Einträge mit dem Tag ‘Musik’

Tags:

Tja, was soll ich dazu sagen? Nette, ziemlich durchschnittliche Musik; von der Sorte, die sich bestens für's Radio eignet.
Aber: Harden my Heart ist auch drauf. So betrachtet, ist die LP einfach eine überdimensionierte Single mit vielen B-Seiten.

Kein Kommentar

Im Plattenladen kann man so manche Schätze ausgraben, und über kaum einen freue ich mich so sehr wie über eine neue Platte von Klaus Schulze.
Diesmal bin ich über Blackdance gestolpert. Einen Titel, Some velvet phasing, kannte ich zwar schon von Mindphaser, aber der Kauf hat sich natürlich trotzdem gelohnt.

Die Instrumentierung ist ungewohnt ... gewöhnlich (Farfisa), und es gibt keine Geräusche, die man nicht in Notenform zu Papier bringen könnte. Das tut dem Schulze-Sound aber keinen Abbruch; außerdem ist Blackdance dadurch etwas besser für Elektronik-Neueinsteiger geeignet als, sagen wir mal, Irrlicht.
Zugegeben, an Body Love, Mirage oder X kommt es meines Erachtens nicht heran; andererseits ist Blackdance auch schon 1974 erschienen und klingt dafür ziemlich modern.
Bevor ich der Versuchung erliege, mit einer wilden Adjektiv-Orgie eine Beschreibung der Stücke zu liefern, erwähne ich lieber noch, daß das Cover — als Gatefold, also zum Aufklappen — von Urs Amann gestaltet worden ist.

Kein Kommentar

Eigentlich will ich ja zu meinen musikalischen Neuerwerbungen immer auch ein paar Zeilen schreiben, aber in letzter Zeit flossen die Worte überhaupt nicht. Dafür gibt es jetzt wenigstens ein paar Zeilen zu The Silver Tongued Devil And I.
Kris Kristofferson macht (natürlich) Country-Musik, die allerdings ziemlich weit entfernt ist von der konservativen, "volkstümlichen" Musik, die man gemeinhin mit Nashville assoziiert.
Auf meiner persönlichen Geschmacksskala gibt es speziell bei Country eine ziemlich klare Trennung zwischen Musik, die ich mag, und solcher, der ich überhaupt nichts abgewinnen kann; die von Kristofferson gehört — zusammen mit den anderen Highmaymen Nelson, Jennings und Cash — klar zu ersterer. Woran das liegt, kann ich nicht einmal genau sagen. Die Texte sind natürlich um einiges intelligenter als das, was man aus der Country-Ecke gewohnt ist; nebenbei greifen sie auch immer wieder echte gesellschaftliche Probleme auf — Haggards Friseurgeschichten
We don't let our hair grow long and shaggy,
Like the hippies out in San Francisco do.
finde ich da deutlich weniger überzeugend.
Ein weiterer Punkt ist Kristoffersons Stimme. Die Bezeichnung gravelly trifft es ziemlich gut: eine Stimme wie Kies, der unter den Füßen knirscht. Diese Stimme muß man einfach gehört haben, und ich denke, man kann sie nur hassen oder lieben.
The Silver Tongued Devil And I faßt Stücke von Ende der sechziger und Anfang der siebziger Jahre zusammen. Wer Kristofferson mag, wird hier sicher fündig werden (und kennt das Album sowieso), die anderen werden wohl kaum bis hierhin lesen, und deswegen kann ich jetzt aufhören zu schreiben.

Kein Kommentar

Tags:

Vor einiger Zeit bin ich in einer Radiosendung auf die Gruppe Magna Carta und deren Ballade Lord of The Ages gestoßen. Sie hat mir sehr gefallen, und wie das so ist, habe ich mich auf die Suche nach weiteren Alben gemacht. Pilgrim of The Year hörte sich recht vielversprechend an und löste das Versprechen auch ein. Danach war leider erstmal Schluß, denn alle weiteren Platten, die ich auftreiben konnte, bestanden aus verdächtig kurzen Titeln (der Pilgrim nimmt eine ganze Seite und Lord of The Ages immerhin über eine halbe Plattenseite ein).
Also habe ich ein bißchen hierin geschmökert, um nach lohnenswerten Titeln Ausschau zu halten.
Anstelle neuer Magna-Carta-Titel bin ich stattdessen über die Gruppe Steeleye Span gestolpert. Die Autoren des Lexikons machen aus ihren Präferenzen keinen Hehl, wenn sie über die ihrer Meinung nach beste Platte von Magna Carta schreiben:
Die LP verfügte zwar über weniger Tiefgang als die ambitionierten Arbeiten ihrer Zeitgenossen Fairport Convention und Steelye Span, überzeugte aber durch eine spielerische, an Naivität grenzende Leichtigkeit.
Das konnte ich natürlich nicht auf sich beruhen lassen, und so erstand ich Parcel of Rogues. Dem obigen Zitat kann ich zwar nicht ganz zustimmen, aber die Platte hat mich trotzdem sofort begeistert. Während Magna Carta Geschichten erzählen, die irgendwo zwischen Märchen und (moderner) Fantasy angesiedelt sind, interpretieren Steeleye Span alten englischen Folk neu — mal sehr traditionell, mal mit rockigeren Elementen. Die Texte befassen sich in der Regel mit persönlichen Erlebnissen und (Miß-) Geschicken, und sie sind oft ziemlich bawdy, wie man es von alten Volksliedern erwarten kann; jedenfalls von solchen, die von einfachen Leuten gesungen und später nicht "aufgeräumt" wurden.

By chance this fair maid's garter by chance it came untied
For fear that she might lose it I unto her did say
Your garter's come untied me love
sing fol-der-ol diddle-ol-day

As we rode on together, me boys, to the outskirts of the town
At length this fair young damsel she stopped and looked around
"O since you've been so venturesome pray tie it up for me"
"O I will if you go to the apple grove"
sing fol-der-ol diddle-ol-day

And when we got to the apple grove the grass was growing high
I laid this girl upon her back her garter for to tie
While tying of her garter such sights I never did see
...

Tja, was soll ich noch sagen? Vielleicht, daß die Sängerin, Maddy Prior, eine tolle Stimme hat. Oder einfach, daß ich begeistert bin und demnächst wohl wieder einkaufen gehen muß.

Kein Kommentar

Das frage ich mich immer, wenn ich mal wieder Stella von Yello höre. Jetzt habe ich endlich mal das Orakel befragt.
Ergebnis: Niemand, aber Dieter Meier ist ein Bankfilialleiter mit grünen Haaren, der vom Pokern lebt.

Kein Kommentar

Tags:

Es war mal wieder Zeit, eine neue Band auszuprobieren, und da habe ich mich entschlossen, bei Rainbow reinzuhören. Der eine oder andere Titel, den ich schonmal im Radio gehört habe, gefällt mir ganz gut; außerdem darf man schon einiges erwarten, wenn Ritchie Blackmore eine Band gründet.
Ein Blick in's Lexikon verrät, daß die Besetzung von Rainbow des öfteren wechselte. Auf "On Stage" (wie man sich denken kann eine Live-LP) sind außer Ritchie Blackmore noch Cozy Powell (der mit dem Teufel tanzt), Tony Carey (key) und Jimmy Bain (b) dabei, außerdem Ronnie James Dio als Sänger.

Bei der Bewertung bin ich mir etwas uneins -- sie liefern ziemlich guten Hard Rock ab, aber eben nicht mehr. OK, ein paar Takte Bach auf der Gitarre und ein bißchen Greensleeves sind ganz nett, aber die Klasse von Deep Purple suche ich hier vergeblich. Das ist vielleicht nichtmal so verwunderlich, wer kann sich schon Purple ohne Jon Lord vorstellen?

Hmm, das hört sich jetzt fast so an, als ob die Platte wirklich nur mittelmäßig wäre, das stimmt aber nicht. Sie ist sehr gut, ich vermisse nur das gewisse Etwas, das sie aus der Masse der anderen sehr guten Hard-Rock-LPs heraushebt.

Kein Kommentar

Warum mußte ich dabei

nur gleich daran

denken?

Dabei sehen die sich ja nichtmal wirklich ähnlich.

Kein Kommentar

Bislang kannte ich von Bowie (bis auf die üblichen Hits) nichts, und über die Heroes bin ich mir noch uneins; sicher ist nur, daß das ein schwieriger Annäherungsversuch werden wird.

Trancefer ist da viel einfacher: gewohnte Schulze-Qualität im gewohnten Schulze-Stil. Das soll jetzt aber nicht heißen, daß man einen Einheitsbrei serviert bekäme und eine Platte nicht von der anderen unterscheiden könnte. Trancefer ist schon deutlich anders und neuer als X oder selbst Dune.

Á propos Dune: Die Bücher habe ich nie wirklich verstanden, und das wurde mit jedem Folgeband schlimmer...

Kein Kommentar

Coverversionen von bekannten Stücken können ja durchaus künstlerisch wertvoll sein, aber wenn das Cover nur aus zwei halben Textzeilen des Originals besteht, die dazu noch gesamplet sind, dann fängt bei mir das Kopfschütteln an.
Warum man davon dann auch noch den Text in's Web stellen muß, ist mir schleierhaft, aber wie hat der Titel es an die Spitze der UK Single Charts geschafft?

Kein Kommentar