Der Wanderer seufzt
Und vergräbt sich in seinem Mantel
An diesem düstern Abend

1

Er sieht die welken Blätter fallen
Die Pfützen von Eis gesäumt
Das Spinnennetz zieren Diamanten

Jetzt ist das Jahr um. Für mich war es ein sehr ereignisreiches. Das Studium ist endgültig zu Ende, und ich habe meine erste rchtige Arbeit gefunden. Die führte mich in eine neue Stadt, und der Neuanfang hat mir eine sehr schöne Zeit beschert — mit die schönste überhaupt.
Ganz unabhängig davon gab es aber auch ein paar ausgesucht schwarze Tage, von denen ich mich noch nicht ganz erholt habe.

Und dann?
Vorsätze habe ich, soweit ich mich erinnern kann, zum Jahreswechsel noch nie gefaßt. Warum, weiß ich auch nicht so recht; es mag aber daran gelegen haben, daß das in meiner Familie auch sonst niemand getan hat — jedenfalls nicht offen. Gute Vorsätze gibt es halt nur von anderen Leuten.

Deswegen will ich jetzt nicht damit anfangen; dabei verhebt man sich sowieso viel zu leicht.

Trotzdem habe ich ein paar Wünsche für 2007 — viele schöne und möglichst keine schwarzen Tage zum Beispiel. Aussuchen kann man sich das natürlich nicht, nur das beste daraus machen.
Ich bin jedenfalls gespannt, was die kommenden zwölf Monate bringen werden.

2

Das Jahr geht zu Ende
Die letzte Szene, der Vorhang fällt
Das Eichhorn in seinem Bett aus Blättern
Hört nicht, wie der Wind im Schornstein pfeift
Denn es schläft
So wie des vergangenen Jahres Wanderer

Und am Straßenrande wartet
Des neuen Jahres Wanderer

[Original von Chris Simpson]

3

2:54 Kein Kommentar

von kirjoittaessani

Leave a Reply