Einträge mit dem Tag ‘Musik’

Tanja hat mich wieder mit einem Stöckchen beworfen. Nun denn:

Ein Song...

…der mich traurig macht: Nazareth, Woke Up This Morning — den Gedanken an ein ermordetes Haustier finde ich schon ziemlich schlimm;
…bei dem ich sofort gute Laune kriege: REO Speedwagon, Keep The Fire Burnin';
…bei dem ich nicht stillsitzen kann: Hier halte ich es wie Tanja: Wenn damit tanzen gemeint ist, kann ich bei jedem Song still sitzenbleiben;
…bei dem ich immer laut mitsinge: Meine große Mitsing-Zeit ist wohl vorbei, aber bei manchen lasse ich mich gelegentlich noch hinreißen — zum Beispiel bei Baker Street von Gerry Rafferty;
…meiner Meinung nach zu kurz ist: Ich glaube, die meisten der Lieder, die mir am besten gefallen, sind um die zwanzig Minuten lang. Einer, der wirklich noch etwas mehr vertragen könnte, ist Child In Time von Deep Purple (um 10 Minuten in der Studioversion und 12:20 auf Live in Japan);
…der mir etwas bedeutet: Jethro Tull, Fire At Midnight — eines der schönsten Liebeslieder, die ich kenne. Es kommt ohne die üblichen Clichés aus und beschreibt stattdessen einen ganz gewöhnlichen Abend zu Hause;
…den ich ununterbrochen hören kann: Eigentlich keinen, selbst das beste Stück nervt nach ein paar Wiederholungen — aber wenn's schon sein muß, dann vielleicht etwas Elektronisches aus der Berliner Schule: Klaus Schulze, Friedrich Nietzsche;
…den ich liebe: Uriah Heep, Salisbury — lang (16:22), mit Bläsern, ausdrucksstarkem Gesang und einem wunderbaren Baßlauf;
…den ich besitze, aber nicht mag: Merle Haggard, Okie From Muskogee — mit einem ganz üblen, erzkonservativen Text;
…dessen Text auf mich zutrifft: Auf Kommando ist das gar nicht so einfach, obwohl ich mich beim Hören öfters wiedererkenne — vielleicht A Secret Love von Toto, weil ich mich oft schwer tue, den Mund aufzumachen;
…von einem Soundtrack: Scott Joplin, The Entertainer — aus The Sting/Der Clou;
…den ich schon mal live gehört habe: Iron Butterfly, In-A-Gadda-Da-Vida;
…der nicht auf deutsch/englisch ist: Nightwish, Kuolema Tekee Taiteilijan;
…der von einer Frau gesungen wird: Carole King, Tapestry — eine geniale Komponistin, auf die ich nur wegen Hard Rock Cafe aufmerksam geworden bin;
…meiner Lieblingsband: Die Lieblingsband gibt es bei mir eigentlich nicht, aber Toto gehört schon in die engere Wahl — statt der ewiggleichen Hits von IV nehme ich mal Goodbye Elenore (von dem 1980er Album Turn Back);
…der Erinnerungen weckt: Da gibt es sicher etliche. Greifen wir mal zwei Jahrzehnte in die Vergangenheit und in die Schublade mit den etwas peinlichen Stücken: Sailor, A Glass Of Champagne. Damals habe ich Sailor rauf- und runtergehört, und als ich mich dann zum ersten Mal so richtig verliebt habe, verband sich das Gefühl mit der Musik;
…den kaum jemand kennt, obwohl ihn jeder kennen sollte: Bob Seger, Little Victories — manchmal geht es einem nicht gut, und dann freut man sich über jeden kleinen Schritt vorwärts.

Jetzt mache ich es wie Emily und erfinde selber noch zwei Kategorien:

...den ich nur durch Zufall gefunden habe: Colosseum, Lost Angeles — eigentlich hatte ich A Walk In The Park gesucht, wußte aber nicht, daß das von Nick Straker ist. Von Colosseum gibt es ein gleichnamiges Stück;
...in den ich mich erst einhören mußte: Mike Bloomfield, Analine.

So, das war anstrengend — und ich habe wahrscheinlich mehr dabei gelernt als alle, die das jetzt lesen. Ich werfe den Stock einmal weit und dreimal nah und warte auf die Antworten von Finja, 40something, Nadine und saoirse.

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Eigentlich lautet die Frage ja heutzutage: CD oder MP3?
Ich lebe da wohl hoffnungslos hinter dem Mond, bei mir dreht sich immer noch PVC Vinyl.
Eines ändert sich aber doch: Die alten Lieblinge, die mich jetzt schon zehn oder fünfzehn Jahre begleiten, stehen nicht mehr so hoch im Kurs. Ob Deep Purple oder Toto, Asia oder Manfred Mann — so recht locken sie mich in letzter Zeit nicht mehr hinter dem Ofen hervor.
Im Moment tendiere ich eher in Richtung Folk und Blues — Mike Bloomfield, Al Kooper; Crosby, Stills, Nash & Young einzeln oder zusammen, J.J. Cale, Steeleye Span, Blondel, Magna Carta, Carole King laufen hier momentan rauf und runter.
Es mag ja gut sein, daß das nur eine Phase ist, aber unheimlich ist mir das schon — naja, vielleicht ist unheimlich ein zu starkes Wort, aber ein seltsames Gefühl ist das auf jeden Fall.

Möglicherweise ist das einfach deshalb ungewohnt, weil sich mein Musikgeschmack früher nicht sehr geändert hat. Das, was zu meiner Schulzeit alle gehört haben, hat mich nie besonders interessiert. Man sagt ja, anderen Leuten könne man nur bis vor die Stirn gucken — bei sich selber geht aber nichtmal das sehr gut. Ich weiß jedenfalls nicht wirklich, warum das so war. Ich glaube aber schon, daß bei mir der Wunsch, einfach anders zu sein als die anderen, immer vertreten war. Der dürfte sich auch auf meinen Musikgeschmack ausgewirkt haben.

Klar habe ich immer wieder auch neue Musik entdeckt (jedenfalls für mich neu — das meiste ist trotzdem älter, als ich es bin). Die meisten Sachen, die ich mit zwölf oder fünfzehn gehört habe, habe ich aber auch letztes Jahr noch gerne aufgelegt.

Tja, und jetzt sitze ich hier und merke, daß ich mich doch irgendwie verändere. Seltsames Gefühl.
Wenn ich so recht darüber nachdenke, fällt das grob mit meinem Umzug zusammen. Vielleicht ist ja wirklich was daran, wenn man sagt, daß das Studium eine willkommene Verlängerung der Kindheit bis Mitte oder Ende Zwanzig ist. Zurückdrehen kann (und will) ich die Zeit nicht, also muß ich wohl erwachsen werden (jedenfalls ein bißchen) und Blues hören.

Ach was, seltsames Gefühl hin oder her, ich bin auch gespannt, was 2007 so bringt, und ich freue mich drauf!

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Lyrics of the week — diesmal: Encore…Stormy Monday Blues.

Ooh. Oh!
Bobbalobbelybaweed?
BobbaLOBbelobbelybooeed!

(Zugegebenermaßen etwas gekürzt)

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Es ist ja kein Geheimnis, daß die Musikindustrie — jedenfalls in letzter Zeit — völlig am Kunden vorbeiagiert; da wäre es natürlich nett, wenn man wüßte, was die Kunden denn eigentlich wollen.
Bei Spon gibt es eine Umfrage zur Zukunft der Musik. Naja, eigentlich ist vor allem Musik dabei und weniger Zukunft, aber die Teilnahme könnte sich trotzdem lohnen. Das ist nämlich keine von diesen zusammengeklickten ad-hoc-Umfragen, die für ein Blog zwar ganz nett sind, sich aber leider vor allem auf professionellen Seiten finden; sondern eine richtige Befragung mit wissenschaftlicher Begleitung.
Also ab, Kreuzchen machen!

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Heute habe ich in der c't gelesen, daß auch die Schweizer sich mit der Frage beschäftigen, ob das Umgehen eines Kopierschutzes unter Strafe gestellt werden soll.
Was mir dabei nicht klar ist: warum will man denn unbedingt den Kopierschutz zum Maß aller Dinge machen? Könnte man nicht einfach das Vervielfältigen von — meinetwegen — Musik-CDs an sich unter Strafe stellen? Dann müßten die Hersteller sich nicht mit dem Programmieren eines Kopierschutzes herumärgern, und wir müßten uns nicht mit den negativen Folgen, die ein Kopierschutz auch auf den ganz normalen, kopierfreien Musikgenuß hat, herumärgern. Die Hersteller hätten ihr Ziel, die Kopie zu verbieten, aber trotzdem erreicht.

Außerdem gibt es da ja auch noch einen semantischen Punkt: Was bitte ist ein wirksamer Kopierschutz, wenn nicht einer, den man nicht umgehen kann? Wenn man einen solchen Kopierschutz aber nicht umgehen kann, dann ist es wohl überflüssig, sein Umgehen unter Strafe zu stellen.

Ich finde das alles sehr kompliziert.

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Schwelg

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Wie schon angekündigt, habe ich wieder eingekauft. Eigentlich ist das auch schon wieder recht lange her, nur bin ich in der Zwischenzeit nicht so recht zum Schreiben gekommen.

Gegenüber A Parcel of Rogues ist die Besetzung von Steeleye Span um eins gewachsen: der Drummer Nigel Pegrum ist dazugekommen. Die Musik mutet deshalb etwas moderner an, obwohl die alten Instrumente von Dulcimer über Mandoline bis zur Flöte natürlich nicht fehlen.

Die Texte sind zum größten Teil auch alt geblieben. Da gibt es die Geschichte einer Elfeninvasion; Twinkle Twinkle Little Star wird von einem Grundschulchor — manchmal etwas schräg — vorgetragen, und es gibt drei Riddles (wer den Hobbit gelesen hat, kennt dergleichen); und auch eine grauslige Mordgeschichte ist dabei:
Young Emma was a servant maid who loved a sailor bold
Who ploughed the main much gold to gain for his love so we've been told

He went unto young Emma's house his gold all for to show
That he had gained upon the main all in the lowlands low

Young Edwin he sat drinking till time to go to bed
He little thought a sword that night would part his body and head

Young Edwin he got into bed and scarcely was asleep
When Emily's cruel parents soft into his room did creep

And Emma broken hearted was to Bedlam forced to go
Her shrieks were for young Edwin that ploughed the lowlands low(Bedlam ist die älteste Irrenanstalt der Welt)

Im ganzen ist der Ton des Albums düsterer als der von A Parcel of Rogues, aber nachdem ich mich einmal hineingehört habe, gefällt es mir auch sehr gut. Da wird sicher noch die eine oder andere Platte folgen.

Zwei bekannte Namen finden sich übrigens auch noch: Ian Anderson als Production Consultant, und David Bowie spielt Saxophon auf dem einzigen modernen Stück, To Know Him is to Love Him.

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Neil Diamond hat wieder ein neues Album gemacht (na gut, es ist schon im November erschienen). Es enthält dreizehn Titel und heißt deswegen 12 Songs. Einer davon (siehe oben) ist hier gerade im Radio gelaufen, und der gefällt mir richtig gut.
Das ist unverkennbar Neil Diamond, aber er ist mit dem Alter sicher nicht ruhiger geworden — ganz im Gegenteil.

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Als alter Fan von Crosby, Stills, Nash & Young im Trio oder Quartett kann ich auch an Soloalben der vier nur selten vorbeigehen.
Ganz besonders gilt das für Stephen Stills, dessen Stimme mir von den vieren am besten gefällt, auch wenn Graf und Rausch ihn bloß als passablen Sänger bezeichnen.
Zugegeben, im Chor mit den anderen klingt das dann noch viel besser.

Als ich neulich über Stills' Debutalbum gestolpert bin, habe ich es natürlich sofort mitgenommen — trotz des frostigen Covers.
Das erste Stück ist gleich auch das bekannteste, nämlich Love the one you're with. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob es wirklich das beste ist, es hat jedenfalls den deutlichsten Hit-Charakter. Die meisten Titel sind aber wesentlich ruhiger als der Auftakt. To a flame ist einer davon, ziemlich melancholisch, aber mit Vibraphon, einem Instrument, das auf meiner persönlichen Favoritenliste ziemlich weit oben steht.

Black queen dagegen besteht nur aus Gitarre und Gesang und ist so sehr southern, daß vor meinem geistigen Auge direkt ein Whiskey-Werbespot entsteht. Gesponsert hat den Live-Auftritt aber Jose Cuervo Tequila.
Außer Stills selbst ist noch eine ordentliche Ansammlung bekannter Musiker zu hören, unter anderen Rita Coolidge, Priscilla Jones, John Sebastian sowie Crosby & Nash als Sänger. Bei Old times good times spielt Jimi Hendrix Gitarre, bei Go back home Eric Clapton.

Und im Ganzen? Eher was für spätabends als tagsüber; und: es zieht mich immer wieder zu Love the one you're with.

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Über Popol Vuh bin ich vor Urzeiten in einer Wiederholung des Beatclub gestolpert. Damals habe ich die Gruppe gleich auf meine Wunschliste gesetzt, aber natürlich vergessen, ein bestimmtes Stück oder ein Album dazuzuschreiben.
Jetzt habe ich mir die Seligpreisung geholt und muß nach zweimaligem Hören feststellen, daß ich noch nicht begeistert bin. Ich hoffe, das ändert sich noch.

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