Einträge mit dem Tag ‘Netz’

Mir ist gerade aufgefallen, daß ich hier schon länger nichts mehr geschrieben habe. Da kam es mir zupaß[1], daß ich heute zufälling auf eine schicke Webseite gestoßen bin: bei tvtropes gibt es eine augenscheinlich recht umfangreiche Sammlung von verbreiteten Motiven[2] aus Film, Literatur und Computerspielen. Zu jedem Eintrag gibt es eine Erklärung und eine Reihe von Beispielen. Das beste daran ist aber: die Erklärung ist kräftig mit Links auf andere Einträge versetzt, so daß man sich schmökernd quer durch das ganze Lexikon klicken kann.

Da ist es fast schon als Glück zu bezeichnen, daß ich während der Arbeitszeit über die Seite gestolpert bin. Andernfalls hätte ich wieder viel zu viel Zeit auf der Seite verbracht.

Also: Surfbefehl! (Oder heißt das: Klickbefehl?) Ein guter Einstieg ist zum Beispiel dieser hier.

[1] Das Wort wird im allgemeinen sehr vernachlässigt.

[2] Man könnte auch Meme sagen, obwohl das nicht ganz paßt.

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Zum Tagesabschluß habe ich noch etwas heiteres, nämlich eine Suchanfrage: warum muss man bei primzahlen die vielfachen fon 11 nicht streichen?, will ein unbekannter Besucher wissen.

Da kann ich nur sagen: die Frage ist falsch gestellt. Wenn man mit dem Sieb des Eratosthenes Primzahlen bestimmen will, sind die Vielfacher von elf durchaus zu streichen — genauso wie die aller anderen Primzahlen. Sind allerdings nur die Primzahlen bis N=100 gefragt, kann man nach der sieben aufhören: es genügt immer, bis zur Wurzel von N (hier also 10) zu prüfen.

Das sieht man so: angenommen, es gibt einen Teiler von nN (nennen wir ihn a), mit a>√N. Dann ist aber auch b = n/aN/a < N/√N = √N, also b<√N, Teiler von n; und so erkennen wir auch dann, daß n nicht prim ist, wenn wir nur bis √N prüfen.

Gute Nacht.

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Mockingbird stimmt schon mal ein Requiem an, Anke Gröner ist zum ersten Mal fassungslos: der Bundestag hat heute unter dem Deckmäntelchen des Schutzes vor Kinderpornografie die Einführung einer flächendeckenden Zensur-Infrastruktur beschlossen.

Wie Telepolis sehr treffend feststellt, wirkt die Argumentation der Befürworter etwas hilflos, so daß man sich fragen muß, warum die Koalition es mit der Verabschiedung des Gesetzes so eilig hat. Die Verhandlung der von über 130.000 Bürgern unterzeichnete Petition gegen den Gesetzentwurf durch den Petitionsausschuß des Bundestages hat man — natürlich — auch nicht abwarten wollen.

Ich persönlich muß sagen, daß ich schon bei der Einführung der Vorratsdatenspeicherung so fassungslos war, daß ich zum ersten Mal seit Jahren wieder auf die Straße gegangen bin — und zum ersten Mal überhaupt den Gang nach Karlsruhe angetreten habe. Deshalb finde ich das neue Gesetz nicht weniger schlimm, aber es gibt schon eine gewisse Abstumpfung: etwa so, als ließe man sich unter Lokalanästhesie verprügeln; man weiß, daß gerade eine Menge kaputtgeht, und daß es nachher ziemlich wehtun wird, aber im Moment ist da mehr stummes Entsetzen als echte Schmerzen.

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Gestern habe ich zum zweiten Mal meinen Scrobbler — also die Anbindung an last.fm — deaktiviert. Das kam so: meine Daten sind mir lieb und teuer; und wann ich welche Musik höre, ist eigentlich ziemlich privat. Trotzdem finde ich last.fm eine witzige Idee. Die tolle Community (wie etwa bei LovelyBooks) habe ich dort nicht gefunden, aber die Statistikfunktionen sind schon ganz nett.

Nun ja, ich war schon hin- und hergerissen, als ich mich dort angemeldet habe. Letztlich hat die Neugier gesiegt, und meine Playlisten fanden sich fortan online. Ich bin natürlich davon ausgegangen, daß Außenstehende nur auf genau die Daten Zugriff haben, die auf der Seite finden; alles andere hat der Anbieter für sich zu behalten oder zu löschen.

Dann tauchte bei Slashdot das Gerücht auf, daß last.fm Benutzerdaten — das heiligste, was ein Web-2.0-Dienst hat — an die RIAA weitergegeben habe. Das wurde (natürlich, möchte man hinzufügen) von last.fm dementiert. Ich war jedenfalls einigermaßen geschockt und habe meinen Scrobbler für ein paar Tage deaktiviert.

Irgendwann hat sich meine ganz persönliche Aufregung aber gelegt, und ich habe last.fm either wieder benutzt — jedenfalls bis gestern. Dann kam erneut eine Meldung über Slashdot herein und verwies auf einen Artikel bei TechCrunch: demnach ist das Dementi damals dem Buchstaben nach wahr gewesen, weil die Daten über nicht direkt, sondern über Umwege an die RIAA geflossen seien.

Das war für mich dann Anlaß, den Scrobbler ein weiteres Mal zu deaktivieren. Danach habe ich aber ein bißchen tiefer gebohrt als sonst — und bin auf einige Ungereimtheiten gestoßen. Zum Beispiel gibt es — anders als bei TechCrunch zu lesen — sehr wohl ein klares Dementi ohne Weasel Words, nämlich beim Wall Street Journal. Bei TechCrunch selbst scheint auch nicht alles eitel Sonnenschein zu sein; jedenfalls deuten einige der Kommentare darauf hin, daß die Betreiber beim Moderieren recht eifrig sind; bei der Diskussion im Last.fm-Forum kommen sie dann auch nicht besonders gut weg.

Die ganze Sache sieht irgendwie ganz schön schmutzig aus. Was auch immer hier die Wahrheit sein mag, ich weiß auch nicht, was ich tun soll: einerseits liegen meine Daten ziemlich offen auf dem Server — auch wenn sie nie an Dritte weitergegeben worden sind; andererseits bietet last.fm ganz nette features, und der Dienst paßt schon sehr zum Web 2.0.

Mal sehen, was die nächsten Tage so bringen.

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Ich weiß gar nicht, wie lange ich mich schon darüber ärgere: wenn mein Browser die ihm aufgetragene Adresse nicht kennt, dann hängt er ungefragt ein www davor und ein .com dahinter. Das ist in meinen Augen ein typischer Fall von “nett gemeint”. Ich kann es aber nicht haben, wenn mein Rechner intelligenter sein will als ich, Das schafft er nämlich in der Regel nicht.

Bis ich dann irgendwo die erlösende Neuigkeit gefunden habe: das nennt sich Domain Guessing, und man kann es abschalten! Es geht bloß nicht in den normalen Voreinstellungen, man muß vielmehr about:config in die Adresszeile des Browsers eingeben und dann den Eintrag browser.fixup.alternate.enabled auf false setzen.

Eigentlich ganz einfach.

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Ich will auch!

Titel:

  1. Enya — Watermark (64)
  2. Enya — Cursum Perficio (62)
  3. Enya — On Your Shore (61)
  4. Enya — Storms in Africa (59)
  5. Enya — Exile (59)
  6. Enya — Miss Clare Remembers (58)
  7. Enya — Orinoco Flow (58)
  8. Enya — Evening Falls … (54)
  9. Enya — River (51)
  10. Enya — The Longships (49)

Das seht jetzt, zugegeben, sehr langweilig aus, ist es aber nicht. Ich bin nichtmal ein so großer Fan, obwohl ich sie recht gerne höre. Allerdings habe ich in der ersten Jahreshälfte die beiden Alben, die ich digitalisiert besitze, fast jeden Morgen gehört.

Alben:

  1. Enya — Watermark (588)
  2. Gerry Rafferty — Night Owl (393)
  3. Enya — Shepherd Moons (380)
  4. Gerry Rafferty — Snakes And Ladders (370)
  5. Crosby, Stills & Nash — CSN (326)
  6. Carole King — Simple Things (320)
  7. Gerry Rafferty — City To City (320)
  8. Crosby, Stills & Nash — Daylight Again (282)
  9. Carole King — Tapestry (277)
  10. Amazing Blondel — Evensong (224)

Hier kann man schon eher meine wahren Favoriten erahnen: Gerry Rafferty, Carole King sowie Crosby, Stills, Nash und Young als Quartett, Trio, Duo oder auch Solo. Neuerdings darf es auch gerne mal Folk sein, und da sind Amazing Blondel gerade noch auf Platz 10 gerutscht.

Ja, und damit sind wir auch schon bei der wichtigsten Liste angekommen, nämlich der der Künstler:

  1. Gerry Rafferty (1085) [+1/+1]
  2. Enya (1028) [+1/+5]
  3. Toto (944) [-2/-2]
  4. The Alan Parsons Project (702) [+2/+1]
  5. Carole King (619) [0/-1]
  6. Crosby, Stills & Nash (608) [-2/-3]
  7. Stephen Stills (340) [+1/neu]
  8. ABBA (333) [neu/neu]
  9. Jethro Tull (286) [neu/neu]
  10. Steve Winwood (249) [-1/-1]

Im Vergleich mit der Liste von vor sechs Monaten hat sich nicht viel getan — plus oder minus zwei Plätze sind nicht die Welt; und auch im Vergleich mit der Liste von 2007 ist da nicht viel mehr los. Die Neuzugänge haben ihr Erscheinen in den Top Ten wohl neu digitalisierten Alben zu verdanken. Ich bin halt doch ein recht konstanter Hörer.

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Den gelegentlichen Spam-Kommentar wegzuklicken, ist ja noch OK. Aber seit ein paar Tagen sind es jeden Tag mindestens vierzig, und da hört der Spaß definitiv auf.

Mal sehen, wie gut Akismet ist.

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Gerade habe ich einen Text über E-Mail (und Twitter und so) gelesen; und ganz im Gegensatz zu Jeff habe ich plötzlich Lust, statt einer Mail an alte Freunde zur Abwechslung mal wieder einen ganz altmodischen Brief zu verschicken. Und mich bei Twitter abzumelden.

OK, ich sehe es ein: ich bin übermüdet. Aber wenn ich morgen auch noch Lust dazu habe, schreibe ich vielleicht wirklich den ein oder anderen Brief.

Aber den Twitter-Account behalte ich.

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Nämä ovat (eri lailla) vanhoita uutisia, mutta Googlen sivu 2001:stä on huvittava. Yritätte hakea esimerkiksi Penryntä, Web 2.0:ta tai Flickrtä.

[ Heisen kautta ]

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Nachdem ich Jeff Atwoods Blog schon eine Zeitlang lese, habe ich mir jetzt auch Stackoverflow einmal angesehen: eine Programmierer-Community (wir sind schließlich im Web 2.0!), in der Wissen rund um das Entwickeln von Software gesammelt wird. Die Idee hinter Stackoverflow ist eine Mischung aus einem Wiki, einem Blog, einem Forum und einem Ranking-System in der Art von Digg.

Die Sache sieht so aus, als ob man sie im Auge behalten sollte.

Außerdem: mein Audio-Entknackser kann mit Cembalos nicht umgehen.

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