Einträge mit dem Tag ‘Geschichten’

Eigentlich ist das, was Tanja da bei Michael aufgelesen hat, kein Stöckchen. Jedenfalls steht es nicht dran. Ich konnte es aber trotzdem nicht liegenlassen.

Das ZDF hat eine Liste mit den hundert liebsten Büchern seiner Zuschauer erstellt. Da geht natürlich gleich das große Zählen los: wer hat wie viele davon gelesen? Ich komme auf achtzehn, das paßt erstaunlicherweise ganz gut zu den obengenannten.

  1. Der Herr der Ringe, JRR Tolkien
  2. Die Bibel
  3. Die Säulen der Erde, Ken Follett
  4. Das Parfum, Patrick Süskind
  5. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry
  6. Buddenbrooks, Thomas Mann
  7. Der Medicus, Noah Gordon
  8. Der Alchimist, Paulo Coelho
  9. Harry Potter und der Stein der Weisen, JK Rowling
  10. Die Päpstin, Donna W. Cross
  11. Tintenherz, Cornelia Funke
  12. Feuer und Stein, Diana Gabaldon
  13. Das Geisterhaus, Isabel Allende
  14. Der Vorleser, Bernhard Schlink
  15. Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe
  16. Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón
  17. Stolz und Vorurteil, Jane Austen
  18. Der Name der Rose, Umberto Eco
  19. Illuminati, Dan Brown
  20. Effi Briest, Theodor Fontane
  21. Harry Potter und der Orden des Phönix, JK Rowling
  22. Der Zauberberg, Thomas Mann
  23. Vom Winde verweht, Margaret Mitchell
  24. Siddharta, Hermann Hesse
  25. Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch
  26. Die unendliche Geschichte, Michael Ende
  27. Das verborgene Wort, Ulla Hahn
  28. Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt
  29. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse
  30. Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradley
  31. Deutschstunde, Siegfried Lenz
  32. Die Glut, Sándor Márai
  33. Homo faber, Max Frisch
  34. Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny
  35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera
  36. Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez
  37. Owen Meany, John Irving
  38. Sofies Welt, Jostein Gaarder
  39. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams
  40. Die Wand, Marlen Haushofer
  41. Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving
  42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez
  43. Der Stechlin, Theodor Fontane
  44. Der Steppenwolf, Hermann Hesse
  45. Wer die Nachtigall stört, Harper Lee
  46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann
  47. Der Laden, Erwin Strittmatter
  48. Die Blechtrommel, Günter Grass
  49. Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque
  50. Der Schwarm, Frank Schätzing
  51. Wie ein einziger Tag, Nicholas Sparks
  52. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, JK Rowling
  53. Momo, Michael Ende
  54. Jahrestage, Uwe Johnson
  55. Traumfänger, Marlo Morgan
  56. Der Fänger im Roggen, Jerome David Salinger
  57. Sakrileg, Dan Brown
  58. Krabat, Otfried Preußler
  59. Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren
  60. Wüstenblume, Waris Dirie
  61. Geh, wohin dein Herz dich trägt, Susanna Tamaro
  62. Hannas Töchter, Marianne Fredriksson
  63. Mittsommermord, Henning Mankell
  64. Die Rückkehr des Tanzlehrers, Henning Mankell
  65. Das Hotel New Hampshire, John Irving
  66. Krieg und Frieden, Leo N. Tolstoi
  67. Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse
  68. Die Muschelsucher, Rosamunde Pilcher
  69. Harry Potter und der Feuerkelch, JK Rowling
  70. Tagebuch, Anne Frank
  71. Salz auf unserer Haut, Benoite Groult
  72. Jauche und Levkojen , Christine Brückner
  73. Die Korrekturen, Jonathan Franzen
  74. Die weiße Massai, Corinne Hofmann
  75. Was ich liebte, Siri Hustvedt
  76. Die dreizehn Leben des Käpt’n Blaubär, Walter Moers
  77. Das Lächeln der Fortuna, Rebecca Gablé
  78. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Eric-Emmanuel Schmitt
  79. Winnetou, Karl May
  80. Désirée, Annemarie Selinko
  81. Nirgendwo in Afrika, Stefanie Zweig
  82. Garp und wie er die Welt sah, John Irving
  83. Die Sturmhöhe, Emily Brontë
  84. P.S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern
  85. 1984, George Orwell
  86. Mondscheintarif, Ildiko von Kürthy
  87. Paula, Isabel Allende
  88. Solange du da bist, Marc Levy
  89. Es muss nicht immer Kaviar sein, Johanns Mario Simmel
  90. Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho
  91. Der Chronist der Winde, Henning Mankell
  92. Der Meister und Margarita, Michail Bulgakow
  93. Schachnovelle, Stefan Zweig
  94. Tadellöser & Wolff, Walter Kempowski
  95. Anna Karenina, Leo N. Tolstoi
  96. Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski
  97. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas
  98. Der Puppenspieler, Tanja Kinkel
  99. Jane Eyre, Charlotte Brontë
  100. Rote Sonne, schwarzes Land, Barbara Wood
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Vor ein paar Monaten bin ich über die Fernsehserie Herr und Meister gestolpert: in dreiundzwanzig Folgen erzählen Hugh Laurie und Stephen Fry allerlei lustige Geschichten über den Dandy Wooster und seinen Diener Jeeves. Die Serie basiert auf einer Reihe Bücher, die P.G. Wodehouse zwischen 1919 und 1974 (!) geschrieben hat.
Der Herr, das ist Bertram Wooster: er (oder zumindest seine Familie, in der Regel repräsentiert durch zwei Tanten) ist reich genug, um niemals einem Broterwerb nachgehen zu müssen. Er ist auch faul genug, um keinem besonderen Steckenpferd zu frönen, kein Ehrenamt zu bekleiden, oder sonstwie seine Zeit zu verbringen. Kurz: er läßt den Tag einfach an sich vorüberziehen, wenn er nicht gerade einer familiären Verpflichtung nachkommt oder einem seiner Freunde aus der Klemme hilft.
Der Meister, das ist Jeeves: Woosters Diener ist hochgebildet, weiß alles, kann alles, und ist nicht aus der Ruhe zu bringen.

‘Is Lord Pershore in, Jeeves?’
‘No, sir.’
‘Do you expect him back to dinner?’
‘No, sir.’
‘Where is he?’
‘In prison, sir.’
‘In prison!’
‘Yes, sir.’
‘You don’t mean — in prison?’
‘Yes, sir.’

Wooster mag im Gegensatz dazu etwas simpel erscheinen, aber das stimmt nicht wirklich: eigentlich kann er es sich bloß leisten, nicht nachzudenken — dumm ist er keineswegs. Allerdings: wenn es darum geht, sich, seine Freunde oder Verwandten aus einer mißlichen Lage zu befreien — das wiederkehrende Motiv der Geschichten — dann verläßt Bertie sich besser auf Jeeves’ Geistesblitze als auf seine eigenen Ideen. Sei es eine ungeliebte Verlobung, die es zu lösen gilt (natürlich ohne daß der betreffende Herr diesen Schritt selbst unternimmt), zerbrochene Bande, die wiederhergestellt werden wollen, oder das Abwerben von Hauspersonal: Jeeves hat immer die passenden Kniffe parat.

‘Mr Bickersteth called to see you this evening, sir, while you were out.’
‘Oh?’ I said.
‘Twice, sir. He appeared a trifle agitated.’
‘What, pipped?’
‘He gave that impression, sir.’

Die Spannung beziehen die Geschichten dabei weniger aus der Handlung, sondern vielmehr aus den Gegensätzen der beiden Hauptakteure, die doch so gut zueinander passen: beide sind sehr britisch, in der Oberschicht zu Hause; doch während Jeeves ruhig, stets korrekt und mit distinguierter Sprache auftritt, ist Wooster begeisterungsfähig, fahrig und schnodderig: er pflegt eine sehr einfallsreiche, saloppe Jugendsprache, die Verwandtschaft und Gäste regelmäßig empört (wenn sie ihn denn verstehen), der man seine gesellschaftliche Stellung aber durchaus anhört. Das versteht der Autor so gut und humorvoll umzusetzen, daß mich schon die Sprache allein begeistert. Ich muß gestehen, daß die Handlung dabei für mich oft im Hintergrund bleibt, obwohl ich die Streifzüge durch die höhere Gesellschaft durchaus nicht uninteressant finde.

Carry On, Jeeves, das ich gerade beendet habe, ist für mich — sieht man von der Fernsehserie einmal ab — erst die zweite Begegnung mit Jeeves und Wooster, aber sicher nicht die letzte. Um Nachschub brauche ich mir zum Glück keine Sorgen zu machen: dafür sorgt schon die Eule, die immer wieder mit einem verzückten Gesichtsausdruck und einem neuen Band vor mir steht.

‘Jeeves,’ I said, ‘this is a time for deeds, not words. Pack — and that right speedily.’
‘I have packed, sir.’
‘Find out when there is a train for Cambridge.’
‘There is one in forty minutes, sir.’
‘Call a taxi.’
‘A taxi is at the door, sir.’
‘Good!’ I said. Then lead me to it.’

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  • Kalauer des Tages: Unfall auf der Datenautobahn. Zwei Schwervernetzte. [via dasgenie/peterglaser]
  • Und ewig lockt die Sprache — im Economist gibt es einen schönen Artikel darüber, daß Englisch nicht schwierig ist, und was an Fremdsprachen so fasziniert. [via Finja]
  • Ich bin immer noch auf der Suche nach einem Kinderbuch, das ich vor langer Zeit aus der Stadtbibliothek ausgeliehen und begeistert gelesen habe. Leider weiß ich weder Auto noch Titel, und auch von der Handlung ist mir nur im Kopf geblieben, daß ein paar Kinder Zaubertränke brauen, die sie Gebubbel nennen. Sachdienliche Hinweise nimmt keine Polizeidienststelle entgegen, dürfen aber gerne in die Kommentare geschrieben werden.
  • Die Silvesterplanung steht. Ich freu mich schon drauf :-)
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Es gibt wohl kein Buch, das ich so häufig gelesen habe wie Tolkiens Herrn der Ringe. Und jedesmal, wenn ich im Vierten Buch angekommen bin, wird das Lesen zäh. Nach den lauschigen Wäldern, weiten Wiesen und irgendwie heimeligen Bergen von Rohan springt die Erzählerperspektive plötzlich zu den Sümpfen und Aschenbergen von Mordor, und die erschweren eben nicht nur unseren Hobbits das Fortkommen; der Leser kämpft genauso, und wenn man den Berichten von Christopher Tolkien glauben darf, dann hat es auch der Autor dort nicht leicht gehabt.

Deshalb habe ich kurzerhand beschlossen, aus der Not eine Tugend zu machen und eine kleine Pause einzulegen; die kommt mir nämlich sehr gelegen, um meine kräftig gewachsene Vokabelliste abzuarbeiten.

Ach ja, und vielleicht schaffe ich es bei der Gelegenheit auch, den Stapel der gerade gelesenen werdenden Bücher[1] etwas zu verkleinern. Von den ungelesenen, die gerade zu Weihnachten stark zuzunehmen pflegen, will ich lieber schweigen. So viele Bücher, so wenig Zeit.

[1]Der deutschen Sprache fehlt eindeutig ein Partizip Präsens Passiv. Man könnte dazu etwa die Merkmale des P. Präsens Aktiv und des P. Perfekt Passiv in geeigneter Weise kombinieren; z. B. so: gelesend — P. Pr. Pass. bzw. lesen — P. Perf. Akt. Also: der Stapel der gelesenden Bücher (im Ggs. zu den bereits gelesenen Büchern). Wenn ich ein Buch zur Seite gelegt habe, bin ich demnach auch nicht mehr ein lesender, sondern nur noch ein lesener Blogger.

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Vor ein paar Tagen sind wir mit dem Buch Alles für den Kater von Eva Berberich fertig geworden. In diesem Falle heißt wir sind fertiggeworden, daß wir uns das Buch gegenseitig kapitelweise vorgelesen haben. Nun ja, in letzter Zeit habe ich hauptsächlich gelesen, und die Eule hat zugehört.

Für eine “richtige” Rezension fehlt mir, glaube ich, der Inhalt.
Trotzdem möchte ich ein paar Worte loswerden: das Buch enthält kleine Geschichten über das Zusammenleben mit einem Kater. Wer selbst eine Katze hat (oder hatte), dem wird vieles bekannt vorkommen. Zugegeben, die Katzen, die ich bisher kennengelernt habe, konnten alle nicht sprechen. Aber wenn sie es denn könnten, dann sprächen sie ganz ähnlich wie Mephistopheles (kurz: Stoffele), Hauptfigur des Buches: phantasievoll, sehr von sich eingenommen, aber doch irgendwie anhänglich.
Großen Tiefgang habe ich dort nicht entdeckt, aber die Geschichten sind schön geschrieben. Außerdem eignen sie sich aufgrund ihrer Länge — fünf bis zehn Seiten pro Kapitel, groß gedruckt — hervorragend zum Vorlesen.

Miau.

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Mir ist gerade aufgefallen, daß ich hier schon länger nichts mehr geschrieben habe. Da kam es mir zupaß[1], daß ich heute zufälling auf eine schicke Webseite gestoßen bin: bei tvtropes gibt es eine augenscheinlich recht umfangreiche Sammlung von verbreiteten Motiven[2] aus Film, Literatur und Computerspielen. Zu jedem Eintrag gibt es eine Erklärung und eine Reihe von Beispielen. Das beste daran ist aber: die Erklärung ist kräftig mit Links auf andere Einträge versetzt, so daß man sich schmökernd quer durch das ganze Lexikon klicken kann.

Da ist es fast schon als Glück zu bezeichnen, daß ich während der Arbeitszeit über die Seite gestolpert bin. Andernfalls hätte ich wieder viel zu viel Zeit auf der Seite verbracht.

Also: Surfbefehl! (Oder heißt das: Klickbefehl?) Ein guter Einstieg ist zum Beispiel dieser hier.

[1] Das Wort wird im allgemeinen sehr vernachlässigt.

[2] Man könnte auch Meme sagen, obwohl das nicht ganz paßt.

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Foundation nach fünfzehn Jahren noch einmal zu lesen, war ein seltsames Gefühl: das Buch ist natürlich dasselbe geblieben, der Rezipient aber nicht. Was mir am deutlichsten aufgefallen ist: die Welt der Foundation fühlt sich klein an. Von der Zivilisation, die eine ganze Galaxis besiedelt, von der gigantischen Hauptstadt Trantor, die einen ganzen Planeten umfaßt, wird zwar erzählt; aber ein Gefühl für die Größe fehlt mir.
Die Grundzüge der Handlung sind schnell erzählt: Hari Seldon hat die Psychologie zu einer exakten Wissenschaft gemacht, indem er Statistik auf menschliches Verhalten anwandte — ganz analog zur statistischen Mechanik, die das Verhalten von physikalischen Vielteilchensystemen beschreibt.
Dabei entdeckt Seldon, daß das galaktische Reich sich im Zerfall befindet.

And after the Fall will come inevitable barbarism, a period which, our psychohistory tells us, should, under ordinary circumstances, last for thirty thousand years. We cannot stop the Fall. We do not wish to; for Imperial culture has lost whatever virility and worth it once had. But we can shorten the period of Barbarism that must follow—down to a single thousand of years.

Um das barbarische Zeitalter, das dem Zerfall des Reiches folgt, zu verkürzen, gründet er unter einem Vorwand eine neue Zivilisation am Rande der alten; diese manipuliert er mit Hilfe seiner Theorie so, daß sie den Grundstein für den Aufstieg einer neuen Hochkultur legt.
Mit der Bewertung dieses klassischen Asimov-Titels tue ich mich recht schwer: das Thema halte ich für sehr gelungen, die Idee der Psychohistory ist gerade aus den Augen eines Naturwissenschaftlers betrachtet geradezu genial. Als das Werk Anfang der fünfziger Jahre erschienen ist, muß es visionär gewesen sein.
Aus heutiger Zeit scheinen allerdings die Fünfziger doch recht deutlich zwischen den Zeilen durch.

Auf einer Skala von eins bis fünf möchte ich es mit drei bis vier Sternen bewerten und entscheide mich letztlich dafür, es im Kontext seiner Zeit zu sehen und den letzten halben Stern noch aufzurunden. Für SF-Interessierte ist das Buch sicherlich Pflichtlektüre; wer mit dem Genre nicht soviel anfangen kann, findet hier solide hard SF, die dennoch für Mainstream-Leser zugänglich bleibt.

[lovelybooks]

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Amongst by books, there are several that have been waiting for quite some time to be read. There are one or two I have started, but did not make much progress with.

But Brian Greene’s Fabric of the Cosmos was among those I did not really look forward to in the first place. By now, I have finished it, and I have to admit there was no reason to hesitate all the time.

In his book, Greene tackles the question of what time and space really are — are they things, a something; or are they only a mathematical construct that enables us to talk about the relationship between things (whether they are subatomic particles whole galaxies)? This is not a philosopical treatise (for the most part), but quite down-to-earth physics. The author is very successful at relating this physics: the book is quite accessible to non-experts, without being shallow; physicists may be able to learn something new as well.

Starting with classical mechanics’ notion of space and time, Greene explains relativistic spacetime and proceeds to string and M-theory, teasing out along the way how physics treats the texture of reality. I was surprised to learn that for instance the origin of the arrow of time[1] is much more complex than I had thought: the second law of thermodynamics is not sufficient to explain it.

In looking at the different theories, the author is also delineating a history of physics  — much like Singh did for mathematics. This history, in turn, is very well suited to get an overview of physics.

[1] The question is: What is the difference between tomorrow and yesterday? Almost all physical laws are symmetric with respect to past and future, so that phenomena may take place forward as well as backwards. Nevertheless, we can easily tell whether any of a number of macroscopic phenomena is running in reverse: a glass may break, but shards to not spontaneously combine to form a glass; we remember the past, but not the future.

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Splendidly discursive sei David Crystals By Hook or By Crook, so wird der Independent auf dem Umschlag zitiert; und das trifft den Kern ziemlich gut: der Autor fährt im Auftrag der BBC durch England (und Wales), um über die verschiedenen regionalen Dialekte zu berichten. Der Leser erfährt darüber hinaus alles, was ihm bei der Fahrt einfällt — manchmal sind es die Herkunft von Orts- oder Kneipennamen; aber oft genug spinnt er eine Assoziationskette, die irgendwo enden kann: bei einer Fernsehserie oder auf einem anderen Kontinent zum Beispiel.
Diesen Erzählstil muß man natürlich mögen, wenn einen die Lektüre nicht in den Wahnsinn treiben soll. Andererseits kann man das Buch durchaus längere Zeit beiseite legen, denn einen Faden, den zu verlieren man fürchten müßte, gibt es ja nicht.
Mir hat das Buch ganz gut gefallen, aber irgendwann fing es doch an, sich etwas zu ziehen — zweihundert Seiten hätten es in meinen Augen auch getan. Das mag allerdings anders aussehen, wenn man einige Zeit in England verbracht und eine Beziehung zu den Orten hat, die Crystal in seiner Journey in Search of English besucht.

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Jetzt, da ich Neal Stephensons jüngstes Werk Anathem durchgelesen habe, wird es Zeit, eine Rezension zu schreiben. Ich muß zugeben, daß ich mich damit schwer tue, und viel besser als der Klapptisch-Eintrag wird sie wohl nicht werden. Gänzlich unmöglich scheint mir eine Diskussion, die zukünftigen Lesern die Spannung erhält: Anathem lebt davon, daß man die Welt bei der Lektüre entdeckt.

Der Autor hat dem Text eine Einführung vorangestellt, die auch einen kurzen historischen Abriß enthält; er ermutigt erfahrene Leser aber, diese zu überspringen:

If you are accustomed to reading works of speculative fiction and enjoy puzzling things out on your own, skip this Note.

Auf den folgenden gut neunhundert Seiten folgen wir dem Erzähler, Erasmas, auf seinen Wegen durch eine seltsame Welt: eine Welt, in der Wissenschaftler in Klöstern leben, in denen sie fast keinen Kontakt zur Außenwelt haben; in der viele bekannte Konzepte unter unbekannten Namen auftauchen; in der das weltliche Leben (sæculum) seltsam verflacht und ungebildet erscheint.

Außerdem folgen wir Erasmas auch auf seinen Streifzügen durch die Metaphysik. An dieser Stelle wird es dann etwas anstrengender: zum einen, weil ich mich nicht sehr gut mit Metaphysik auskenne, und die mit den Theorien verknüpften Namen in Erasmas’ Welt nicht mit den bei uns bekannten übereinstimmen; zum anderen, weil hier vieles zwischen den Zeilen gesagt wird, und man deshalb sehr genau lesen muß, um den Faden nicht zu verlieren.

(An dieser Stelle schiebe ich eine Spoilerwarnung ein — wer Anathem noch lesen möchte und dabei Wert darauf legt, Welt und Handlung zu entdecken, sollte jetzt nicht unbedingt weiterlesen.)

Man kann die Teile des Romans, die die Diskussion über Metaphysik beschreiben, natürlich als Technobabble sehen und einfach überlesen. Ob das, was dann von der Handlung noch übrigbleibt, die Lektüre noch wert ist, darf aber bezweifelt werden: eine halbwegs interessante Reise — sozusagen ein Roadmovie in Buchform — immer wieder unterbrochen von längeren Dialogen, und ein recht konfuses Ende lohnen die gut neunhundert Seiten wohl nicht.

Doch nun hinfort mit vagen Andeutungen und her mit einer Inhaltsangabe: Irgendwann in der Vergangenheit ist der Gesellschaft auf Arbre — so heißt der Planet — aufgefallen, daß schlimme Dinge passieren können, wenn schlaue Menschen zu viele Werkzeuge in der Hand haben: Neutronenbomben zum Beispiel. In der Folge haben sie ihrer geistigen Elite nach und nach fast alles weggenommen, und der moderne Avout lebt in einer klosterähnlichen Gemeinschaft (Math), in der er nur drei Dinge besitzt: Bolt (Kutte), Chord (Gürtelschnur) und Sphere (eine in der Größe veränderliche Kugel, die unter anderem als Sitzgelegenheit dient). Aufgrund ihrer Abgeschiedenheit werden den Avout in der weltlichen Gesellschaft alle möglichen und unmöglichen Eigenschaften angedichtet; nehmen sie doch je nach Math nur einmal pro Jahr, Jahrzehnt, Jahrhundert oder gar Jahrtausend Kontakt mit der Außenwelt auf.

Die Geschichte beginnt kurz vor Apert, dem zehntägigen Öffnen der Außentür in Erasmas’ Math: es herrscht verständlicherweise einige Aufregung, und als der Tag gekommen ist, nimmt man die Gelegenheit wahr, sich die Welt extramuros anzusehen und Verwandtenbesuche zu machen. Nach Ablauf der zehn Tage findet man wieder in den gewohnten Gang der Dinge zurück.

Der ändert sich, als auf Befehl der Inquisition das Observatorium der Math ohne weitere Erklärung geschlossen wird. Solchermaßen herausgefordert, bemühen sich einige der Avout nach Kräften, den Grund der Geheimniskrämerei herauszufinden. Sie machen schließlich ein außerirdisches (oder außer-arbrisches) Raumschiff ausfindig, doch noch bevor sie dazu wesentlich mehr in Erfahrung bringen können, wird eine ganze Reihe von ihnen durch einen Ritus namens Voco aus der Math in die säkulare Welt gerufen. Dies geschieht üblicherweise, wenn die Regierung einen bestimmten Experten benötigt; doch in diesem Falle gibt es gar ein Convox, eine Art Konferenz, an der Avout aus der ganzen Welt teilnehmen. Auf diesem Convox soll in der Tat diskutiert werden, wie man mit der bislang noch unbekannten Raumschiffbesatzung, für die sich die Bezeichnung Geometer eingebürgert hat, umgehen soll.

Erasmas folgt einem Rat des geheimnisvollen Fraa Jad, einem Millenarian, und reist nicht direkt, sondern auf Umwegen zum Konferenzort. Auf dem Weg dorthin lernt er bereits einiges über Metaphysik (“Metatheorics“), das dann später noch vertieft wird. Insbesondere wird eine Erweiterung der Kantschen Ideenlehre präsentiert, derzufolge es nicht nur eine Welt der Ideen und eine der Gegenstände gibt, sondern ein komplexes Netz von Welten, von denen einige “idealer”, andere “gegenständlicher” sind, so daß die Gegenstände unserer Welt die Ideen einer anderen sein können.

Doch damit nicht genug: das menschliche Bewußtsein, so wird behauptet, hat die Gabe, Verbindung mit anderen Welten aufzunehmen; wenn wir uns eine fiktive Situation vorstellen — es könnte jetzt etwa an der Tür klingeln, und ich würde diesen Text beenden, um Besuch zu empfangen — dann beobachten wir eigentlich eine reale Situation in einer anderen Welt.

Schließlich wird noch von zwei sagenumwobenen Gruppierungen berichtet, deren Existenz jedoch höchst zweifelhaft ist: die Rhetoren können durch Manipulation von Aufzeichnungen die Vergangenheit beeinflussen; die Incanter besitzen eine besonders ausgeprägte Verbindung zu anderen Welten und nutzen diese, um die Gegenwart zu verändern.

Im letzten Teil des Buches stellt sich heraus, daß alle diese Überlegungen mit ziemlicher Sicherheit zutreffen: die Geometer sind in Wirklichkeit ein recht bunter Haufen, sie stammen aus vier verschiedenen Welten, die Arbre alle recht ähnlich, aber doch nicht gleich sind. Als eine kleine Gruppe, zu der auch Erasmas gehört, schließlich in eine Umlaufbahn geschossen wird, um das fremde Raumschiff zu erkunden, geht es wirklich drunter und drüber: während ihrer Mission haben die frischgebackenen Astronauten seltsame Träume und Gedächtnislücken. Sind hier etwa Incanter am Werk? Es sieht ganz so aus. An Bord des fremden Raumschiffs geht es noch einmal hoch her, doch nachdem sich das Knäuel der Weltlinien gelöst hat, wird ein Friedensvertrag unterzeichnet.

An dieser Stelle wäre die Geschichte zu Ende, doch eine Frage läßt unsere Helden nicht los: was ist mit Fraa Jad? Ist er wirklich schon gestorben, bevor es richtig losging? Haben wir ihn nicht eben noch… Offenbar sind auch die Rhetoren nicht faul gewesen, und man weiß nicht mehr so recht, wem man trauen darf.

Zu guter Letzt wagt Arbre einen Neuanfang und hebt die alte Trennung von Säkulum und Maths auf. Der Schritt scheint nicht unbedingt folgerichtig, doch ich denke, hier hülfe es, das Buch erneut zu lesen. Das ist auch das größte — das einzige — Problem, das ich mit  Anathem habe: es ist ein gutes Buch, aber auch schwer verdaulich. Um es wirklich zu verstehen, müßte ich es ein zweites Mal lesen. Und bevor ich das tue, müßte der Stapel der ungelesenen Bücher erst etwas schrumpfen.

Der Leser möge die Länge dieser Rezension entschuldigen — für eine kürzere fehlen mir leider die Fertigkeiten.

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