Archive vom Oktober, 2010

Hach. Was ein Wetterchen!

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When an owl is quietly hooting;
Though the mists be closing densely,
thorns clawing at my chest;
though scree be sliding underfoot,
daylight waning fast;
though icy be the wind,
though treacherous the path:

When the Owl is quietly hooting
I shall not feel alone.
I will not waver,
Will not stray,
Till I'm safe and warm and home.

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Eigentlich wollte ich ja die Sonne ins Tal schicken -- aber der Nebel ist hier oben sogar noch dicker als in der Stadt.

Die Stimmung ist allerdings sehr heimelig.

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Es begab sich aber zu der Zeit, daß es der zivilisierten Welt ein großes Mysterium war, wie Polynesien besiedelt worden sei. Da kam aus einem Lande im Norden ein Mann daher und hielt die Gelehrten zum Narren: von Amerika aus seien die Menschen mit Flößen gekommen. Großes Gelächter erhob sich aus den Reihen der Wissenden: eine Floßfahrt auf dem Flusse sei wohl die eine Sache, auf dem offenen Meere dagegen sehe es ganz anders aus. Überdies sei Balsaholz zwar an Lande von überaus großer Leichtigkeit, sauge sich jedoch innert Tagen voll und gehe unter, so man zu Wasser bringe; weshalb die Flößer Ägyptens ihre Fahrzeuge an Land trockneten. Da sprach der Nordmann: Ihr glaubt mir nicht? Wohlan, so will ich selbst hinüberfahren.

Der Mann hieß Thor Heyerdahl, und in seinem Buch Kon-Tiki beschreibt er die erstaunliche Geschichte seiner Floßfahrt von Peru ins sechstausend Kilometer entfernte Tahiti. Heyerdahl und seine Mitstreiter gehen an dieses gewaltige Abenteuer mit einer interessanten Mischung aus Forscherdrang und Naivität heran. Letztere braucht man wohl auch, um sich mit einem Floß, von dem jedermann sagt, es werde nach ein paar Tagen untergehen, auf eine dreimonatige Reise über den Stillen Ozean zu begeben.

Solche kleine Krabben nun waren die Polizeipatrouillen Neptuns. Sie waren immer geschwind zur Stelle, wenn etwas Eßbares zu haben war. Als der Koch eines Tages einen fliegenden Fisch zwischen den Stöcken übersah, war dieser am nächsten Tag von acht bis zehn kleinen Krabben bedeckt, die ihn mit ihren Scheren in sich hineingabelten. Meistens waren sie ängstlich, verschwanden und versteckten sich, wenn wir kamen, aber achtern in einem kleinen Loch am Steuerklotz wohnte eine, die Johannes hieß und ganz zahm war.

Damit nicht genug: sie fahren auch noch abseits jeglicher Schiffahrtsrouten und sind deshalb wirklich auf sich allein gestellt.

Heyerdahls erfrischender Stil bringt dem Leser die Atmosphäre an Bord des Floßes sehr nahe. Dabei kommen einem die hundertein Tage der Überfahrt nie langatmig vor -- dafür sorgen schon die häufigen Einschübe, etwa zu Rapa Nui (der Osterinsel) und ihren steinernen Skulpturen.

Fast vergisst man die Gefahr und wünscht sich selbst an Bord...

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