Kategorie ‘Netz’

Die Spreepiration scheint nicht gerade begeistert von Twitter zu sein.
Ich finde ja, der Begriff Micro-Blogging trifft es ziemlich genau: eine Twitter-Meldung ist ein Blog-Eintrag in klein. Deshalb steckt auch das gleiche in Twitter wie in einem Blog, nur halt ein bißchen weniger davon; daß in den meisten Blogs die weltbewegenden Einträge in der Minderzahl sind, ist wohl kein Geheimnis.
Andererseits gehören zum menschlichen Miteinander eben auch Belanglosigkeiten — Flüche sollen ja zum Beispiel den Teamgeist stärken. Klar, das Geschreibsel von völlig Fremden ist eher uninteressant, aber wenn ich dergleichen von Leuten lese, die ich kenne — persönlich oder nur aus dem Netz — dann sorgt das schon für eine gewisse emotionale Bindung.

[Edit: Typo]

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Bei Last.fm gibt es das Taste-o-Meter, das anzeigt, wie gut der Musikgeschmack zweier Leute übereinstimmt. Ich wüßte ja zu gern, wie es funktioniert.
Das beste, was ich gefunden habe, war dann das hier:

Well, the whole neighbor computation is derived from a rather standard user-based collaborative filtering technique, with some additional “tricks”. Bwahahahahah! ;)

So redet man normalerweise im Maschinenraum der Enterprise.
Also werde ich wohl auf meine Formel verzichten müssen :-(

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Gerade bei Google nach Entschleierung gesucht:

Did you mean: Entschuligung?

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So langsam wird’s ja mal Zeit — immerhin kam dieser Stock schon Anfang Juli geflogen.

Jeder Spieler, jede Spielerin beschreibt acht Dinge von sich. Wer das Stöckchen zugeworfen kriegt, schreibt das alles in seinen Blog rein, mitsamt den Regeln. Nun überlegt man sich, an welche acht Personen resp. Blogs man das Stöckchen weiter reicht. Schlussendlich schreibt man bei den Betreffenden einen entsprechenden Beitrag/Kommentar in den Blog.

Daß es etwas ähnliches vor einem halben Jahr schonmal gab, macht die Beantwortung auch nicht gerade leichter.

  1. Ich bin spontaner geworden als beim letzten Stock. Inzwischen kann man mich auch für kurzfristige Unternehmungen begeistern.
  2. Ich bin verliebt. Auf’s fürchterlichste.
  3. Ich glaube, ich tue manche Dinge nur, um anders zu sein als andere.
  4. Manchmal bin ich abergläubisch. Ein bißchen. Trotz Physikstudium.
  5. Wenn ich mich in einem Geschäft oder Café schlecht bedient fühle, beschwere ich mich nicht, sondern gehe einfach woanders hin.
  6. Ich will meistens mehr an einem Tag machen, als in 24 oder auch 26 Stunden paßt.
  7. Ich mag Pflanzen; vor allem Bäume, nur kann man die in einer Mietwohnung schlecht halten. Von den anderen habe ich auch nur selten welche; damals, als ich meine Daumen bekommen sollte, war nämlich gerade die grüne Farbe ausgegangen.
  8. Früher haben die Menschen als Jäger und Sammler gelebt. Ich bin eindeutig ein Sammler. Neben dem obligatorischen multinationalen Satz Euro-Münzen habe ich einen Schrank voll last.fm-inkompatibler Vinylscheiben; zwei Magazines im Abo, aber keine Zeit, sie zu lesen; und ungefähr tausend gelernte Vokabelkarten. Und Walnüsse.

Nachdem ich fast einen Monat gebraucht habe, diese acht Punkte zusammenzutragen, sollen jetzt Saoirse, Nadine, Finja und Netbitch leiden. Das sind zwar nur vier, aber vier ist ja auch halb acht.

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Benutzt hier eigentlich noch jemand last.fm?
Ist ein bißchen einsam da drüben. Nutzer gibt es schon reichlich, aber (fast) niemanden, den ich kenne.

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ein Stock.
Vor lauter Freizeitstreß schaffe ich den im Moment nicht — er wird aber nachgeliefert.

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So, da bin ich wieder.
Wenn mein Rechner mich als erstes mit Updatebenachrichtigungen für iScrobbler, Feedreader und Instant Messenger begrüßt, dann hat er sich die letzten vier Tage wohl einsam gefühlt.

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Was es nicht alles gibt … Katzen mit Fotoblog zum Beispiel.

[via Brittbee]

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Die neue Zwangsfilterung bei Flickr erregt derzeit die Gemüter in der Blogosphäre. Während die einen Zensur schreien und befürchten, künftig könne man möglicherweise keine Bilder mehr von Demos wie zum G8 Gipfel sehen, unterstellen die anderen, es gehe um gesperrte Tittenbilder — äh, Bunnies.

Wer nun wo seine Motivation zum Protest findet, weiß ich nicht. Die einen mögen wirklich konkrete Angst haben, daß ihnen bestimmte Bilder (welcher Art auch immer) vorenthalten werden, bei anderen ist es vielleicht nur das vage Gefühl bevormundet zu werden.

Ein interessanter Aspekt ist aber völlig unabhängig von der Motivation: wenn ich denn einmal der Überzeugung bin, daß ich mit den Füßen gegen einen Anbieter (hier eben Flickr) stimmen will, kann ich das dann?

Nein, behauptet Till Westermayer: ein wesentlicher Aspekt fast aller typischen Web-2.0-Dienste ist eben das soziale Netz, das durch Kommentare, Abonnements und ähnliches entsteht, und das migriert eben nicht ohne weiteres zu einem neuen Anbieter. Es sind also nicht alle Foto-Hoster gleich — einer ist gleicher, denn das im Laufe meiner Mitgliedschaft gewachsene soziale Netz gibt es nur dort.

Die Inhaltsmonopole, die sich bei Verlagen (insbesondere jenen, die wissenschaftliche Fachzeitschriften herausgeben) oder aber auch Musik-Vermarktern finden, haben übrigens einen ganz ähnlichen Effekt: obwohl es oberflächlich betrachtet einen freien Markt gibt und ich meine CDs bei diesem oder jenem oder einem dritten Anbieter kaufen kann, gibt es den von mir gerade gesuchten Künstler nur bei einem Label. Ich kann eben nicht nach Preis oder Dicke des Booklets den Anbieter auswählen, sondern bin auf einen bestimmten Anbieter festgelegt.

Und weil es inzwischen genauso spät ist wie vor zwei Jahren gehe ich jetzt in’s Bett.

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Der Wunsch, dass sich aus dem Chor der im Netz herumirrenden Mikromeinungen ein paar klare Stimmen heraushören lassen, ist sicher eher ein Reflex der alten Medien.

Stimmt. Warum soll man immer auf die Meinungsführer oder die von Harald Staun beschworenen Blogs der Top 100 starren? Das ist doch gerade der Vorteil des Netzes, daß ich mich an vielen Stellen und aus vielen Blickwinkeln informieren kann — und das ist ja durchaus kein neuer Effekt, der erst mit dem Web 2.0 oder überhaupt mit dem Web aufgekommen wäre.

Der oben zitierte Text ist in meinen Augen gar nicht schlecht, aber er hat zwei Schwächen: zum einen lese ich da einen gewissen ironischen Unterton heraus (zugegeben, der mag allein im Auge des Betrachters existieren); zum anderen kann oder will der Autor in seiner Exploration der Blog-Kultur offenbar den entscheidenden Schritt doch nicht gehen: er bleibt in seiner Sichtweise der klassischen Massenmedien.
Da darf es nicht verwundern, daß er auf der Suche nach abseitigen Themen wie dem Klimawandel, dem Theater, der SPD oder der deutschen Außenpolitik nicht fündig wird — gesucht hat er wieder nur in den Top 100.

[via beyond]

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