Archive vom Oktober, 2008

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Hier sollte eigentlich der Blogeintrag stehen, den ich mir heute früh (oder war es gestern abend?) ausgedacht habe. Leider weiß ich nicht mehr, worum es ging.

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Also, eines muß ich ja mal festhalten: ab zwölf Stunden im Büro wird es nervig; und das nicht nur, weil dann die Zeit zum Bloggen fehlt.

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Das sind jetzt zwar in mehrfacher Hinsicht Neuigkeiten von gestern, aber mit der Google-Seite von 2001 kann man ein paar lustige Momente verbringen: Penryn, Web 2.0 oder Flickr sind ein paar interessante Suchbegriffe.

[ via Heise ]

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Reis! Welch ein Luxus! Ich lehne mich an die Wand der Bauhütte und löffele meine Schale leer. Nach dem Menü der letzten Woche -- morgens Müsli, abends Ramen-Nudeln -- kommt uns ein Beutel Fertigreis wie ein Festmahl vor. Aber Gewicht ist nunmal ein Problem, und so verzichten wir auf alles, was viel Wasser enthält oder länger kochen muß (und deshalb Gas kostet).

Morgen soll es endlich so weit sein: wir steigen über den Haut Glacier d'Arolla auf zum Col Collon, dem Paß, der uns nach Italien bringen soll.

Sehr viel weiter südlich, so haben wir beschlossen, soll es aber nicht mehr gehen. Da wir durch die Pause in der ersten Woche ein paar Tage verloren haben, ist Mailand kaum noch zu erreichen. Außerdem besteht allgemein wenig Interesse an einer Wanderung durch die Ebene. Stattdessen wollen wir in Italien östlich weiterwandern, um dann wieder in die Schweiz zurückzukehren.

Ich sehe mich auf den Plans de Bertol um, einem schmalen Tal zwischen Mont Collon und Douves Blanches. Einsam ist es hier, und gerade im Sonnenuntergang herrscht eine seltsame Stimmung: als wären wir die letzten Menschen, die in einer Wüste wie bei Mad Max unterwegs sind, aus der gelegentlich noch die Betonruinen einer vergangenen Zivilisation hervorragen. In Wirklichkeit sieht man hier nur die oberirdischen Teile eines ausgedehnten Netzes von teils künstlichen Seen und Bächen, die zu einem Wasserkraftwerk gehören.

Viel braucht man hier wahrlich nicht, um glücklich zu sein -- ein warmer Schlafsack, eine Schale Reis, und ein paar Quadratmeter waagerechter Fläche, auf die man sich legen kann.

Les Haudères scheint schon Ewigkeiten weit weg zu sein: obwohl es gerade 10 km Luftlinie und 1000 Höhenmeter sind, war es für uns der letzte Stützpunkt vor der großen Wildnis, die der südliche Alpenhauptkamm bildet: zum ersten Mal seit Beginn unserer Tour sind wir mehrere Tage unterwegs, ohne ein kleines Städtchen oder wenigstens ein größeres Dorf zu sehen. Die Beutel mit vorgekochtem Reis, die mich seit dort so gewichtig begleiten, bin ich jetzt los.

Ab morgen stehen wohl wieder Instantnudeln auf dem Speiseplan.

Mehr Bilder gibt's bei Smugmug, und den ersten Text der Serie bei mir.

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Wo wären wir bloß ohne Referrer? Ich weiß es auch nicht so genau, aber als Blogger müßte man auf eine Menge lustiger Suchanfragen verzichten.

Neulich suchte jemand eine Rechenregel wie man erkennt durch welche Zahlen eine Zahl teilbar ist. Nicht vielleicht eine Regel wo man erkennt...? Einerlei, solche Regeln nennt man üblicherweise Teilerregeln, und ich liefere natürlich gerne ein paar. Alle Regeln sind Äquivalenzen, das heißt die gegebene Zahl ist teilbar, wenn die Regel erfüllt ist; sie ist nicht teilbar, wenn die Regel nicht erfüllt ist.

  1. jede Zahl ist durch Eins teilbar 🙂
  2. die Endziffer ist durch Zwei teilbar
  3. die Quersumme ist durch Drei teilbar
  4. die aus den beiden Endziffern gebildete Zahl ist durch Vier teilbar
  5. die Endziffer ist Null oder Fünf
  6. die Endziffer ist durch Zwei, die Quersumme durch Drei teilbar
  7. die Differenz aus der doppelten Endziffer und dem Rest der Zahl ist durch Sieben teilbar; z.B. 203: 20-2*3=14 ist teilbar
  8. die aus den drei Endziffern gebildete Zahl ist durch Acht teilbar
  9. die Quersumme ist durch Neun teilbar
  10. die Endziffer ist Null
  11. die alternierende Quersumme ist durch Elf teilbar, z.B. 135795: 1-3+5-7+9-5=0 ist teilbar
  12. Regel 3 und 4 sind erfüllt
  13. die Summe aus der vierfachen Endziffer und dem Rest ist durch Dreizehn teilbar, z.B. 403: 40+4*3=52; man kann die Regel auch rekursiv anwenden: 5+4*2=13 ist teilbar, also it 52 teilbar, also 403.

So, das sollte für's erste reichen.

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Manche Bücher haben am Anfang eines jeden Kapitels eine stichwortartige Zusammenfassung des Inhalts -- ich erinnere mich an eine Robinson-Ausgabe, bei der das etwa so aussah: 27. Kapitel -- In welchem Robinson dies und jenes findet. Ich habe gerade noch einmal nachgeschlagen und festgestellt, daß meine Ausgabe das nicht hat.

Pratchett hat in den letzten Scheibenwelt-Bänden auch solche Zusammenfassungen geschrieben. Seitdem muß ich am Ende jedes Kapitels wieder zum Anfang zurückblättern, weil ich sie vorher nicht verstehe.

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Die Geschichte, die ich heute schreiben möchte, beginnt am 11. September. Daß das Datum so viel politische Relevanz hat, ist nur zufällig, denn mit Politik hat meine Geschichte nichts zu tun. Am 11. September also bemerkte ich, daß mein kostenloser Flickr-Account voll ist. Voll heißt einfach, daß ich 200 Bilder dort gespeichert habe, und daß mit jedem weiteren Bild eines der älteren Fotos verschwindet. Flickr verspricht zwar, daß nichts gelöscht wird, und ich kann diese alten Bilder auch immer noch in meinem Blog verwenden; aber auf Flickr selber tauchen sie nicht mehr auf.

Was also tun? Ich könnte mich damit abfinden, aber ich habe mich inzwischen doch zu sehr an das, was man heutzutage wohl Community nennt, gewöhnt. Ich könnte ein paar Euro ausgeben und einen Flickr-Pro-Account erwerben. Stattdessen habe ich mich nach Alternativen umgesehen und bin -- nach einigem Zögern -- bei Smugmug gelandet. Smugmug ist etwas teurer als Flickr, und einen kostenlosen Account gibt es gar nicht. Andererseits findet man im Netz viele positive Kommentare, und die Seite gefällt mir irgendwie.

Da ist sie nun also, meine neue Fotoseite. Ein paar Bilder von meinen Harz-Wanderungen sind auch schon da, aber gegenüber der alten Flickr-Seite sieht es schon ein bißchen leer aus. Ich wühle in dem Fotoalbum auf meinem Rechner und werde schließlich fündig.

Die Geschichte, die ich erzählen möchte, beginnt am 9. August 2003. Ich stehe mit zwei Freunden auf einem Campingplatz im Kanton Bern und gehe noch einmal die Ausrüstung durch. Im Gepäck habe ich auch meine gute alte Rollei und ein knappes Dutzend Filme. Wenn alles klappt, werden wir in zweieinhalb Wochen in Italien in den Zug steigen und auf einen langen Marsch über die Berge zurückblicken.

Die Geschichte, die ich erzählen möchte, beginnt eigentlich im Jahr 2002. Ein Kollege und guter Freund -- nennen wir ihn Martin -- hat soeben sein Studium abgeschlossen. Zur Belohnung gibt es einen Hut aus Pappe von den Kollegen, und etwas ernsthaftere Geschenke von der Familie. Eines davon ist ein GPS-Empfänger. Einige Tage später sitzen wir im Pausenraum. Wir haben schon diverse Punkte auf dem Campus vermessen, doch Martin stellt fest, daß das Gerät doch noch eines echten Tests bedürfe -- die Alpen müssen es da schon sein.
Ich sage gar nichts dazu. Erst am Wochenende wird mir klar: Entweder ich mache den Mund auf, oder die Sache verläuft im Sande.

Die nächsten Wochen und Monate verbringen wir mit der Planung. Zu dritt (Martin, seine Schwester, und ich) soll es einmal quer über die Alpen gehen; München--Venedig wäre eine klassische Route, aber von München nach Venedig ist es weit, und wir haben weder viel Zeit noch viel Geld. Wir bescheiden uns mit Interlaken--Mailand. Da Martin im Gegensatz zu seiner Schwester noch nie auf einem Viertausender gestanden hat (und ich natürlich sowieso nicht), wollen wir das Bishorn, das mehr oder weniger auf dem Weg liegt, auch noch mitnehmen.

Das alles ist nun gut fünf Jahre her; die Strapazen sind fast völlig verblaßt, die schönen Erinnerungen immer noch da; und eine Sehnsucht nach Bergen -- richtigen Bergen -- die der Harz eher anfacht, als sie zu stillen, die habe ich auch behalten.

In der Zeit hat sich im Netz viel getan. Habe ich die gescannten Fotos damals noch auf einer statischen Seite als Galerie präsentiert, so gibt es heute Dienste wie Flickr oder eben Smugmug, und vor allem gibt es Geotagging. Ein paar Fotos sind inzwischen schon online, und ganz besonders empfehlen möchte ich die Timeline-Funktion.

Wie das so ist mit Urlaubsbildern, gibt es immer ein paar mehr, als die Gäste erwartet haben; die liefere ich dann in den nächsten Wochen nach. Und wer die Punkte auf der Landkarte genau betrachtet, dem fällt vielleicht auf, daß sie sich mit einer Linie von Interlaken nach Mailand nur ansatzweise vereinbaren lassen. Aber ich brauche ja zu den Bildern, die noch kommen, auch Texte, die noch kommen.

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Heute lag Post von Analog im Briefkasten: sie möchten, daß ich mein Abo verlängere (tue ich aber nicht, weil die Stapel ungelesener Hefte schon ziemlich unübersichtlich sind). Als mein Blick auf die Anschrift fiel, stutzte ich aber doch: ich wohne scheinbar neuerdings in Hendersonville, Tennessee. Die Gegend scheint ja ganz nett zu sein, aber wie kommen sie bloß darauf?

Aha. Die Postleitzahl stimmt, bloß das Land nicht...

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Wie die Eule wiederholt versichert, ist sie recht angetan von meiner Art, Reis zuzubereiten. Für den Fall, daß jemand interessiert ist, habe ich kurz aufgeschrieben, wie das funktioniert. Dieses Grundrezept haben wir aus einem Rezept für Bryani-Reis entwickelt:

Zunächst heizt man den Backofen auf 150° vor und erhitzt (auf dem Herd) etwas Öl in einem Topf. Wir nehmen Olivenöl, aber das kann man sich ganz nach Geschmack aussuchen.

Für Bryani-Reis würde man jetzt die Gewürze (Zimt, Nelke, Kardamom) anbraten, aber bei dieser alltäglicheren Variante sind gleich die Zwiebeln dran. Dazu kommt, wenn man mag, in Scheibchen geschnittener oder gepreßter Knoblauch. Sobald die Zwiebeln glasig sind, schüttet man den Reis dazu und brät auch diesen kurz an.

Als nächstes gießt man Wasser dazu. An dieser Stelle könnte ich einige gruselige Geschichten erzählen; es soll sogar Rezepte geben, bei denen der Reis (ähnlich Nudeln) in Unmengen Wasser gekocht und hinterher wieder getrocknet wird. Kein Wunder, wenn die Reiskörner sich hinterher an den Enden aufspreizen und nach nichts mehr schmecken. Nein, die Kunst besteht darin, nur soviel Wasser zu verwenden, wie der Reis braucht. Wenn man vorher nicht zuviel hineinkippt, muß man hinterher auch nichts abgießen. Die für meinen Gaumen optimale Mischung (angeblich originär aus Tibet stammend) besteht aus zwei Teilen Reis und drei Teilen Wasser. Ob man das abwiegt oder aber in Tassenfüllungen rechnet, tut nicht viel zur Sache.

Nun aber weiter im Text: während das Wasser aufkocht, gibt man Salz und -- je nach Geschmack -- Curry dazu. Das ganze läßt man dann ein paar Minuten kochen, bis die Konsistenz etwas breiig ist. Da der Reis bei uns in der Regel nicht als Beilage, sondern als Hauptgericht auf den Tisch kommt, tun wir zum Schluß noch Gemüse dazu -- mal Erbsen, mal kleingeschnittene rote Paprika, oder was immer gerade zur Hand ist.

Dann wird der Topf mit einem Deckel verschlossen und in den Ofen geschoben. Dort ist der Reis nach etwa 15 Minuten gar. Die Zeit ist aber nach oben sehr variabel; wenn sich die Gäste also unverhofft verspäten, kann der Reis problemlos auch eine ganze Stunde im Ofen verbringen.

Guten Appetit!

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Heute war mein erster Arbeitstag nach dem Urlaub. Ein bißchen seltsam war es schon: einerseits ist alles wesentliche beim alten geblieben; andererseits gibt es doch ein paar Veränderungen: zum Beispiel Baustellen, die vorher nicht da waren.

Und wenn man von den 4000 E-Mails absieht, dann war der Tag auch recht ruhig.

Ansonsten: Es gibt neue RSS-Feeds (siehe unten rechts unter Und dann noch). Der alte funktioniert auch noch, liefert aber die englische Version der Einträge, falls sie vorhanden ist. Außerdem könnt Ihr Eure bevorzugte Blog-Sprache global einstellen (unter Zungen).

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