Heute gibt es eine Aufnahme von dem Sternbild, das bei den Finnen den seltsamen Namen Otava trägt. Ich habe etwas länger belichtet (10x4 Sekunden), so daß man schon ein bißchen mehr sieht.

Ursa Maior

Hier gibt es auch noch den passenden Ausschnitt aus der
Sternkarte.

9.55 pm 4 Kommentare

von kirjoittaessani

4 Responses to “Hoch auf dem Großen Wagen”

  1. Mr. Spott Says:

    Wirklich gut gelungen. Man kann sogar Doppelsterne erkennen. Warum aber musst Du 10x4 s belichten? Gibt es da keine andere Einstellung?

  2. kirjoittaessani Says:

    Wenn Du mit anderer Einstellung soetwas wie 40s meinst: nein, bei meiner Kamera nur bis 15s.
    Gegen eine einzelne lange Belichtung sprechen zwei Gründe. Zum einen stehen die Sterne ja nicht still; genauer gesagt dreht sich die Erde, und diese Bewegung führt selbst mit einem Weitwinkelobjektiv ab ein paar Sekunden Belichtungszeit dazu, daß die Sterne strichförmig werden. Dagegen hilft dann ein Stativ mit Nachführung.
    Zum anderen nimmt das Bildrauschen bei Digitalkameras mit steigender Belichtungszeit immer mehr zu. Warum das so ist, ist mir nicht ganz klar — ich hätte erwartet, daß sich das im Laufe der Zeit wegmittelt. Wenn man mehrere Aufnahmen macht, mittelt es sich dagegen tatsächlich (bis zu einem gewissen Grade) weg. Wenn ich mir demnächst mal eine Spiegelreflex leisten kann (und das passende Stativ), dann kann ich auch länger am Stück belichten.

    Die besten Planetenaufnahmen bekommt man übrigens, indem man mit einer Webcam einen Film macht und die besten Einzelbilder dann übereinanderlegt. Tut man das nicht, wird die Aufnahme unscharf, weil der Planet durch atmosphärische Störungen immer ein bißchen zu tanzen scheint.

  3. Mr. Spott Says:

    Also wenn ich mit meiner Kamera den Nachthimmel fotografieren wollte, würde so wie so der Blitz auslösen und so viel Zeit habe ich nicht um die Reflexion von den Sternen abzuwarten.
    Aber Spott beiseite, die Sache interessiert mich wirklich.
    Wie geschieht das mit dem Nachführen vom Stativ?
    Ich hatte außerdem angenommen, dass Du analog fotografierst, weil sagtest, Du musst abwarten, was daraus wird.
    Mal was anderes. Ich habe dieses Weblog abonniert und wollte somit über neue Antworten zu Kommentaren informiert werden. Aber das läßt Du nicht zu. Hat das einen Grund?

  4. kirjoittaessani Says:

    Ja, das könnte in der Tat etwas dauern.
    Das nachführen ist ein bißchen aufwendiger. Wenn man einzelne Bilder mach (wie ich im Moment), dann kann man sie in der Bildverarbeitung verschieben oder rotieren. Wenn man eine lange Belichtung macht, dann braucht man ein Stativ von der Sorte, wie sie für Teleskope benutzt werden. Dann sind die Achsen des Stativs nicht mehr senkrecht und waagerecht, sondern schräg: die eine ist parallel zur Erdachse, zeigt als auf den Polarstern, die andere steht senkrecht darauf. Dann gibt es entweder eine Kurbel, an der man mit definierter Geschwindigkeit dreht, oder man hat einen Motor. Wenn man dann den Verschluß ein paar Minuten oder auch eine halbe Stunde offenläßt, können schon sehr nette Aufnahmen herauskommen.

    Nein, mit abwarten meinte ich nur, daß ich die Bilder durch die Bildverarbeitung jagen muß. Analog habe ich schon lange nichts mehr gemacht.

    Kommentare: ja, einen Grund wird das schon haben. Absicht ist es aber nicht. Ich nehme an, Du redest nicht von RSS? Da gibt es nämlich einen Kommentar-Feed (rechts unten).

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