Kategorie ‘rautatie’

Es ist ja schon einigermaßen absurd, wenn wegen eines dreistündigen Streiks im Nahverkehr den ganzen Tag über Fernzüge ausfallen. Aber ganz ehrlich: mir ist ein eingeschränktes Angebot, mit dem ich planen kann, allemal lieber als Chaos unterwegs.

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Die Bielefeld-Verschwörung behauptet, daß die Stadt Bielefeld gar nicht existiere. Das sehe der erstaunte Zuhörer leicht daran, daß er noch nie in Bielefeld war und auch niemanden kenne, der je dort gewesen ist. Wer anderes behauptet, ist schlicht Teil der Verschwörung.Wer mal mit dem Zug in Bielefeld hält, kann es fast glauben: der neue, sehr kleine Bahnhof sieht aus, als sei er einfach so mitten ins Nichts gebaut; niemand steigt ein oder aus; und die zwei, drei Gebäude, die man sieht, machen zwar teils einen neuen, aber allesamt einen verlassenen Eindruck.

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Für die Meteorologen fängt morgen der Herbst an; vor dem Fenster zieht die feuchte Landschaft unter einer grauen Wolkendecke vorbei. Es ist ein bißchen neblig und schon recht dunkel.
Zum Zugfahren ist das wunderbares Wetter.Draußen wechseln Wälder und Felder, Hügel und Häuser; drinnen Budapest und die Wallachei.

Wochenende.

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Das verlängerte Wochenende neigt sich dem Ende zu. Unter den nachmittäglichen Wolken sind wir inzwischen weggefahren, und durch das Zugfenster scheint die Abendsonne.

'Herr Paul, I know who was in your zimmer this afternoon.'

Auf den Seiten vor mir reise ich durch Frankreich und Osteuropa; ich erinnere mich an meinen Besuch in Budapest vor fünfzehn Jahren.
Seltsam, daß sich manche Bücher kaum besser als im Zug lesen lassen - es sei denn in einem Cafe in Istanbul oder eben Budapest.

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Seltsam, wie unterschiedlich eine Zugfahrt wirken kann, wenn man zu verschiedenen Zeiten reist. Die Rückfahrt am Sonntagabend, im spärlich besetzten Zug in die Dämmerung hinein, hat immer ein deutliches Gefühl der Reise in mir erweckt. Ich muß dann oft an Romane und Erzählungen denken, die in Zügen spielen -- auch wenn ein ICE durch Deutschland nicht der Orient-Express ist.
Jetzt, am Montagmorgen, ist das ganz anders: man fährt halt zur Arbeit, und ob das in der Straßenbahn oder dem Zug passiert, ist einerlei.
Daß der Zug ziemlich voll ist, mag eine Rolle spielen, aber da ist noch etwas anderes; etwas, das einfach in der Tageszeit liegt und auch in mir selbst.Seltsam.

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Holgi fährt Zug. Ich auch. bei mir sind es zwar eher 400 km im Monat, aber auch die sind zuviel, als daß ich sie unfreiwillig im Qualme verbringen möchte.

Ein Witz der ganz besonderen Art sind ja diese zweigeteilten ICE-Wagen: eine Hälfte Raucher, eine Hälfte Nichtraucher. Dazwischen gibt es eine Trennwand mit einer klapprigen Schiebetür, die schon im geschlossenen Zustand alles andere als dicht ist. Wenn jemand sie benutzen will, öffnet und schließt sie sich aufreizend langsam. Wenn sie defekt ist oder der Zug gerade eine ungünstige Kurve fährt, schließt sie sich auch schonmal gar nicht.

Diese Tür scheint mit dem Online-Reservierungssystem der Bahn unter einer Decke zu stecken: ich bekomme nämlich grundsätzlich einen Platz direkt neben dieser Tür zugewiesen.

Ganz nett zu lesen ist übrigens noch das hier.

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Und wieder ist eines der großen Rätsel der Menschheit gelöst: was machen eigentlich die Leute, die sommers im ICE Eis verkaufen (den Kalauer spare ich mir jetzt mal), im Winter?
Brezeln verkaufen.

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Tja, ab sofort befinde ich mich wohl auch im Bahnwahn. Es fängt auch schon gleich gut an: warum ist meine Bahncard, die ja online eigentlich nach sieben Tagen fertig sein soll, nach fast zwei Wochen immer noch nicht da? Und warum ist mein Konto trotzdem belastet worden? Fragen über Fragen. Ich habe noch eine: Warum geht ausgerechnet bei meiner Tür — naja, jedenfalls bei der Tür, aus der ich aussteigen will — die Verriegelung nicht auf? Warum merke ich das erst so spät, daß ich drinnen bleiben darf? Was ein Glück, daß der nächste Bahnhof nicht hunderte Kilometer entfernt war und es sich zudem um eine Hauptstrecke mit dichter Zugfolge auch in Gegenrichtung handelte…

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