Archiv vom Januar 2nd, 2006

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Tja, was soll ich dazu sagen? Nette, ziemlich durchschnittliche Musik; von der Sorte, die sich bestens für's Radio eignet.
Aber: Harden my Heart ist auch drauf. So betrachtet, ist die LP einfach eine überdimensionierte Single mit vielen B-Seiten.

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Gilt_nicht

Na, wo denn sonst? Sollten da die südlichen Nachbarn etwa auch...
Aber weit gefehlt: In 26 Ländern kann man jetzt den Punkt bewundern.

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Heute will ich eine kurze Anleitung zur Aussprache finnischer Texte geben; ich finde nämlich, daß Textbeispiele immer etwas schwer verdaulich sind, wenn man nichts über die korrekte Aussprache weiß.

Das kann ja durchaus eine komplizierte Angelegenheit sein: der Engländer schreibt read und sagt mal red, mal reed, und der knight hört sich auch nicht mehr so an, als habe er etwas mit dem Knecht zu tun.
Der Franzose schreibt immer mehr, als er spricht, und von Sprachen mit wirklich schwierigen Ausspracheregeln will ich gar nicht anfangen.

Zum Glück ist das im Finnischen alles viel einfacher:

  1. Die Hauptbetonung jedes Wortes liegt auf der ersten Silbe. Immer.
  2. Jeder Buchstabe behält seinen Lautwert in allen Kombinationen bei. Insbesondere gibt es kein Dehnungs-h und -e.
  3. Alle einfachen Vokale (und Konsonanten) werden kurz gesprochen; doppelte Vokale und Konsonanten werden lang gesprochen.

Das war es im wesentlichen auch schon. Zu Regel 2 sei angemerkt, daß die Lautwerte fast immer denen im Deutschen entsprechen. y ist dt. ü und v wird wie w ausgesprochen. Man muß sich nur die "Sonderregeln" des Deutschen abgewöhnen, etwa für eu (nicht /oi/) und ei (nicht /ai/, sondern wie in boah ey). Es gibt nur ein s, und zwar das stimmlose, das aber manchmal eine Tendenz in Richtung /∫/ (dt. sch) aufweist. H ist immer ein Hauchlaut, auch vor Konsonanten, etwa in lahti.

Zu dieser strikten Korrespondenz zwischen Schreibung und Aussprache gibt es eine[1] kleine Ausnahme: ng wird wie in dt. Finger (aber länger) ausgesprochen, nicht wie in englisch finger: das g tritt also selber nicht mehr in Erscheinung, und das n wird zum "eng"-Laut.

Ein paar Feinheiten gibt es natürlich noch; zum Beispiel werden die Plosive p, t, k nicht aspiriert und klingen deshalb relativ weich. In echt finnischen Wörtern kommt b nicht, g nur als ng und d nur im Rahmen des Stufenwechsels[2] vor. In Lehnwörtern werden diese Konsonanten oft ersetzt, z.B. pankki "Bank".

Die langen Konsonanten sind für einen Deutschen zunächst sehr ungewohnt, im Italienischen kommen sie aber auch häufig vor. Allerdings ist mir dort kein Fall bekannt, in dem die Konsonantenlänge allein bedeutungsentscheidend wäre; im Finnischen ist das aber häufig der Fall:
kuka "wer", kukka "Blume"
kylä "Dorf", kyllä "ja"
mato "Wurm", matto "Teppich"
u.s.w.

Im Falle von Vokallängen ist das ja auch im Deutschen der Fall:
Wal/Wall
fahl/Fall
fühle/Fülle

Anmerkungen:

[1]: Es gibt noch eine weitere (die mir bekannt ist), die aber so speziell ist, daß ich sie hier nicht erwähne.

[2]: Der Stufenwechsel ist für den Lernenden ein ganz besonders lustiges Kapitel. Wenn ich Lust habe, schreibe ich darüber auch mal etwas. Grob gesagt, gibt es einige Konsonanten und Konsonanten-Kombinationen, die in einer "starken" und einer "schwachen" Stufe vorliegen, z.B. d—t und t—tt. Je nach dem, in welcher Form ein Wort vorliegt, wird mal die schwache und mal die starke Stufe benutzt, z.B. mato "der Wurm", madot "die Würmer" und entsprechend matto der Teppich, matot die Teppiche.

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