Cassiopeia erinnert sich an Heaven for everyone.
Meine eigenen Versuche, alte Musikerinnerungen aufzutreiben, enden ziemlich schnell im Dunkel der Vergangenheit. Da gab es mal einen Nachmittag, den ich mit dem Kassettenrekorder vor dem Radio verbracht habe. Zu der Zeit war Musik für mich noch nicht wichtig; aber ich habe da zum ersten Mal entschieden, welche Stücke mir gut genug gefallen, um auf dem Band zu landen. Vielleicht ist das also wirklich der Zeitpunkt, ab dem Musik ein Bestandteil meines Lebens war.

Ich glaube, es war etwas von Elton John dabei — was, weiß ich nicht mehr. Ein Stück, an das ich mich erinnern kann, ist Pictures in the dark. Als das erschien, war ich 11 (ist das das universelle Musikersterfahrungsalter?) und meine Englischkenntnisse noch sehr bescheiden. Unter Pictures in the dog konnte ich mir jedenfalls nichts rechtes vorstellen. Daß das ganze von Mike Oldfield stammt, habe ich erst gerade eben durch Google erfahren: Von der Musik jenes ersten Bandes habe ich nichts in meine echte Musikzeit hinübergerettet.

Die begann (wann auch immer) im Plattenschrank meiner Eltern. Slade in Flame habe ich rauf- und runtergehört, und die gefällt mir immer noch (was für fast alles andere, das Slade gemacht haben, nicht gilt). Zur Konfirmation gab es dann einen eigenen Plattenspieler, und von da an ging ohne Musik gar nichts mehr. Meine erste eigene Platte war (abgesehen von irgendeinem Oldie-Sampler) eine Best of von Gerry Rafferty. Der ist mir seither nicht mehr von der Seite gewichen, wobei ich inzwischen auch die meisten seiner Alben im Schrank stehen habe.
Elton John und Mike Oldfield habe ich irgendwann wiederentdeckt, aber das war viel später.

Neben den bewußten gibt es natürlich auch noch die unbewußten Musikerinnerungen. Naturgemäß sind mir die lange verborgen geblieben, aber vor einiger Zeit ist mir aufgefallen, daß es eine ganze Menge Titel gibt, bei denen mich ohne erkenntlichen Grund ein Gefühl von Glück und Geborgenheit ereilt. Die meisten davon stammen vom Ende der siebziger oder Anfang der achtziger Jahre, also aus der Zeit, in der ich irgendwo zwischen vier und vielleicht acht Jahre alt war. Und es handelt sich eigentlich immer um Stücke, die damals viel im Radio gelaufen sind.

23:57 1 Kommentar

von kirjoittaessani

One Response to “Music in the Dark”

  1. cassiopeia Says:

    Wow, danke für die ausführliche Antwort! 🙂

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