Kategorie ‘rants’

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Naja. Mit dem Spruch macht die Stadt Werbung für die gelben Säcke, genauer gesagt: dafür, sie erst am Abfuhrtag an die Straße zu stellen. Damit man das nur so weit mißversteht, wie die Marketingabteilung es gerne möchte, haben sie im Layout etwas abgesetzt noch das Wörtchen gelben untergebracht.

Aber darum geht es mir eigentlich gar nicht. Mir doch egal, welchen Werbespruch sie verwenden; nur: die gelben Säcke nerven mich. Damit meine ich nicht die vielfältige Kritik am Dualen System Deutschland, sondern ganz platt die Säcke selbst. Sie sind nicht nur dünner und reißfreudiger als die billigsten blauen Säcke aus dem Supermarkt, sondern auch stetes Hindernis: in einem üblichen Küchenmülleimer (im Spülenschrank) kann man sie vielleicht zur Hälfte füllen, danach darf man entweder einen neuen nehmen oder ihn ein paar Tage offen weiterbefüllen. Und danach -- abgefahren wird ja nur alle zwei Wochen -- sammelt man sie dann irgendwo in der Garage oder dem Keller. Pech für alle, die nur eine kleine Mietwohnung (und vielleicht einen pingeligen Vermieter) haben.

Bis zu meinem Umzug habe ich ja noch geglaubt, es sei üblich, Verpackungen in gelben Mülltonnen zu entsorgen. Jeder hat ein Recht auf Naivität!

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The certificate could not be verified for unknown reasons. Kann mir bitte mal einer sagen, was das soll? Was bringt einen Webbrowser -- oder dessen Programmierer -- auf die Idee, ein Zertifikat abzulehnen, ohne zu sagen warum? Und jetzt kommt mir doch bitte nicht mit Unwissen. Um ein Zertifikat zu akzeptieren, muß man gewisse Tests durchführen. Man will sicher den einen oder anderen Hash-Wert berechnen, Domainnamen vergleichen, und natürlich soll ein Zertifikat von einer vertrauenswürdigen Instanz unterschrieben sein.

Am Ende wird der Computer nicht nein sagen, weil es ihm in den Ohren klingelt oder sein Handrücken kribbelt. Wenn er das Zertifikat ablehnt, dann deshalb, weil einer der besagten Tests fehlgeschlagen ist; und weil an dieser Programmstelle genau bekannt ist, wo der Hase im Pfeffer liegt, kann ich das bittesehr auch dem Benutzer mitteilen. Der steht nämlich andernfalls ganz schön dumm da und wird im Zweifel die Warnung einfach wegklicken, statt das eigentliche Problem zu beheben. Dann kann ich mir den ganzen Zertifikatskram aber gleich schenken: einen Sicherheitsgewinn habe ich nämlich nur, wenn der Benutzer solche Warnungen beachtet.

Edit: Wie Heise heute berichtet, hat eine Studie ergeben, daß die Warnungen in der Tat meist weggeklickt werden.

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Bei Finja gibt es Tagespolitik in zwei Minuten. Es ist zwar die von vorgestern, aber so viel hat sich ja seither auch nicht getan.

A propos Gesundheitsreform: was ist das bitte für eine seltsame Methode, die privaten Krankenkassen zu einem Billigtarif ohne Gesundheitsprüfung zu zwingen? Das ist doch Aufgabe der gesetzlichen Kassen. Sinnvoller finde ich, die Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse zur Pflicht zu machen. Die Privaten können dann nach Herzenslust Zusatzversicherungen für all die Leistungen, die bei den Gesetzlichen fehlen, anbieten.

Eine richtige Lachnummer dagegen ist die Geschichte mit den Ohrringen Piercings. Wenn es dabei zu Komplikationen kommt, zahlen die Kassen demnächst nicht mehr. Die Idee ist ja ganz nett — wer die Gebrauchsanweisung für seinen Körper nicht beachtet und selbigen dabei schädigt, soll's gefälligst selbst bezahlen.
Andererseits darf ich mir beim Rauchen die Lunge immer noch auf Kosten der Versicherten ruinieren; und das beim Skifahren gebrochene Bein muß ich auch nicht auf eigene Kosten flicken lassen.
Vielleicht liegt es ja nur an meiner mangelnden Fantasie, aber ich kann mir nicht so recht vorstellen, daß die Kosten für von Körperschmuck verursachte Folgeschäden hoch genug sind, am Zusammenbruch des Gesundheitssystems ernsthaft mitzuarbeiten.

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Es gibt sicher viele Arten, den Sonntagmorgen zu verbringen. Aber eine der schönsten ist ein Frühstück in netter Runde in einem schönen Café.
So bin ich denn gestern früh in die Stadt gefahren — zugegeben, die Uhrzeit war schon zweistellig. Vor dem Eingang des Cafés habe ich schon die ersten beiden bekannten Gesichter getroffen. Drinnen haben wir dann nach einem Platz für vielleicht ein Dutzend Leute gefragt. Der junge Mann wollte sich bei seinem Chef erkundigen.
Das sei schlecht, wußte er nach kurzer Zeit zu berichten: es sei sonntagvormittags immer sehr voll. Im Moment war das zwar nicht der Fall, und ein Schild reserviert konnten wir auch nur auf einem einzigen Tisch entdeckten, aber sei's drum. Wir haben uns einfach den größten freien Tisch (sechs Plätze) gesucht und auf den Rest gewartet. Der kam dann auch nach und nach, und noch bevor unsere Bestellungen eingetroffen waren, wurde der Tisch zu klein. Wir waren natürlich nicht faul und haben ihn flugs mit dem Nachbartisch verlängert. Das sah das Personal nicht so gerne, es gab ein wenig Gegrummel.
Dann kam auch das Essen, und wir haben uns erstmal unserem Frühstück gewidmet.
Später kamen dann noch ein paar Leute dazu, und einer von uns machte sich auf, einen weiteren Tisch zu holen. Diesmal stürmte der Chef eiligst herbei und rief schon von der Theke: Bitte nicht! Er erzählte dann etwas von Kinderwagen, die dann nicht mehr vorbeikämen, aber das mag ich nicht so recht glauben — wir hätten den Durchgang kein bißchen schmaler gemacht, als er eh schon war.

Bei uns ging jedenfalls erstmal das Kopfschütteln los: Wollen die eigentlich kein Geld verdienen? Immerhin haben wir locker einen dreistelligen Betrag dagelassen, und das war sicher nicht der letzte Sonntag, den wir gemeinsam frühstücken — allerdings der letzte in diesem Café. Andernorts ist man sicher flexibler.

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Letzte Woche hat mein DSL-Router angefangen, sich zu rebooten. Nicht einmal, sondern permanent. Damit war's erstmal wieder Essig mit Internet. Ich habe an Überhitzung gedacht und ihn erstmal abgeschaltet.
Leider ging die Sache am nächsten Tag genauso weiter. Irgendwann ist mir dann aber aufgefallen, daß das nur bei bestimmten Seiten passiert. Die von 40something ist zum Beispiel dabei. Aber nur, wenn ich Safari benutze. Na toll.

Eine kurze Google-Recherche führte zu dem Ergebnis, daß das bei diesem Gerät schonmal vorkommt. Vielleicht auch nur, wenn das WLAN eingeschaltet ist — wobei dann wiederum egal ist, ob man es auch benutzt. Abhilfe gibt es leider keine — vielleicht hilft es, WLAN auszuschalten, aber dann habe ich ein Kabel quer im Zimmer.

Ich bin begeistert. Offenbar gibt es also nicht nur Bananensoftware, sondern auch Bananenhardware. Vielleicht hilft es ja, ein paar Äpfel danebenzulegen.

Als ich am nächsten Tag Kollegen davon erzählt habe, sagten die mit größter Selbstverständlichkeit, daß spontane Reboots bei allen Herstellern zum Programm gehören.

Ich verbringe meine Zeit derweil mit Kopfschütteln — es kann doch nicht sein, daß es Standard ist, Produkte mit dermaßen dicken Fehlern auf den Markt zu bringen. Gibt's denn niemanden mehr, der Wert darauf legt, gute Arbeit abzuliefern?

Das ist doch echt nicht wahr.

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Warum muß eigentlich jedes Unternehmen auf seinen Webseiten Produkte und Lösungen anbieten? In der chemischen Industrie könnte ich das ja noch verstehen, aber sonst? Rühren die grundsätzlich alles, was die Fabrikhallen hergeben, in Wasser ein?
Was die Produkte angeht, habe ich aber des öfteren auch so meine Zweifel. Was produziert z.B. eine Bank?
Da fällt mir ein: gibt es eigentlich Neusprech-Kurse bei der Volkshochschule?

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Daß es in unserer Gesellschaft unglaublich wichtig ist, jung zu sein, ist nichts neues; wenn man schon nicht mehr jung an Jahren ist, dann hat man doch wenigstens jung zu denken und sich so zu fühlen. Alt und weise darf — und will — wohl niemand mehr sein.

Manche Leute haben offenbar eine solch panische Angst vor dem Alter, daß sie auf gar keinen Fall 18 oder 34 oder sonstwieviele Jahre alt sein wollen — also sind sie 18 Jahre jung. An der Stelle bekomme ich dann regelmäßig einen Krampf in der Semantikeinheit meines Hirns. Wenn 25 mehr ist als 18, dann ist jemand, der 25 Jahre jung ist, wohl auch jünger als mit 18? Mit 36 wäre man dann gar doppelt so jung wie zur Volljährigkeit.

Wer unbedingt einen Jugendkult betreiben möchte, soll das gerne tun, aber nach Möglichkeit ohne Vergewaltigung der Sprache.

Reicht mir mal einer die Salzstreuerin?

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Coverversionen von bekannten Stücken können ja durchaus künstlerisch wertvoll sein, aber wenn das Cover nur aus zwei halben Textzeilen des Originals besteht, die dazu noch gesamplet sind, dann fängt bei mir das Kopfschütteln an.
Warum man davon dann auch noch den Text in's Web stellen muß, ist mir schleierhaft, aber wie hat der Titel es an die Spitze der UK Single Charts geschafft?

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