Archive vom Juli, 2009

Wenn ich mir Preise von damals im Vergleich zu den heutigen ansehe, muß ich manchmal ganz schön schlucken. Mein Taschenrechner ist allerdings der Meinung, daß das obige Beispiel einer jährlichen Inflation von gerade mal 2,6% entspricht -- was ich wiederum gar nicht erschreckend finde.

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Auf besonderen Wunsch einer einzelnen Eule habe ich heute ein Bild von Maltas Südküste, genauer gesagt von der berühmten Blauen Grotte. Wenn dort morgens die Sonne im richtigen Winkel hineinscheint, entsteht durch das Meeresblau und die Färbung der Felsen ein ganz zauberhaftes Licht.

Jedenfalls sagt man das. Als wir dort waren, war das Wetter für die kleinen Ausflugsboote zu unruhig, und wir konnten nur von oben auf Wasser und Felsen schauen.

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The certificate could not be verified for unknown reasons. Kann mir bitte mal einer sagen, was das soll? Was bringt einen Webbrowser -- oder dessen Programmierer -- auf die Idee, ein Zertifikat abzulehnen, ohne zu sagen warum? Und jetzt kommt mir doch bitte nicht mit Unwissen. Um ein Zertifikat zu akzeptieren, muß man gewisse Tests durchführen. Man will sicher den einen oder anderen Hash-Wert berechnen, Domainnamen vergleichen, und natürlich soll ein Zertifikat von einer vertrauenswürdigen Instanz unterschrieben sein.

Am Ende wird der Computer nicht nein sagen, weil es ihm in den Ohren klingelt oder sein Handrücken kribbelt. Wenn er das Zertifikat ablehnt, dann deshalb, weil einer der besagten Tests fehlgeschlagen ist; und weil an dieser Programmstelle genau bekannt ist, wo der Hase im Pfeffer liegt, kann ich das bittesehr auch dem Benutzer mitteilen. Der steht nämlich andernfalls ganz schön dumm da und wird im Zweifel die Warnung einfach wegklicken, statt das eigentliche Problem zu beheben. Dann kann ich mir den ganzen Zertifikatskram aber gleich schenken: einen Sicherheitsgewinn habe ich nämlich nur, wenn der Benutzer solche Warnungen beachtet.

Edit: Wie Heise heute berichtet, hat eine Studie ergeben, daß die Warnungen in der Tat meist weggeklickt werden.

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Weil Panorama-Aufnahmen bei gewissen Leuten so gut ankommen, gibt es hier mal etwas lokales. Zugegeben, besonders grandios ist es nicht, aber der Lauf dahin war eine nette Sontagsbeschäftigung.

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Gestern abend habe ich die erste richtige Nachtaufnahme mit der neuen Kamera gemacht. Die Qualität ist -- verglichen mit der alten Kompaktkamera -- wirklich beeindruckend. Um echte Astrophotos machen zu können, fehlt noch ein bißchen Ausrüstung und auch etwas Übung: selbst bei einer Belichtungszeit von nur zweieinhalb Minuten hat sich der Große Wagen in eine Ansammlung von Strichen verwandelt.

Abhilfe schafft eine nachgeführte Kamera, die allerdings ein sauber ausgerichtetes Stativ voraussetzt. Mal sehen, was die nächsten Wochen ergeben.

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Unter meinen Büchern befindet sich so manches, das seit längerem darauf wartet, gelesen zu werden. Es gibt auch ein oder zwei, die ich angefangen habe, ohne so recht voran zu kommen.
Aber unter denen, die ich erst gar nicht anrühren mochte, war auch Brian Greenes Fabric of the Cosmos -- zur Abwechslung mal ein Sachbuch. Inzwischen bin ich durch und muß sagen: es gab überhaupt keinen Grund, mit der Lektüre so lange zu zögern.

Greene setzt sich in seinem Buch mit der Frage auseinander, was denn Raum und Zeit eigentlich sind -- sind sie dinglich, ein Etwas; oder lediglich ein mathematisches Abstraktum, um die Beziehung von Dingen (mögen es subatomare Teilchen oder ganze Galaxien sein) untereinander auszudrücken? Dabei geht es in erster Linie durchaus nicht um eine philospohische Abhandlung, sondern um ganz konkrete Physik. Diese darzustellen, gelingt dem Autor hervorragend: sie ist für den Laien verständlich dargestellt, ohne in Banalitäten abzugleiten; und auch der Physiker kann noch neues hinzulernen.

Angefangen mit dem Raum- und Zeitbegriff der klassischen Mechanik über die relativistische Raumzeit bis hin zu String- und M-Theorie klopft Greene die Physik auf ihre Herangehensweise an das Gewebe des Kosmos ab. Dabei mußte ich feststellen, daß zum Beispiel die Frage nach dem Zeitpfeil[1] deutlich komplexer ist, als ich bisher angenommen hatte. Der banale Hinweis auf den zweiten Hauptsatz reicht jedenfalls als Antwort nicht aus.

Ganz nebenbei entwickelt er damit auch eine Geschichte der Physik -- ähnlich wie Singh das für die Mathematik getan hat. Und diese Geschichte ist wiederum hervorragend geeignet, einen Überblick über das Fach zu erhalten.

[1] Die Frage lautet: Was unterscheidet morgen von gestern? Fast alle physikalischen Gesetze unterscheiden nicht zwischen Zukunft und Vergangenheit, die beschriebenen Vorgänge können genausogut vorwärts wie rückwärts ablaufen. Dennoch können wir bei makroskopischen Ereignissen leicht zwischen vorwärts und rückwärts unterscheiden -- Gläser zerbrechen, aber Scherben setzen sich nicht von selbst wieder zu Gläsern zusammen; wir erinnern uns an die Vergangenheit, aber nicht an die Zukunft.

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Nachtaufnahmen mit langen Belichtungszeiten interessieren mich ja schon länger. Ein Hindernis war immer das recht starke Rauschen der kleinen Sensoren, die in Kompaktkameras zum Einsatz kommen: selbst nach aufwendiger Nachbearbeitung, in der mehrere Bilder übereinandergelegt werden, läßt die Qualität zu wünschen übrig.

Deswegen suche ich schon länger nach einer digitalen Spiegelreflexkamera -- die werden nämlich mit größeren Sensoren hergestellt, die dann auch wenger rauschen. Bislang hat mich der Preis immer abgehalten. Vor ein paar Tagen habe ich dann doch eine Gebrauchte ersteigert. Das witzige ist nämlich: Profikameras für Preise jenseits von tausend Euro sind sehr gut; will man aber nur eine einfache Spiegelrefex haben, so sind die älteren Modelle rauschärmer als die aktuellen, die mit Gewalt zehn Megapixel oder mehr auf dem CCD unterbringen wollen.

Normale, bei Tage aufgenommene Bilder sehen schon ziemlich gut aus. Heute habe ich die ersten Nachtaufnahmen gemacht -- und die sind wirklich recht vielversprechend. Das Exemplar oben ist zwar furchtbar unscharf, aber auch ohne Nachbearbeitung[1] kaum verrauscht, obwohl die Belichtungszeit mit gut 100 Sekunden um ein Vielfaches über den fünfzehn Sekunden liegt, die meine alte Kompaktkamera maximal zugelassen hat.

Mal sehen, was die nächste Zeit noch an Motiven bringt; und wenn es mal wieder eine klare Nacht gibt, sind vielleicht auch ein paar Sterne dabei.

[1]Ausgenommen das übliche Rotieren und Beschnitt; außerdem habe ich die Helligkeit etwas angehoben.

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Heute gibt es einen Ausblick nach Süden: die Dingly Cliffs sind Maltas höchste Erhebung. Da fällt mir ein: Sommerwetter ohne einen Hauch von Schwüle hat auch so seine Vorteile...

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Nachdem die Panoramabilder von Malta ganz gut angekommen sind, gibt es heute mal eine Innenansicht, die auf die gleiche Art entstanden ist, und zwar im neolithischen Tempel Ħaġar Qim.

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Sommerlich ist's, und ganz schön heiß. Da lobe ich mir doch den Wald, der ein bißchen Abkühlung bietet.

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