Diele ist sehr sauber und mit sehr teuer aussehenden antiqarischen Möbeln eingerichtet.

Nein, Handgreiflichkeiten habe es hier nicht gegeben. Dies sei auch nicht Haus Nummer 13, sondern die 16. Die ungeraden seien auf der anderen Straßenseite. Da müssen Sie sich geirrt haben, mein Herr.

Kennt ihr das?

Ups. Meine Fantasie...

Aber mal im Ernst: als vor knapp zwei Wochen mein Twitter-Client anfing, etwas von Authentication zu faseln, habe ich noch an ein vorübergehendes Problem auf Serverseite gedacht. Ein paar Tage später gab es immer noch keine neuen Tweets, und ich habe mein Paßwort neu eingegeben -- kein Erfolg. Ein kurzer Gegentest: Auf twitter.com funktioniert es noch.

Vielleicht ist jetzt der Zeitpunkt, den Menüpunkt Check for new version auszuprobieren? Nein, meine Version ist die neueste. Noch ein paar Tage später probiere ich es dann auf der Homepage meines Clients. Die Domain ist durchaus noch registriert, nur zeigt sie jetzt auf ein Projekt zur Softwarequalitätskontrolle. Ich probiere noch die Suchfunktion, aber auch die verleugnet den armen Twitter-Client.

Nun ja, lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe mich nach einem Nachfolger umgesehen. Ich mag keine Adware, kein AIR, und in diesem Falle auch keine kommerzielle Software.

Für's erste bin ich bei Nambu gelandet.

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Ist es sehr unnormal, das hier toll zu finden?

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  • Fünf Stunden Schlaf sind definitiv zuwenig
  • Der Kalauer des Tages: Fluchtzwerg (auf einem Kleinwagen)
  • Außerdem: Go ist ein tolles Spiel. Wie schön, daß man es auch im Internet und mit Zeitversatz spielen kann.
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Lexika sind gefährlich: es gibt lauter Querverweise, und wenn man ihnen folgt, kann man sich schnell verirren. Vor allem, wenn es sich um ein so riesiges Lexikon wie die Wikipedia handelt.
Heute bin ich auf bei Pratchett gestartet -- eigentlich wollte ich nur wissen, wie Rincewind auf deutsch heißt -- und über die Sprache Ook! bei den esoterischen Programmiersprachen gelandet. Einige davon kannte ich bereits: zum Beispiel Whitespace, bei der das gesamte Programm nur aus Leerzeichen, Tabulatoren und Zeilenumbrüchen besteht; oder die extrem spartanische Sprache Brainfuck.

Neu war mir dagegen Malbolge: diese Sprache ist sozusagen die achte Hölle für Programmierer, denn sie ist darauf ausgelegt, möglichst schwer beherrschbar zu sein. So hat es zum Beispiel zwei Jahre gedauert, bis das erste Malbolge-Programm entwickelt war. Wohlgemerkt: es geht hier nicht um irgendetwas Praxistaugliches, sondern um ein Mini-Programm, das nichts weiter tut als Hello World auszugeben.

Irgendwie bin ich außerdem bei eher unhandlichen mathematischen Konzepten gelandet, zum Beispiel bei der Ackermannfunktion: die Idee ist hier, eine möglichst schnell wachsende Funktion zu konstruieren. In der Praxis gelten exp(x) und die Fakultät (n!) schon als schnell wachsend, aber de Ackermannfunktion stellt diese noch in den Schatten, indem sie die Reihe a+b, a·b, ab, ... sinnvoll fortsetzt.

Ja, und von dort war es auch nicht mehr weit bis zu den aberwitzig großen Zahlen. Ich rede hier nicht von so Winzigkeiten wie etwa der Zahl der Atome im Universum -- im Netz findet man unter anderem die Schätzung 1078. Das ist zwar eine Eins mit 78 Nullen, aber die läßt sich ja mithilfe der in der Physik üblichen Exponentialschreibweise noch ganz kompakt darstellen. Zur Not paßt 1000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000 sogar ausgeschrieben noch in eine Zeile.

Grahams Zahl -- laut Guinness' Buch der Rekorde die größte in einem mathematischen Beweis verwandte Zahl -- ist von anderem Kaliber. Man schreibt sie kurz als G64, wobei natürlich G noch definiert werden muß. Lange Erklärungen spare ich mir hier, nur soviel sei gesagt: G0=4, aber G1 ist bereits so groß, daß es sich auch in der Exponentialdarstellung nicht mehr aufschreiben läßt. G2 ist dann entsprechend viel gigantischer, und so weiter.

Gute Nacht!

[Edit: 1054<1078]

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