Mir ist gerade erst aufgefallen, daß ich den Rest meines Artikels zu Laird Barrons Imago Sequence schuldig geblieben bin.

Viel mehr habe ich allerdings auch nicht zu sagen: Barron beschreibt die Jagd nach der zweiten und dritten Fotographie der Imago Sequence, die unter den Titeln Parallax Beta und Imago bekannt sind (die erste, die die Geschichte eröffnet, heißt Parallax Alpha). Die Suche wird zunehmend seltsamer und verstörender, und Barron schafft es wirklich, einen Spannungsbogen aufzubauen, der durch die zunehmende Gewöhnung des Lesers nicht zerstört wird.
Seine "andere" Thematik alleine hebt die Geschichte positiv von gewöhnlichen Horror-Romanen und ihren Gespenstern, Untoten oder Serienmördern ab. Besondere Anerkennung verdient in meinen Augen das Ende — bei vielen Geschichten ein kritischer Punkt. The Imago Sequence verzichtet auf das (leider) übliche Geheimrezept-Ende, bei dem nur das richtige Mittel — Holzpflöcke, Kochsalzlösung, Knoblauch — gefunden werden muß, um dem Spuk ein Ende zu setzen. Trotzdem plätschert die Geschichte nicht einem ausgeblendeten Popmusikstück gleich vor sich hin, sondern hat ein definitives, "komponiertes" Ende.

Hoffentlich gibt es in Zukunft mehr von Barron.

23:06 Kein Kommentar

von kirjoittaessani

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