Archive vom Mai, 2008

Es ist schon ein paar Tage Wochen her, da wollte Sid wissen, wie es auf meinem Schreibtisch aussieht. Nachdem die Kartons zumindest teilweise ausgepackt sind und ich den Stau im Feedreader langsam abbaue, ist jetzt endlich Zeit, das Stöckchen zu bearbeiten. Nun ja, bearbeiten ist wohl der falsche Ausdruck.

Immerhin ist nichts weiter gefordert als ein Bildschirmfoto.

Ich wechsele meinen Schreibtischhintergrund nur sehr selten, und der Blick vom Bishorn ist sicher schon zwei Jahre an der Stelle zu sehen. Sattsehen werde ich mich so schnell wohl nicht, immerhin ist die Sicht in der Regel von einem wahren Haufen Fenster versperrt.

[Edit:] Und jetzt werfe ich das Stöckchen weiter an die liebe Eule.

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Notiz konnte nicht gesendet werden, sagte mein Telefon heute zu mir. Das ist nicht nett, denn ich benutze es oft als elektronisches Notizbuch; und diese Notizen (in diesem Falle eine längere Vokabelliste) möchte ich dann auch gern auf meinen Rechner übertragen. Nach Abtippen steht mir der Sinn in der Regel nicht, sonst würde ich ja Bleistift und Notizblock verwenden.

Nach einigem fruchtlosen Herumprobieren bin ich dann beim Macaholiq gelandet, und siehe da: kaum hat man die etwas versteckte Einstellung Bluetooth Sharing im Sharing-Kontrollfeld vorgenommen, klappt es auch.

[aina sekoitan toukokuu- ja lokakuu-sanoja...]

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In der Astronomie ist alles unglaublich groß und unglaublich weit weg: unsere Sonne hat zum Beispiel einen Durchmesser, der hundertmal größer als der der Erde ist. Gleichzeitig ist sie so weit weg, daß es sieben Minuten dauert, bis ihr Licht bei uns eintrifft (und das sie nicht größer erscheint als der Vollmond).

Schaut man sich das weitere Weltall an, so stellt man aber schnell fest, daß es wesentlich größere Objekte gibt. Die in meinen Augen erstaunlichsten sind die Quasare: Auf den ersten Blick sieht man sie lediglich als Lichtpunkte. Damit gleichen sie den Sternen, denn auch sie erscheinen aufgrund ihrer großen Entfernung nur als Punkte, während Galaxien als kleine Scheiben oder Spiralen zu sehen sind. Sieht man genauer hin, stellt man allerdings fest, daß Quasare sehr viel weiter entfernt sind als normale Sterne. Daraus folgt natürlich auch, daß sie sehr viel heller sein müssen. In der Tat gibt es Quasare, die 1000000000000 mal so hell sind wie unsere Sonne -- oder 100 mal so hell wie eine ganze Galaxie.

Vor kurzem hat Janine Fohlmeister von der Uni Heidelberg mit drei weiteren Autoren eine Arbeit veröffentlicht, die sich mit Gravitationslinsen befaßt: Nicht nur Materie, sondern auch Licht wird beim Passieren (großer) Massen abgelenkt. Durch diesen Effekt erscheinen Objekte mitunter nicht an der Stelle am Himmel, an der sie "wirklich" stehen, sondern etwas verschoben -- sozusagen eine Art kosmischer Fata Morgana. In dem Paper berichten die Autoren von einem Quasar, der gleich in mehrfacher Ausfertigung zu sehen ist. Sie werten die vier hellsten davon aus und stellen fest, daß die Bilder auch noch zeitlich verschoben sind: das Licht ist auf den verschiedenen Wegen auch unterschiedlich lange unterwegs. Dabei handelt es sich durchaus um längere Zeitspannen: das erste  Bild ist dem letzten mindestens sechs Jahre voraus.

Eine interessante Anwendung dieses Phänomens ist eine Art Frühwarn-Effekt: sieht man auf dem einen Bild etwas Interessantes, kann man sich die Sache einige Jahre später auf einem anderen Bild sehr viel genauer ansehen, weil man ja vorher weiß, wo etwas passiert.

[via nature]


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Es gibt Jubiläen, die gefeiert werden; und dann gibt es Jahrestage, die lediglich begangen werden. Unser heutiger Kandidat gehört definitiv in die zweite Gruppe: UBE, Unsolicited Bulk Email (im Alltagsgebrauch schlicht: Spam), wird heute dreißig Jahre alt.

Der Kandidat erfreut sich derzeit bester Gesundheit, und es ist nicht abzusehen, daß sich das ändern könnte. Die Anfänge nehmen sich dagegen sehr bescheiden aus -- fast schon putzig: Die erste Spam-Mail war gerade mal an ein paar hundert Adressen gerichtet; diese mußten allerdings von Hand eingetippt werden. Das Mail-Programm konnte nur mit einer begrenzten Anzahl Adressen umgehen, und der Absender kannte sich nicht besonders damit aus. Deshalb ist eine ganze Reihe Mailadressen gar nicht an der richtigen Stelle gelandet, sondern einfach im Text der Nachricht.

Ja, so einfach war die Netz-Welt damals.

[via Slashdot]

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