Archive vom Juni, 2007

Jetzt ist er also da, der Historiker. Dumm ist nur, da ich in letzter Zeit mehr mit dem Fahrrad und weniger mit dem Bus unterwegs bin; da bleibt weniger Zeit zum Lesen, als ich mir wünschte.

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And a rock feels no pain
And an island never cries

[Quelle]

Nicht gut. Aber wenn's einen mal wieder kalt erwischt…

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Da habe ich doch letzten Monat schon eine Ausgabe des Historian bestellt. Weil ich in letzter Zeit kaum noch Bücher kaufe, habe ich mir ein Hardcover gegönnt, und die Lieferung sollte ein paar Wochen dauern.
Heute bekomme ich eine Mail: es gebe Neuigkeiten zu meiner Bestellung. Das ist schonmal ein schlechtes Zeichen; und wirklich: das Buch ist nicht lieferbar.

Also auf ein neues…

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Heute ist wieder einer jener Freitage. Einer von der Sorte, bei der ich froh bin, am Samstag Leute zu treffen. Und am Sonntag.

Weil die Decke nämlich wieder verdammt wacklig über meinem Kopf hängt.

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Porta Westfalica

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Letzte Woche habe ich über Cassiopeia eine neue Web-2.0-Seite kennengelernt: Reliwa, natürlich stilecht im Beta-Status.

Die Idee ist einfach: man gibt Bücher an, für die man sich interessiert, und bekommt eine Liste der Leute, die ähnliches lesen. Idealerweise (also irgendwann, wenn es einmal genügend Benutzer gibt) kann man auf diese Weise interessante Werke entdecken, die dem eigenen Geschmack entsprechen.
Das gleiche funktioniert auch bei Musik und Filmen; und Rezensionen kann man dort auch schreiben.

Zum Beispiel über Schild's Ladder:

Das weite Feld der Science Fiction wird gerne in soft und hard SF unterteilt. In beiden Fällen ist eine nicht wirklich existierende Technik oder eine wissenschaftliche Weiterentwicklung zentral für den Fortgang der Geschichte — wie zentral, darüber kann man trefflich streiten. In der soft SF ist diese Verbindung zur Wissenschaft lediglich Mittel zum Zweck: ein neuartiger Antrieb ermöglicht es etwa, zu fernen Planeten zu fliegen (und mit Ausnahme der Erde sind eigentlich alle Planeten fern). Ist dagegen eine wissenschaftliche Spekulation selbst Thema der Geschichte, so rechnet man diese der hard SF zu.

Ein herausragender Autor auf diesem Gebiet ist der Australier Greg Egan. Auf seinen Roman Schild's Ladder bin ich über eine Buchbesprechung aufmerksam geworden — aber mehr als alles, was der Rezensent formuliert hat, hat mich ein Zitat aus dem Buch fasziniert:

My earliest memories are of CP4 — that's a Kähler manifold that looks locally like a vector space with four complex dimensions, though the global topology's quite different.

Als ich diesen Satz gelesen habe, war mir klar, daß ich auch das Buch lesen wollte. Das hat sich in der Tat gelohnt, obwohl mich die eigentliche Handlung nur mäßig fasziniert hat.

Zu Beginn der Geschichte wird ein physikalisches Experiment durchgeführt, das aus dem Ruder läuft: in seiner Folge bläht sich eine Blase aus Novo-Vakuum, einer veränderten Struktur des Raumes, mit halber Lichtgeschwindigkeit aus. Sie zerstört alles, was in ihrem Weg liegt, und das sind in der Regel ganze Sonnensysteme mit all ihren Bewohnern.
Die Menschheit scheidet sich in zwei Lager: die Yielder wollen das Novo-Vakuum genauer untersuchen, ist seine Physik doch auch im Kontext der Handlung noch unbekannt. Die Preservationists dagegen versuchen, die Blase zu zerstören, um sie an der Vernichtung der Menschheit zu hindern.

Viel interessanter finde ich jedoch die Konzepte, die der Autor in die Handlung einflicht. Da ist zunächst die QGD oder Quantengraphdynamik, die die Physik der Elementarteilchen auf kleinstem Maßstab beschreibt. Egan geht hier durchaus so weit in's Detail, daß Mathematik- oder Physikkenntnisse, die über Schulniveau hinausgehen, zum Verständnis hilfreich sind. Trotzdem er sich eben nicht mit dem Hinwerfen einiger Fachbegriffe begnügt, bleibt seine Beschreibung der (fiktiven!) QGD aber jederzeit glaubwürdig.

In zwanzigtausend Jahren ist es durchaus nicht mehr notwendig, in einem Körper zu leben. Diejenigen, die es dennoch tun, sind zunächst Neutren. Erst dann, wenn zwei Menschen Zuneigung zueinander entwickeln, bilden sich bei ihnen Geschlechtsmerkmale heraus. Das dauert einige Monate, und das Ergebnis ist jedesmal anders.

Dann gibt es da noch die Zeitreisenden, denen überall Theater vorgespielt wird; eine Methode, um auch als Unsterblicher man selbst zu bleiben; und… aber das müßt ihr schon selbst nachlesen.

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Mathematisches hat es hier ja schon länger nicht mehr gegeben; weil es schon spät ist, gibt es heute aber nur einen kurzen Beitrag.

Wenn wir n Objekte irgendwie auf r Schubladen verteilen, und r < n ist, dann landen in (mindestens) einer Schublade (mindestens) zwei Objekte. Das dürfte auch mathematisch wenig versierten Menschen unmittelbar einleuchten; die Mathematiker nennen diese Erkenntnis Schubfachprinzip, und man kann damit tatsächlich Beweise führen.

Zum Beispiel den:
Wenn wir zu irgendeinem n aus den Zahlen 1,2,3,…,2n irgendwie n+1 auswählen, dann gibt es darunter immer zwei, die teilerfremd sind.
Warum ist das so? Nun, zwei der n+1 Zahlen müssen aufeinanderfolgend sein, und aufeinanderfolgende Zahlen sind teilerfremd.

Das sieht man also noch recht einfach, aber wie wäre es damit:
Unter den gewählten n+1 Zahlen gibt es auch zwei, von denen eine ein Vielfaches der anderen ist.
Das sieht nicht so einfach aus, ist aber doch schnell zu zeigen: wir schreiben jede der n+1 Zahlen als a=2km. Dabei soll m ungerade sein. Wie viele ungerade Zahlen gibt es zwischen 1 und 2n? Offenbar genau n. Also muß es — nach dem Schubfachprinzip — unter unseren n+1 Zahlen mindestens zwei geben, die sich das gleiche m teilen; sie unterscheiden sich demnach nur in k und damit in der Zahl der Zweien, die an das ungerade m multipliziert werden.
Dann ist aber die eine ein Vielfaches der anderen.

Und spät genug ist es jetzt auch.

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