Archive vom Oktober, 2006

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Suchanfragen sind ja immer wieder ein Quell der Freude.
Viele Wege führen nicht nur nach Rom, sondern auch hierher:

Weiter mit Musik.

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Going nuts

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Heutzutage gibt es nicht mehr so viele öffentliche Uhren (also etwa auf dem Postamt oder am Bahnhof) wie noch vor, sagen wir mal, dreißig Jahren.
Das hat vermutlich damit zu tun, daß heute halbwegs genaue Armbanduhren für einen Spottpreis am Wühltisch zu erstehen sind und überdies jedes Schulkind mit einem Handy (mit Uhr) herumläuft. Öffentliche Uhren zu betreiben und zu warten kostet halt Geld, und der Nutzen ist relativ klein, weil der Besitz einer (tragbaren) Uhr nicht mehr mit sehr großen Kosten verbunden ist.

Bei Telepolis sieht man die Sache philosophischer. Ich finde den Artikel zwar ziemlich abwegig, aber trotzdem ganz nett zu lesen.

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Ich bin eigentlich kein großer Familienmensch, aber von Zeit zu Zeit habe ich trotzdem Lust auf einen Besuch bei der Verwandtschaft. Ein Geburtstag, der auf ein Wochenende fällt, ist eine ideale Gelegenheit dafür. Deshalb habe ich mich Freitag nachmittag in den Zug gesetzt und bin auf's Land gefahren.
Keine größeren Verspätungen, aber es ist doch schon dunkel, als ich am Zielbahnhof ankomme. Grauer Himmel, ein bißchen Regen. Seltsam — alles so klein hier. Gut, es ist schon ein paar Jahre her, aber so lange war ich auch wieder nicht weg.
Man freut sich sehr, mich zu sehen. Abendessen, ein bißchen Smalltalk, dann erstmal schlafen.

Am anderen Tag gibt es viel zu tun, aktuelle Projekte ansehen, ein Rundgang durch den Garten, Geschenke überreichen. Ein bißchen Zeit zum Lesen findet sich auch noch, und abends wird im Kreise der Freunde gefeiert. Das ist nicht weiter aufwendig, man ißt, trinkt und redet. Ich sitze zwischen all den Menschen, die weit mehr als doppelt so alt sind wie ich, und lausche den Erzählungen. Viele davon sind lustig — jedenfalls, wenn man sie aus dem Abstand eines halben Jahrhunderts oder mehr betrachtet. Zwischen den Begebenheiten fallen immer wieder Namen; Namen, die ich noch nie gehört habe, und mehr, als ich mir jemals merken könnte, und die Runde erinnert mich an irgendetwas.
Schließlich fällt es mir ein:
In dealing with Hobbits it is important to remember who is related to whom, and in what degree.
Irgendwann, irgendwo ist der Zug über eine unsichtbare Grenze gefahren, und ich habe meine eigene kleine Welt verlassen, um hier zu landen. Ich fühle mich, als wäre ich schon seit Wochen im Urlaub, der Alltag ist weit entfernt.

Am Sonntag will noch mehr Verwandtschaft besucht werden, und als ich mir deren — durchaus bescheidene — Häuser ansehe, fühlt sich meine — durchaus geräumige — Mietwohnung plötzlich nicht mehr ganz so erstrebenswert an. Nachmittags ist dann der Geburtstagsfeier zweiter Teil angesagt. Ich bin eigentlich kein großer Familienmensch, aber als dann vier Generationen gemeinsam den Kuchen verspeisen, da keimt doch eine gewisse Sehnsucht in mir auf.
Dann ist die Zeit auch schon wieder um, ich muß mich auf den Weg zum Bahnhof machen. Eine kurze Abschiedsrunde, ich verspreche, bis zum nächsten Besuch nicht mehr so lange zu warten; dann bringt mich der Zug über jene seltsame Grenze hinaus aus dem Zauberland.

Nach dem Umsteigen steht der Schaffner hinter mir und pfeift Guantanamera, worüber ich nicht besonders glücklich bin, weil Carole King in meinem Kopf gerade Tapestry singt. Es ist schon sehr dunkel, und als ich schließlich ankomme und auf den Bus warte, ist es stockfinstere Nacht. Daß es noch nicht einmal neun Uhr ist, weiß nur mein Kopf; der Rest ist immer noch auf Sommer eingestellt.

Jetzt sitze ich hier, höre Carole King und ernähre mich von Joghurt, weil das Brot alle ist und ich keine Lust zum Kochen habe.
Morgen ist Montag.

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syksy

Hach, was für eine schöne Jahreszeit.

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Wer kennt ihn nicht: den Wegstreichpony. Lesenswert.

(via Finja)

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In der Frankfurter Rundschau gibt es einen Artikel zu Siemens und BenQ. Auch bei Telepolis gibt es einen Text, der sich auf den der FR bezieht. Lesenswert sind sie beide, aber einen Punkt vermisse ich doch: Mögen die Manager auch etliche Dummheiten begangen und Entwicklungen verschlafen haben, das, was sie jetzt tun, ist durchaus nicht dumm und hat auch mit Unfähigkeit nichts zu tun.

Das Problem liegt nicht (nur) darin, daß sträfliche Dummheit … nicht vorgesehen ist (FR). Es liegt hauptsächlich darin, daß der Nutzen von Stellenstreichungen in einem Unternehmen, das nicht gut läuft, bei eben diesem Unternehmen bleibt; die Kosten, die dieselben Stellenstreichungen verursachen, müssen jedoch nicht vom Unternehmen getragen werden, sondern können — z.B. durch die ach so beliebten Auffanggesellschaften — auf die Allgemeinheit abgewälzt werden.
Bruce Schneier predigt seit längerem bei jeder Gelegenheit (wenn auch in anderem Zusammenhang), daß solche externalisierten Kosten schädlich sind. So fehlt nämlich denjenigen, die die Entscheidungen treffen, die incentive der Anreiz, daraus eine vernünftige Entscheidung zu machen.

Aber was soll's, wirklich ändern will das ja niemand — jedenfalls niemand, der was dran ändern könnte. Und wer sich darüber aufregt, ist eh ein unverbesserlicher Kommunist oder — ganz schlimm — noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen und will dem Standort Deutschland Steine in den Weg legen.

Prost.

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Das Sternbild des Orion dürfte hinlänglich bekannt sein, aber vom Urion hatte ich bislang noch nichts gehört. Gut, die Schreibweise ist eine phonetische Eindeutschung, eigentlich heißt es EURion. Eine gewisse Ähnlichkeit zum Orion ist tatsächlich da, allerdings gibt es statt dreier nur einen Gürtelstern; außerdem findet sich der EURion an keinem Nachthimmel, sondern auf diversen Geldscheinen (und durchaus nicht nur auf europäischen).

Ursprünglich ist seine bloße Existenz geheim gewesen, und ich finde es einigermaßen erstaunlich, daß das Geheimnis über Jahre eines geblieben ist, obwohl es den Notenbanken Dutzender Länder und etlichen Softwareherstellern bekannt gewesen ist.

Zum Glück gibt es aber immer genügend neugierige Leute, und manche fragen sich auch, wie Farbkopierer es wohl anstellen, alles mögliche zu kopieren, nur keine Geldscheine. Wenn so jemand dann noch etwas von Informatik versteht, dann gibt es plötzlich ein neues Sternbild.

Ich persönlich mag ja Geldfälscher auch nicht besonders, aber ein bißchen unwohl ist mir bei solchen Techniken schon. Ein Kopierer oder ein Bildverarbeitungsprogramm zählen für mich zu den Werkzeugen, und wenn Werkzeuge selbst entscheiden, was ich mit ihnen tun darf und was nicht, dann gefällt mir das überhaupt nicht.

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Letzte Woche hat mein DSL-Router angefangen, sich zu rebooten. Nicht einmal, sondern permanent. Damit war's erstmal wieder Essig mit Internet. Ich habe an Überhitzung gedacht und ihn erstmal abgeschaltet.
Leider ging die Sache am nächsten Tag genauso weiter. Irgendwann ist mir dann aber aufgefallen, daß das nur bei bestimmten Seiten passiert. Die von 40something ist zum Beispiel dabei. Aber nur, wenn ich Safari benutze. Na toll.

Eine kurze Google-Recherche führte zu dem Ergebnis, daß das bei diesem Gerät schonmal vorkommt. Vielleicht auch nur, wenn das WLAN eingeschaltet ist — wobei dann wiederum egal ist, ob man es auch benutzt. Abhilfe gibt es leider keine — vielleicht hilft es, WLAN auszuschalten, aber dann habe ich ein Kabel quer im Zimmer.

Ich bin begeistert. Offenbar gibt es also nicht nur Bananensoftware, sondern auch Bananenhardware. Vielleicht hilft es ja, ein paar Äpfel danebenzulegen.

Als ich am nächsten Tag Kollegen davon erzählt habe, sagten die mit größter Selbstverständlichkeit, daß spontane Reboots bei allen Herstellern zum Programm gehören.

Ich verbringe meine Zeit derweil mit Kopfschütteln — es kann doch nicht sein, daß es Standard ist, Produkte mit dermaßen dicken Fehlern auf den Markt zu bringen. Gibt's denn niemanden mehr, der Wert darauf legt, gute Arbeit abzuliefern?

Das ist doch echt nicht wahr.

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A beacon in the veil of the night

majakka

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