Archiv vom Januar 1st, 2007

Gestern bin ich zu spät aufgestanden, um noch zum Bäcker zu gehen. Das war nicht so schlimm, ich hatte noch ein Stück Streuselkuchen im Gefrierfach und einen Stollenstern von letzter Woche; damit kann man schon einen sonntagswerten Tee machen.

Heute feiern die Bäcker allerdings allesamt Neujahr, da hilft auch früh aufstehen nicht. Beim Frühstück bin ich nicht so anspruchsvoll, da tut es ein Kanten Brot aus dem Tiefkühlfach (welch segensreiche Erfindung) und der allerletzte Rest Wurst.

Nachmittags wird's schwieriger. Ich mache erstmal Inventur:

  • knapp 100g Mehl
  • ein Ei
  • eine angebrochene Flasche Milch, vergammelt
  • keine Butter (die ist beim Frühstück draufgegangen)
  • eine Tüte Trockenhefe
  • diverse Sorten Zucker
  • Stärkemehl (angebrochen)
  • Marmelade

Das reicht immerhin zu einer Art süßem Hefebrötchen, wenn ich das Mehl mit Stärke strecke und Wasser statt Milch nehme. Der Teig mag zwar nicht so recht aufgehen, aber nach einer knapen halben Stunde im Ofen ist das Resultat wider Erwarten einigermaßen locker und durchaus eßbar.
Es ist zwar recht trocken (vielleicht hätte ich ja was von dem Kokosfett nehmen können…), aber das läßt sich mit der Marmelade kaschieren.

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Der Wanderer seufzt
Und vergräbt sich in seinem Mantel
An diesem düstern Abend

1

Er sieht die welken Blätter fallen
Die Pfützen von Eis gesäumt
Das Spinnennetz zieren Diamanten

Jetzt ist das Jahr um. Für mich war es ein sehr ereignisreiches. Das Studium ist endgültig zu Ende, und ich habe meine erste rchtige Arbeit gefunden. Die führte mich in eine neue Stadt, und der Neuanfang hat mir eine sehr schöne Zeit beschert — mit die schönste überhaupt.
Ganz unabhängig davon gab es aber auch ein paar ausgesucht schwarze Tage, von denen ich mich noch nicht ganz erholt habe.

Und dann?
Vorsätze habe ich, soweit ich mich erinnern kann, zum Jahreswechsel noch nie gefaßt. Warum, weiß ich auch nicht so recht; es mag aber daran gelegen haben, daß das in meiner Familie auch sonst niemand getan hat — jedenfalls nicht offen. Gute Vorsätze gibt es halt nur von anderen Leuten.

Deswegen will ich jetzt nicht damit anfangen; dabei verhebt man sich sowieso viel zu leicht.

Trotzdem habe ich ein paar Wünsche für 2007 — viele schöne und möglichst keine schwarzen Tage zum Beispiel. Aussuchen kann man sich das natürlich nicht, nur das beste daraus machen.
Ich bin jedenfalls gespannt, was die kommenden zwölf Monate bringen werden.

2

Das Jahr geht zu Ende
Die letzte Szene, der Vorhang fällt
Das Eichhorn in seinem Bett aus Blättern
Hört nicht, wie der Wind im Schornstein pfeift
Denn es schläft
So wie des vergangenen Jahres Wanderer

Und am Straßenrande wartet
Des neuen Jahres Wanderer

[Original von Chris Simpson]

3

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