Archive vom November, 2007

Obwohl ich, was Computer angeht, eigentlich vom Mac komme (LC II...), bin ich im Laufe der Zeit zu einem Fan der Kommandozeile geworden. Damit kann man zwar jeden Anfänger fürchterlich verschrecken, aber wenn man sich ein bißchen auskennt, hat so eine Shell viele Vorteile; zum Beispiel, daß sie schnell zu bedienen und vielseitig ist, und daß man aufwendige Aufgaben leicht automatisieren kann.

Als vor ein paar Jahren Mac OS X herauskam, war ich begeistert: da hat man doch
so eine schicke Mac-Oberfläche, und darf sich trotzdem auf der Kommandozeile austoben. So habe ich dann auf meinem Rechner auch reihenweise Programme, die sonst eher in der Linux-Welt zu Hause sind. Dazu gehört auch mein Mailclient, und das, was man sonst so für E-Mail braucht: fetchmail, procmail, ein Spamfilter...

Als ich jetzt meinen Rechner neu installiert habe, durfte ich den ganzen Kram natürlich auch installieren und konfigurieren. Das ist ganz schön viel Arbeit, und da ist dann plötzlich das von Apple mitgelieferte Mailprogramm doch wieder ganz attraktiv geworden. Dann muß der mutt also in den Ruhestand...

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Vor zwei Wochen hat sich die Festplatte in meinem Rechner verabschiedet. Eigentlich keine große Sache, 80 GB kosten heutzutage schließlich fast nichts mehr. Ein bißchen geärgert hat mich allerdings, daß das Betriebssystem mich nicht vorgewarnt hat — dann hätte ich nämlich in aller Ruhe Ersatz besorgen können. Und ein bißchen Bauchschmerzen bereitet hat mir die Tatsache, daß das einzige aktuelle Backup auf einer zweiten Partition eben dieser Platte lag: schon aus beruflichen Gründen sollte ich es eigentlich besser wissen.

Das war aber letztlich kein Problem, alle Daten ließen sich willig auf die Neuerwerbung kopieren. Das Problem war vielmehr, daß sich dann auch noch das Mainboard verabschiedet hat; und weil der Rechner mit drei Jahren zwar noch nicht besonders alt, aber trotzdem aus der Garantie ist, hätte das entweder Reparaturkosten von mehreren Hundert Euro oder einen neuen (und kaum teureren) Rechner bedeutet. Glücklicherweise entpuppte sich das Problem als Serienfehler, für den der Hersteller auch außerhalb der Garantiefrist noch geradesteht.

So habe ich zwar eine Woche auf das gute Stück verzichten müssen, bin aber billig aus der Sache herausgekommen. Inzwischen habe ich auch das neue Betriebssystem installiert, so daß ich wieder ins Netz komme und mich um mein Blog kümmern kann. Dafür ist die Zeit, in der ich fast jeden Abend früh im Bett war, wohl wieder vorbei.

Sobald mein Mailsystem wieder läuft, gibt's dann auch die Auflösung zum Bücherrätsel. Außerdem hat mein Layout noch ein paar Bugs, die alten Beiträge fehlen, und der Feedreader droht mit dreistelligen Beitragszahlen.

Back again.

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Tja, da hat ein kleines Häufchen Unentwegter also eine Stunde in der Kälte gestanden und gesagt mit uns nicht. Zweihundertfünfzig sollen wir gewesen sein, und die Veranstalter waren froh. Es ist sicher schon zehn Jahre her, daß ich das letzte Mal auf eine Demonstration war, und deshalb weiß ich nicht, ob das Zweckoptimismus war, oder ob 250 tatsächlich eine gute Zahl ist. Ein bißchen enttäuscht bin ich trotzdem — die große Mehrheit interessiert sich entweder nicht, oder sie ist gar nicht informiert.

Mal sehen, was die Zukunft bringt.

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Durch einen Kommentar von Marc bei La Wendel bin ich auf das Online-Tagebuch von Flix (dem mit dem Seitenwechsel) gestoßen. Und bei dem habe ich dann eine große Wahrheit gefunden.

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Am kommenden Freitag wird der Bundestag vermutlich über die Vorratsdatenspeicherung abstimmen. Durch den neuen Paragraphen 113a des Telekommunikationsgesetzes sollen Internet- und Telefonanbieter verpflichtet werden, ein halbes Jahr lang zu speichern:

  1. Wer wann mit wem telefoniert hat;
  2. wer wann wem eine EMail geschickt hat;
  3. wer wann seine Mail abgerufen hat;
  4. wer sich wann mit welcher IP ins Internet eingewählt hat;
  5. falls ein Mobiltelefon benutzt wurde, von wo aus das geschehen ist.

In meinen Augen ist das ein klarer Verfassungsbruch, und außerdem nicht nur ein deutlicher Schritt in Richtung eines Überwachungsstaats, sondern schon in den Überwachungsstaat hinein. Deswegen finden heute (Dienstag) bundesweit Demonstrationen gegen das geplante Gesetz statt.

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Wem der ganze Trubel im Web 2.0 zuviel wird, der könnte... sich ausloggen. Oder bei alleinr vorbeischauen.  Die fortgeschrittene Variante ist dann ganz.alleinr.

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Nachdem Sid und Cassiopeia ein hübsches (und hübsch schwieriges) Quiz vorgelegt haben, ist bei mir spontane Begeisterung ausgebrochen. Hier also meine Variant. Antworten bitte (wie üblich) nicht in die Kommentare, sondern per Mail an blog at kirjoittaessani.de.

  1. "I remember him as if it were yesterday, as he came plodding to the inn door, his sea chest following him in a hand-barrow; a tall, strong, heavy, nut-brown man; his tarry pigtail falling over the shoulders of his soiled blue coat; his hands ragged and scarred, with black, broken nails; and the sabre cut across one cheek, a dirty, livid white." *
  2. "One thing was certain, that the white kitten had had nothing to do with it: - it was the black kitten's fault entirely."
  3. "In the nighttime heart of Beirut, in one of a row of general-address transfer booths, Louis Wu flicked into reality."
  4. "Even in high summer, Tintagel was a haunted place; Igraine, Lady of Duke Gorlois, looked out over the sea from the headland."
  5. "Suzi crapped the Frankenstein cockroach into the toilet bowl, then pushed the chrome handle halfway down for a short flush."
  6. "When I was four months old, my mother died suddenly and my father was left to look after me all by himself."
  7. "Kennit walked the tideline, heedless of the salt waves that washed around his boots as it licked the sandy beach clean of his tracks."
  8. "Es war dunkel hier oben."
  9. "... is the best that Corporal Bobby Shaftoe can do on short notice—he's standing on the running board, gripping his Springfield with one hand and the rearview mirror with the other, so counting the syllables on his fingers is out of the question."
  10. "Ein einfacher junger Mensch reiste im Hochsommer von Hamburg, seiner Vaterstadt, nach Davos-Platz im Graubündischen."

* Das erste Zitat ist in Wirklichkeit der zweite Satz des Buchs: aber im ersten steht die Lösung schon drin.

[Edit: Typo]

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