Archive vom Juli, 2008

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Heute in der Kantine gehört:

Bei dem hat meine Tochter ja ihre Tochterarbeit geschrieben.

Äh? Ach so, Doktorarbeit.

Im Supermarkt habe ich mich dann gefragt, welches Lebensmittel mit brennt leicht an beworben wird.

Es war Holzkohle.

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Wenn es darum geht, einen Verbrecher zu überführen, dann wir heutzutage gerade bei spektakulären Verbrechen gerne der genetische Fingerabdruck zuhilfe genommen. Die begriffliche Anleihe macht es schon deutlich: die DNS, die unsere Erbinformationen enthält, ist individuell einmalig. Finde ich (zum Beispiel durch einen Massengentest) eine Übereinstimmung zwischen einem Menschen und einer am Tatort gefundenen Spur, so habe ich also den Täter -- wenn die Spuren nicht zufällig übereinstimmen; die Wahrscheinlichkeit für eine solche zufällige Übereinstimmung, so ist oft zu hören, sei winzig: eins zu einer Milliarde, solche oder ähnliche Zahlen hört man dann.

Wie die Los Angeles Times Ende letzter Woche berichtete, sieht die Wahrheit wohl etwas anders aus. Selbst in mittelgroßen Datenbanken finden sich diverse Paare von Personen, deren genetischer Fingerabdruck übereinstimmt. Dabei handelt es sich durchaus nicht nur um enge Verwandte; in einem Fall gab es sogar eine Übereinstimmung zwischen einem Schwarzen und einem Weißen.

Einerseits wenig überraschend, andererseits aber doch erschreckend finde ich, daß das FBI sich offenbar bemüht, diese Erkenntnisse herunterzuspielen und weitere Überprüfungen zu verhindern.
[via Slashdot]

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RSS-Feeds sind bekanntlich dazu da, den faulen Surfer über die neuesten Einträge auf einer Webseite zu informieren. Als Nebeneffekt liefern sie aber auch jeden Tippfehler, wenn er nur lange genug online war.

Neulich erfuhr ich, die türkische Justiz habe Anklage gegen mutmaßlich Juristen erhoben. Nanu? Gut, auch Juristen werden mitunter straffällig, aber mutmaßlich? Beim nächsten RSS-Update klärte sich die Sache dann: es waren Putschisten.

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Das schöne an Suchmaschinen ist ja, daß man leicht und schnell Dinge finden kann, die man bisher nicht kannte. Allerdings gibt es dann wiederum Dinge, von denen man vielleicht gar nicht möchte, daß sie gefunden werden.

Wie David vom Anti-Spam Blog berichtet (siehe auch hier), war es bei einem Mobilfunk-Betreiber möglich, private MMS über das Internet einzusehen, ohne daß man sich dazu hätte einloggen müssen. Es gibt sogar eine einfache Google-Suche, um solche MMS zu finden.

Bei Slashdot kann man jetzt lesen, daß diverse andere Anbieter ähnliche Probleme hatten. Immerhin scheinen sie schnell reagiert und den Zugriff unterbunden zu haben.

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Abends im Wald ist es einfach schön.

Tie

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Abendstimmung I

Abendstimmung I

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Das Reihenhaus im Waschbeton-Stil, aus dem ich vor zwei Monaten ausgezogen bin, kann man von hier nicht sehen.
Landmark
Es steht direkt hinter dem Hochhaus.

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Fermats Letzter Satz ist ein gutes Buch. Es fällt mir schwer, einen kritisierenswerten Punkt zu finden, und deshalb nehme ich einfach diesen: Der Titel ist irreführend. Nicht wirklich schlimm irreführend, aber die berühmte Fermat'sche Vermutung, daß nämlich die Gleichung an+bn=cn für n>2 keine positiven Lösungen habe, ist eher der Aufhänger als das Hauptthema des Buches.

Singh liefert hier einen Streifzug durch die Mathematik, der im klassischen Griechenland beginnt und bis in die Gegenwart reicht. Dabei hat er beileibe kein mathematisches Lehrbuch geschrieben, nicht einmal ein Mathematikbuch für Laien. Vielmehr zeigt er, wie Mathematiker denken und arbeiten, wie sich die Arbeitsweise im Laufe der Zeit geändert hat, und was sie antreibt.

Dabei nehmen Fermat und Wiles (der den Satz bewiesen hat) natürlich einen größeren Raum ein, doch Singh betrachtet auch noch eine Vielzahl weiterer Persönlichkeiten. Auf mathematische Details verzichtet er hingegen fast völlig. Das betrifft nicht nur Wiles' Beweis (der immerhin über 100 Seiten in einer Fachzeitschrift füllt), sondern fast alle Beweise und sogar die meisten Sätze. Daher bleibt das Buch auch für mathematische Laien lesbar, wenngleich sich Leser mit entsprechender Vorbildung teils mehr Details wünschen mögen. Für letztere gibt es aber ein Literaturverzeichnis, das nicht nur auf weitere populärwissenschaftliche Werke, sondern auch auf mathematische Fachbeiträge verweist.

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Vor sechs Monaten habe ich mir eiskalt ein Thema für einen Blogeintrag bei sid geklaut; was liegt da näher, als das ganze heute nochmal zu tun?
Meine aktuellen Top 10 sehen so aus:

  1. Toto (0): einerseits bestehen Toto aus einem Haufen Studiomusiker, die es echt drauf haben; andererseits habe ich sieben Toto-Alben, da ist der erste Platz kein Wunder. Daß man die Musik zu jeder Tageszeit hören kann, tut ein übriges.
  2. Gerry Rafferty (0): ein bißchen Rock, ein bißchen Singer/Songwriter; Gerry Rafferty eignet sich besser für Nach- als Vormitag, ist und bleibt aber einer meiner Lieblinge.
  3. Enya (+3); gute Morgenmusik, und die drei aufgeholten Plätze liegen wohl daran, daß ich inzwischen ein zweites Album digitalisiert habe
  4. Crosby, Stills & Nash (-1): hach. Ein bißchen zwischen Folk und Country, und einfach toll. Aber gegen die doppelte Dosis Enya mußten sie dann doch einen Platz abgeben.
  5. Carole King (-1): eine tolle Komponistin. Auch hier gilt: der verlorene Platz liegt nur an Enya.
  6. The Alan Parsons Project (-1): sehr poppig, sehr radiotauglich. Mal höre ich die Musik gerne und häufig, mal verstaubt sie in der Ecke. Kein klarer Trend.
  7. Chicago (+1): Das wundert mich jetzt -- ich habe das Gefühl, Chicago in letzter Zeit seltener zu hören.
  8. Stephen Stills (Neu): Ein Drittel von Crosby, Stills & Nash, und auch solo immer ein Genuß. Zwei Alben neu digitalisiert, da war vor sechs Monaten keine Plazierung möglich.
  9. Steve Winwood (0): Rock, Pop, Blues? Auf jeden Fall gut.
  10. Vaya Con Dios (Neu): Sehr gut, aber eher etwas für den Abend, und eher zum aktiven Zuhören.

Und hier die Dreimonatsliste:

  1. Enya: Ich sag's ja, mit dem zweiten digitalisierten Album geht's ab.
  2. Toto
  3. Gerry Rafferty
  4. Carole King
  5. Crosby, Stills & Nash
  6. The Alan Parsons Project
  7. Stephen Stills
  8. ABBA: jaja, jedem sein Laster...
  9. Steeleye Span: klassische britische Volksmusik, teils sehr ursprünglich, teils leicht rockig präsentiert. Richtig gut.
  10. Billy Joel: er war vor sechs Monaten noch auf Platz zehn der Gesamtliste, diesmal hat's ihn auf die Elf verschlagen.
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Nach meiner ersten Begegnung mit Harry Potter dachte ich: Nett. Den großen Potter-Hype konnte ich nicht ganz verstehen, aber das Buch ist gut geschrieben und nett zu lesen.
Ein Punkt, der mich gestört hat: einige der "Bösen" sind einfach übertrieben dargestellt -- Uncle Vernon oder Draco Malfoy zum Beispiel. Das finde ich unrealistisch.
Ich weiß, daß das auch ein beliebter Kritikpunkt am Herrn der Ringe ist; aber aus irgendeinem Grunde stört mich ein durch und durch böser Ork weniger als ein klischeehafter Stiefvater.
Nichtsdestoweniger halte ich den ersten Potter immer noch für ein sehr gutes Buch, dafür gibt's vier Sterne.

Wenn ich sage, daß ich den Potter-Hype nicht verstehe, dann heißt das aber nicht, daß er mich nicht auch erfaßt hätte. Ich schlinge begierig jede Seite in mich hinein; und die Tatsache, daß nach dem siebten Band Schluß ist, beunruhigt mich nur deswegen nicht, weil der ja noch so weit hin ist.

Etwas hat sich aber (für mich) irgendwo im zweiten oder dritten Band geändert: ich entdecke in den übertrieben gezeichneten Figuren Archetypen, die wohl jeder aus seiner Schulzeit kennt: den fiesen Hausmeister, den ungerechten und den netten Lehrer, und so weiter.
Und wenn ich diese Figuren nicht mehr als Individuen, sondern eben als Archetypen sehe, dann stört mich die stark übertriebene Darstellung nicht mehr.

Inzwischen habe ich ein Viertel des vierten Bandes intus, und habe leider keine Zeit mehr, diese Rezension weiter zu schreiben, weil ich lesen muß.

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