Archive vom Mai, 2007

Der Witz ist alt: wer keinen Fernseher hat, möge die Waschmaschine als Ersatz nehmen.

Inzwischen gibt es tatsächlich einen Patentantrag für eine Waschmaschine mit Lautsprechern und MP3-Player. Zum Jeans-Programm ertönt dann wahrscheinlich I heard it through the grapevine

Jetzt warte ich ja noch auf das Modell ohne Bullauge, aber dafür mit Flachbildschirm und Innenkamera.

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Irgendwo zwischen bedeckt und neblig, alles trieft. Das Wochenende ist fast vorbei; ich sitze auf dem Bahnhof und warte auf den Zug, der mich zurück nach Hause bringt. Über den Bahnsteig gegenüber schlendert ein gepflegt aussehender Mann in Jacket und Lederhose; er wirft einen prüfenden Blick in die Mülleimer, bevor er weitergeht.
Das Licht ist schon abendlich-grau, und daran wird sich in den nächsten Stunden wohl auch nicht allzuviel ändern; gutes Wetter für eine Heimreise: die Welt steht still, der Zug fährt durch die Landschaft, aber dort passiert nichts. Reisen außerhalb der Zeit.Morgen wartet die Arbeit auf mich, und ein Mensch, der mir mehr bedeutet als umgekehrt.
Wochenende2.

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Ist das schon wieder spät! Dabei wollte ich morgen doch (einigermaßen) früh aufstehen.
Feierabend werde ich trotzdem zeitig machen, und dann das Wochenende in vollen Zügen genießen.

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Das Diekmann'sche Auto ist abgebrannt. Nicht einfach so, sondern weil jemand Feuer gelegt hat.
Don Dahlmann ist nicht begeistert, weil er viel Schaden und keinen Nutzen sieht. Recht hat er.

Der Pantoffelpunk stellt in den Kommentaren fest, die Aktion polarisiere. Ich glaube, sie tut mehr als das: sie vermittelt denjenigen, die sich nicht klar für eine Seite entschieden haben, ein bestimmtes Bild.
Und in diesem Bild stehen die Gegner der Boulevardpresse als hirnlose, gewalttätige Chaoten da, die andere Seite aber als die angegriffene Partei.

Und das ist schlecht. Sehr schlecht.

[via Finja]

[Edit: Typo]

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Ich sollte die heiße Teekanne nicht unbedingt auf Kassenzetteln aus Thermopapier abstellen.

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… macht ja bekanntlich der Mai.
Irgendwie hatte ich jedenfalls das Bedürfnis, hier mal gründlich neu zu streichen. Dabei habe ich mich bei Supernova schamlos bedient inspirieren lassen.

Und jetzt gehe ich in's Bett.

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Ich verstehe mal wieder nix.
In letzter Zeit hört man dauernd, das Internet werde von der organisierten Kriminalität den Terroristen für ihre Machenschaften genutzt, und deshalb brauche man jetzt ganz dringend Online-Durchsuchungen. Nachlesen kann man das zum Beispiel hier und noch an mindestens 3572 anderen Stellen.

Mal ganz davon abgesehen, daß mit dieser Dämonisierung des Netzes niemandem geholfen ist: wo bitte bleibt da die Logik? Das kommt mir ungefähr so vor, als wolle man Verbrecher, die sich per Telefon verabreden, durch die Einführung von Haussuchungen fangen.

Wer solch einen Unsinn verzapft, darf sich hinterher auch nicht wundern, wenn niemand mehr der Politik vertraut.

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Manchmal ist es leichter zu ertragen, von einem lieben Menschen durch hundert Kilometer getrennt zu sein als durch hundert Meter.

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Der Wunsch, dass sich aus dem Chor der im Netz herumirrenden Mikromeinungen ein paar klare Stimmen heraushören lassen, ist sicher eher ein Reflex der alten Medien.

Stimmt. Warum soll man immer auf die Meinungsführer oder die von Harald Staun beschworenen Blogs der Top 100 starren? Das ist doch gerade der Vorteil des Netzes, daß ich mich an vielen Stellen und aus vielen Blickwinkeln informieren kann — und das ist ja durchaus kein neuer Effekt, der erst mit dem Web 2.0 oder überhaupt mit dem Web aufgekommen wäre.

Der oben zitierte Text ist in meinen Augen gar nicht schlecht, aber er hat zwei Schwächen: zum einen lese ich da einen gewissen ironischen Unterton heraus (zugegeben, der mag allein im Auge des Betrachters existieren); zum anderen kann oder will der Autor in seiner Exploration der Blog-Kultur offenbar den entscheidenden Schritt doch nicht gehen: er bleibt in seiner Sichtweise der klassischen Massenmedien.
Da darf es nicht verwundern, daß er auf der Suche nach abseitigen Themen wie dem Klimawandel, dem Theater, der SPD oder der deutschen Außenpolitik nicht fündig wird — gesucht hat er wieder nur in den Top 100.

[via beyond]

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Wenn die Polizei heimlich lauschen will, dann ist es ihr auch erlaubt. Will sie es nicht, dann ist es ihr auch verboten.

Ja, soweit ist es gekommen in Deutschland. Immerhin, ein Trost bleibt uns: langsam regt sich Widerstand, und zwar nicht nur bei den üblichen Verdächtigen, sondern auch in der Mitte der Gesellschaft. Hoffentlich hilft's.

Ich will einen solchen Staat nicht.

Ich auch nicht.

[via Heise]

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